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EU-weite Forschung: 2,4 Milliarden für Kernfusion, kein Geld für Kernspaltung

Ein gemeinsames europäisches Projekt zu innovativen Kerntechnologien soll europaweit Start-ups, Industrie und Forschung vernetzen.
/ Mario Petzold
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Das Kernfusionsprojekt Iter in Südfrankreich soll einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Technologie leisten. (Bild: AFP via Getty Images/Nicolas Tucat)
Das Kernfusionsprojekt Iter in Südfrankreich soll einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Technologie leisten. Bild: AFP via Getty Images/Nicolas Tucat

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie(öffnet im neuen Fenster) mitteilt, wird Deutschland sich am Projekt Innovative Kerntechnologien beteiligen. Dabei handelt es sich um ein von der EU-Kommission(öffnet im neuen Fenster) initiiertes Projekt, dem ein herausragender Wert bezüglich Wirtschaftswachstum, grüner und digitaler Transformation sowie Wettbewerbsfähigkeit zugeordnet wird.

Die Bundesregierung erklärt dazu, dass sie Kernfusion als zukünftige Schlüsseltechnologie betrachtet, die innerhalb Europas eine strategisch wichtige Rolle einnehmen kann. Es geht demnach nicht nur darum, Fusion als Energiequelle zu erschließen. Daraus soll sich ein kompletter Wirtschaftszweig und ein weltweit gefragtes Exportgut entwickeln.

Gefördert werden Vorhaben auf ganz unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Sie reichen von Laborversuchen bis zu industriellen Anwendungen. Der Beginn der Förderung, die auch privatwirtschaftliche Investitionen voraussetzt, ist für 2027 vorgesehen.

Abgrenzung zur Kernspaltung

Wie viel Geld in das EU-Projekt fließt, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt ist bis 2028 eine Summe von 2,4 Milliarden Euro aus Bundesmitteln eingeplant.

Gleichzeitig betont die Bundesregierung, dass es keine deutsche Beteiligung an der Entwicklung neuer Technologien zur Kernspaltung geben wird. Damit soll vermutlich verhindert werden, dass falsche Interpretationen zur Unterstützung des EU-Projekts aufkommen.

Innovative Kerntechnologien(öffnet im neuen Fenster) erfasst laut EU-Kommissionen nämlich auch die Erforschung kleiner modularer Reaktoren, also Small Modular Reactors (SMR).

Auch deren Entwicklung soll im Rahmen europäischer Gemeinschaftsprojekte vorangetrieben werden. Die Kommission plant, dass bis Anfang des nächsten Jahrzehnts bei fortschrittlichen SMRs und Mikroreaktoren zumindest die Grundanforderungen für die Betriebssicherheit in der EU erfüllt werden.

Gleichzeitig gibt es jedoch berechtigte Zweifel, dass kleine Kernspaltungsreaktoren jemals eine wirtschaftliche Bedeutung erlangen. Und auch die Kernfusion muss derartige Zweifel noch ausräumen.


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