Ein UV-Tintendrucker ist eine clevere Sache: Die flüssige Tinte härtet aus, wenn sie mit UV-Licht bestrahlt wird – wie bei einem UV-3D-Drucker. Es werden allerdings keine Teile gedruckt, sondern Gegenstände bedruckt. Eufymake verspricht, dass das mit dem Eufymake E1 besonders einfach sein soll und Druckhöhen bis 5 mm möglich sind.
Wir haben mit dem Drucker reichlich Materialien verschönert: Tassen, Leinwände, Holzpanels – und Legosteine. Die Ergebnisse sind beeindruckend, es gibt zahlreiche interessante Einsatzmöglichkeiten.
Der Eufymake E1 ist mit 590 x 407 x 250 mm und 20 kg für einen UV-Drucker relativ kompakt. Der Aufbau ist einfach: Nachdem wir den E1 ausgepackt, aufgestellt und eingestöpselt haben, installieren wir einen Filter, die Reinigungskassette und die Tintenpatronen. Dabei hilft uns eine gut verständliche, bebilderte Anleitung. Die Tintenpatronen werden in Öffnungen auf der Oberseite gesteckt, wo sie federgelagert einrasten.
Tintensystem mit einfach zu wechselnden Patronen
Der E1 verwendet Patronen für die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Zusätzlich gibt es eine Weiß-Kartusche, der beim Druck besondere Bedeutung zukommt – dazu gleich mehr. Die sechste Kartusche enthält einen Glanzlack, der Drucke im Licht schimmern lässt. Ohne diesen Lack sind die Drucke matt, was manchmal auch gewollt sein kann.
Bild 1/28: Die Kamera des Eufymake E1 von unten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/28: Der Eufymake E1 ist für einen UV-Drucker recht unauffällig designt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/28: Mit dem kleinen Flachbett kann der Drucker geschlossen verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/28: Beide Seiten können geöffnet werden. Der Anschluss erlaubt die Nutzung verschiedener Druckbetten und anderer Adapter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/28: Mit dem Standardflachbett muss der E1 mit geöffneten Seiten verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/28: Das Standardflachbett ist groß genug, um etwa Bilder damit zu bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/28: Mit dem Rotationsaufsatz lassen sich Tassen und Becher bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/28: Das kleine Flachbett eignet sich gut für Druckmaterialien wie Kühlschrankmagneten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/28: Der Anschluss für die verschiedenen Druckbetten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/28: Der Rotationsaufsatz wird einfach auf den Anschluss gesetzt und fixiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/28: Tassen können einfach in den Aufsatz eingespannt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/28: Der Druckkopf von oben (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/28: Über eine Kamera erkennt der E1 das Druckmaterial. Nutzer können das zu druckende Element dann per WYSIWYG platzieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/28: Die Halterung des Rotationsaufsatzes (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/28: Mit Lasern misst der E1 Höhe und Ausrichtung von Druckmaterialien. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/28: Die UV-Tinte ist in Patronen untergebracht, die nicht zum Nachfüllen gedacht sind. Der Wechsel ist kleckerfrei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/28: Der E1 verwendet vier Patronen für die CMYK-Farben sowie eine für Weiß und eine für Glanzbeschichtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/28: Die Reinigung erfolgt automatisch, kann aber auch über die App manuell ausgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/28: Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/28: Großformatige Holzbilder zeigen tolle Farben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/28: Über die Eufymake-App lässt sich ein Relief einstellen, das von der Anwendung selbst berechnet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/28: Auch beim Nachdruck eines impressionistischen Gemäldes imitiert der E1 die Struktur gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/28: Auch Becher lassen sich problemlos bedrucken - sie müssen aber in den Rotationsaufsatz passen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/28: Beim Probedruck können wir einen New-York-Kühlschrankmagneten drucken - mit schönem Reliefeffekt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/28: Auch eine Mauer lässt sich mit Struktur auf Lego drucken - der Traum eines jeden Tabletop-Spielers. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/28: Die Steine lassen sich nach dem Bedrucken noch auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/28: Glatte Materialien wie diese Tassen sollten vorher mit einem Haftgrund beschichtet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/28: Ansonsten löst sich der Aufdruck recht leicht, wie hier zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Die weitere Installation erfolgt über die Eufymake-App, in der auch die 3D-Drucker des Herstellers verwaltet werden. Die App ist unverzichtbar für die Einrichtung; auch wenn wir später das übersichtlichere PC-Programm verwenden, müssen wir die Einrichtung samt Netzwerkverbindung über die App erledigen. Eine Ersteinrichtung über den PC ist nicht möglich.
Das Basispaket des E1 wird mit einem kleinen Flachbett und dem größeren Standard-Flachbett geliefert. Die kleine Druckplatte erlaubt einen Druckbereich von 330 x 90 mm und passt komplett in den E1, so dass die beiden Seitentüren beim Drucken geschlossen werden können.
Der Platz für Druckmaterialien ist aber natürlich begrenzt. Auf das größere Flachbett mit einem Druckbereich von 420 x 330 mm passen auch Leinwände, Metallplatten und andere größere Objekte. Anders als die kleine Druckplatte wird die große durch einen Motor zusätzlich auch in der Horizontalen bewegt.
Der Wechsel zwischen den Druckplatten ist einfach: Wir müssen einen kleinen Hebel an der Basishalterung im Drucker nach links schieben, dann lassen sich die Platten einfach abheben. Auf die Halterung passen auch weitere Druckaufsätze: Es gibt noch einen Rotationsaufsatz und einen DTF-Laminieraufsatz. Auch dazu später mehr.