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Entscheidung zwischen Cloud und Onprem-Diensten

➤ Wenn Claude Code inklusive Opus noch etwas besser und/oder billiger wird, sehe ich mich selbst nicht mehr coden. Das Bottleneck verschiebt sich fast vollständig in Richtung Review, da auch Tests und Doku von der KI übernommen werden kann. Das wird sehr sicher bis Ende des Jahres bereits Realität sein.

Für (Ende) 2027 gehe ich davon aus, dass man nur noch mit einer KI spricht, die dann Subagents beauftragt und Aufgaben für ganze Wochen allein erledigt. Am Ende schaut (hoffentlich) nochmals ein Mensch drauf, ob und wie weit die Ziele erreicht wurden.

2030 kann ich mir noch gar nicht vorstellen, ist für mich nach der Singularität.

➤ 2027 erreicht KI den Höhepunkt, so dass kaum noch ein Jobeinsteiger einen Job bekommt, während man 2030 feststellt, dass man, seit es Stackoverflow nicht mehr gibt, Modelle nicht mehr mit dermaßen gut durchdiskutiertem, gutem Code trainieren kann, sodass diese wieder unbrauchbar werden.

➤ Persönlich rechne ich mit einer Entlastung durch KI-Tools und KI-Implementierung in diversen Produkten. Ein komplettes Ersetzen sehe ich, außer vielleicht in Einzelfällen, nicht. Was nützt es, wenn die KI Code, Ausführungen oder Anweisungen erstellt, die niemand verstehen, kontrollieren oder nachvollziehen kann?

Ein weiteres Thema wird weiterhin die Entscheidung zwischen Cloud- und Onprem-Diensten sein. Bereits jetzt sehen wir, dass viele Unternehmen ihre in die Cloud ausgelagerten, Dienste wieder zurückholen. Das wird sich meiner Meinung mit weiteren Ausfällen von Cloudanbietern verstärken. Es wird die Erkenntnis reifen, dass man selbst für seine eigene Verfügbarkeit verstärkt verantwortlich ist, statt sich für teilweise höhere Kosten auf andere Dienstleister verlassen zu müssen.

Auch wird die IT-Sicherheit mit all ihren Vorgaben und Richtlinien relevant bleiben. Hier halte ich eine Art von natürlicher Auslese für möglich. Es wird einige kleinere und mittlere Unternehmen geben, welche die hohen Kosten weiterhin scheuen und dadurch früher oder später existenzgefährdende IT-Angriffe erleben werden. Nur Unternehmen, die dieses Thema ernsthaft betrachten, werden auch das Jahr 2030 erleben.

➤ In der Masse wird das Wissen und damit auch die Erfahrung bei menschlichen Mitarbeitern sinken, durch den immer mehr verbreiteten Gebrauch von KI.

In dedizierten, speziellen Einsatzbereichen werden natürlich menschliche Profis sitzen, die auch unter Zuhilfenahme spezialisierter KIs enormes Wissen und Erfahrung haben werden.

Lösungen werden immer automatisierter und standardisierter. Im Zuge dieser Entwicklung werden die Extreme zunehmen; zwischen enormem, zentralisierten Wissen einerseits und inflationärem KI-Gebrauch auf der anderen Seite, was zu viel mehr Datenlecks und -leaks sowie einem immer größeren Kampf von Datensicherheit beziehungsweise Datenschutz versus Kriminalität führt.

➤ Gekoppelt an die gesamtwirtschaftliche Lage wird der IT Sektor in Deutschland stagnieren. Der Arbeitsmarkt wird durch KI für Einsteiger erschwert. Frei werdende Stellen werden nicht neu besetzt, da Unternehmen auf KI-Lösungen hoffen. Aufwind wird es zukünftig im öffentlichen Sektor durch digitale Souveränität durch den Digitalminister geben.


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