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Euer Blick in die Zukunft der IT: "Senior Developer werden immer wichtiger werden"

Zwischen Zuversicht, Umbruch und KI-Zukunft – so sieht die IT für unsere Leser in einigen Jahren aus.
/ Andrea Pawlowski
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Unsere Leser blicken in die Zukunft. In einer Zuschrift wird geweissagt: " 2026 wird das Jahr von Linux auf dem Desktop. ;-)" (Bild: RDNE Stock project)
Unsere Leser blicken in die Zukunft. In einer Zuschrift wird geweissagt: " 2026 wird das Jahr von Linux auf dem Desktop. ;-)" Bild: RDNE Stock project
Inhalt
  1. Euer Blick in die Zukunft der IT: "Senior Developer werden immer wichtiger werden"
  2. Wer beherrscht welche Tools?
  3. ''Die Branche wird weiter wachsen''
  4. Entscheidung zwischen Cloud und Onprem-Diensten

In unsicheren Zeiten wie diesen sind Prognosen über die Zukunft der IT-Branche besonders schwierig. Entsprechend stark gehen die Einschätzungen von Analysten auseinander. Doch wie fühlt es sich für die Menschen an, die selbst Teil der Branche sind?

Das wollten wir wissen und haben euch gefragt, wie ihr die allgemeine Stimmung und eure eigene Situation erlebt. Wenig überraschend bietet sich auch hier ein gemischtes Bild.

Einige erwarten, in zwei Jahren noch im selben Job zu arbeiten, oft im Homeoffice und mit der Hoffnung, dass künstliche Intelligenz bis dahin nützlicher geworden ist. Andere planen Karriereschritte, etwa eigene Unternehmensgründungen oder einen Aufstieg in Führungspositionen. Es gibt allerdings auch ITler, die bereits jetzt auf dem Weg sind, Beruf und Branche zu verlassen.

Für die Fünf-Jahres-Perspektive reichen die Einschätzungen von Zuversicht bis Sorge. Manche sehen sich auf dem Weg in die Selbstständigkeit oder in Jobs, bei denen KI gezielt eingesetzt wird, um Prozesse zu verbessern. Andere rechnen mit radikalen Umbrüchen und drohender Arbeitslosigkeit. Einige formulieren auch offen Ängste, etwa vor überzogenen KI-Erwartungen oder globalen Krisen.

Natürlich gab es auch Betrachtungen der allgemeinen Lage in der IT-Branche, über das Persönliche hinaus. Achtung: Nicht jeder Beitrag ist bierernst gemeint :):

➤ Ich erwarte, dass es in den nächsten Jahren irgendwo ganz groß knallt, es dadurch einen mehrtägigen Ausfall kritischer Internet-Infrastruktur gibt und das diverse Firmen nicht überstehen. Wenn es ganz dumm läuft, weitet sich das auf andere Infrastruktur wie zum Beispiel die Stromversorgung aus. Die IT-Basis erscheint mir seit Jahren ziemlich brüchig und ich habe nicht den Eindruck, dass dagegen sinnvoll vorgegangen wird.

Was positive Entwicklungen angeht: Ich hoffe, dass nach einer Konsolidierung im KI-Bereich sinnvolle Werkzeuge übrig bleiben, die auch noch bezahlbar sind. Claude Code hat mich total davon überzeugt, wie sinnvoll diese Werkzeuge sein können. Allerdings geht es mir total auf den Keks, wo einem überall KI reingedrückt werden soll, obwohl man nicht danach gefragt hat. Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Jahren auflöst.

Und nicht zu vergessen: 2026 wird das Jahr von Linux auf dem Desktop. ;-).

➤ Ich befürchte, dass die IT-Branche keine großen Entwicklungen vollbringen kann, da die Anzahl der Cyberangriffe ansteigt und mehr mit Verteidigung und Firmenrettung beschäftigt sein wird.

➤ Global wird es 2027 weiterhin die Einstiegsjobs treffen, die immer unnötiger werden, weil alle einfachen Aufgaben per KI erledigt werden. Die Prozesse etwa in der Softwareentwicklung sind aber noch nicht angepasst an die neue Welt, so dass noch viele Menschen benötigt werden.

2030 werden wir erleben, wie für Menschen gemachte Systeme von für KI geschaffenen Systemen langsam abgelöst werden. Beispielsweise wird es erste vollautomatische Buchhaltungsysteme geben, das Buchhalter ablösen wird. Auch erste Versicherungen werden ohne Menschen funktionieren. 2030 wird das noch nicht sehr weit fortgeschritten sein, aber zu diesem Zeitpunkt wird man sehen, dass nicht nur die Einstiegspositionen betroffen sind. Übrig bleiben werden Systemarchitekten im weitesten Sinne, und alle Positionen, die direkt mit Hardware zutun haben.

In Deutschland speziell wird diese Entwicklung langsamer geschehen. Viele der AI-Systeme werden aufgrund von Regulierung hier nie verfügbar, wodurch die deutsche IT-Landschaft sich langsam zum Museum entwickelt. Mit dem Vorteil, dass es vergleichsweise viele IT-Arbeitsplätze gibt. Aber auch mit dem Nachteil, dass die deutsche Wirtschaft global keine Rolle mehr spielt. Mehr als jeder vierte junge Akademiker wird Deutschland verlassen wollen, wobei der Mangel an Erfahrung mit KI-gestützten Systemen das Finden von Jobs im Ausland erschweren wird.

➤ 2027: Die Super-KI ist endlich da!... Wir Menschen werden so viel mehr ...

2030: Der Inhalt dieses Artikels wurde gelöscht, da er der Regulierung durch die Bibro-Superintelligenz (gepriesen sei der MEISTER!) unterliegt. Der Inhalt beinhaltete aufrührerische und destruktive Gedanken, welche gegen die verordnete Harmonie verstoßen. Maßnahmen wurden ausgelöst. Der Bürger wurde entfernt.

➤ AI wird fester Bestandteil des Werkzeuggürtels eines jeden Software-Entwicklers und ist ein Hygienefaktor – wer keine AI nutzt, nimmt sich selbst wegen unterlegener Effizienz aus dem Spiel.

AI ist bereits jetzt stark im Schreiben von Code und wird in Code-Organisation und Architekturfragen ähnlich gut werden. Die Berücksichtigung von mehr Kontext wird immer wichtiger.

Lokal betriebene (Open-Source-)Modelle werden für kleine Aufgaben und Fragen gut nutzbar, aber sie bleiben bezüglich Code-Generierung deutlich den Cloudvarianten unterlegen.


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