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Wir bedrucken Legosteine

Neben den bei Eufymake selbst erhältlichen Verbrauchsmaterialien lassen sich mit dem E1 viele weitere Dinge bedrucken – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Ein Anwendungszweck, der uns direkt bei der Vorstellung des Druckers in den Sinn gekommen ist, sind Klemmbausteine.

Mit einer Auflösung von 1440p ist der E1 genau genug, um auch kleine Objekte zu bedrucken. Vor allem Lego, aber auch andere Klemmbausteinhersteller verwenden für ihre Bausets mittlerweile oft Aufkleber statt Aufdrucke. Mit einem guten Scanner würden sie sich problemlos einscannen und anschließend auf die Steine drucken lassen. Bei gewölbten Elementen, die der Drucker nicht selbst bedrucken kann, kann der Druck mit der Laminiermaschine übertragen werden.

Auch eigene Designs lassen sich auf Klemmbausteine drucken. Ein Kollege brachte uns zudem auf einen weiteren interessanten Einsatzzweck: Tabletop-Spiele. Mit dem E1 lassen sich mithilfe von Fotos etwa realistisch wirkende Mauern auf Objekte drucken.

Tabletop-Spiele lassen sich mit realistischen Elementen bestücken

Wir haben in einem kleinen Test Klemmbausteine und den Druck eines Mauerfotos kombiniert und so eine Mauer aus Feldsteinen mit realistisch wirkender Struktur auf Legosteine gedruckt. Die Struktur hat der E1 selbst hinzugefügt. Das Ergebnis wirkt sehr realistisch und dürfte ein Tabletop-Szenario stark aufwerten.

Auf seiner Webseite bewirbt Eufymake den UV-Drucker explizit auch für die professionelle Nutzung. Wer im Bereich Merchandise/personalisierte Geschenke oder im künstlerischen Bereich tätig ist, kann mit dem Eufymake E1 zahlreiche Projekte realisieren – von selbst gestalteten Tassen, Anhängern und Handyhüllen bis hin zu Metall- oder Holzpostern.

Eufymake führt auf seiner Webseite einige Rechenbeispiele an, die sich schlecht nachprüfen lassen – vor allem, was den Einsatz der Tinte betrifft. Das liegt vor allem auch daran, dass die Kosten für die Tinte je nach Qualität des Drucks sowie der Anzahl der Schichten unterschiedlich sind.

Wir haben daher selbst nachgerechnet. Für ein Holzbild im Format 39,8 x 29,8 cm haben wir in der höchsten Druckqualität mit Reliefdruck – also dem Einsatz zahlreicher weißer Schichten sowie einer Glanzschicht – insgesamt 45,9 ml Tinte verbraucht. Genau nach Farben aufschlüsseln müssen wir die Tinte für unsere Berechnung nicht, da jede Patrone 43 Euro kostet.

Druckkosten hängen von vielen Faktoren ab

Bei einer Füllmenge von 100 ml pro Patrone kostet uns der Druck des großen Bildes also 19,73 Euro plus die Kosten für die Holzplatte. Die Platten sind bei Eufymake direkt nur im Bundle mit anderen Materialien für 300 Euro erhältlich. Bei anderen Händlern, zum Beispiel Amazon, sind derartige Holzleinwände je nach Größe für unter 20 Euro zu bekommen.

Für unsere kleine Legomauer haben wir nur 0,96 ml an Tinte verbraucht – der Druck hat uns also 41 Cent gekostet. Das Gemälde auf Leinwand verbrauchte 38,19 ml – wie bei den anderen großformatigen Drucken vor allem Weiß. Das entspricht Druckkosten von 16,42 Euro plus den Kosten für eine Leinwand. Die gibt es ebenfalls günstig im Onlinehandel.

Eine Tasse mit einem einzelnen Motiv hat uns 0,12 ml an Tinte gekostet, also 5 Cent. Sechs Tassen haben wir im Set für knapp 18 Euro gekauft, pro Tasse kommen also noch 3 Euro hinzu. Nicht im Preis inbegriffen ist die notwendige Untergrundbehandlung pro Tasse, die preislich aber nicht viel ausmachen sollte. Wenn man bedenkt, zu welchem Preis eine individuell bedruckte Tasse verkauft werden kann, sieht das nach einer guten Marge aus.

Die Wartung des E1 ist über die App oder das PC-Programm durchführbar und verläuft automatisiert. In unserem Test hatten wir diesbezüglich keine Probleme.


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