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EU-Vorstoß: Netzbetreiber begrüßen Datenreduzierung bei Streamingangebot

Video-Streaming macht etwa 60 Prozent des gesamten Datenverkehrs aus.
/ Achim Sawall
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DE-CIX Edge (Bild: DE-CIX)
DE-CIX Edge Bild: DE-CIX

Der Präsident des IT-Branchenverbands Bitkom hat den Vorstoß der EU-Kommission zur Datenreduzierung bei Video-Streamingdiensten begrüßt. Hintergrund ist die Sorge, dass eine verstärkte Nutzung solcher Dienste zu einer Überlastung des Netzes führen könnte. "Sollte es wider Erwarten perspektivisch zu Überlastungsszenarien in den Telekommunikationsnetzen kommen, ist der von der Europäischen Union vorgesehene Dialog von Video-on-Demand-Anbietern und Netzbetreibern sinnvoll" , sagte Verbandspräsident Achim Berg dem Handelsblatt.

"Eine Verringerung der Videoauflösung kann diese Belastung erheblich reduzieren und damit gleichzeitig die grundsätzliche Verfügbarkeit der Angebote sicherstellen." Video-Streaming mache etwa 60 Prozent des gesamten Datenverkehrs aus, hieß es zuvor. EU-Kommissar Thierry Breton sprach mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung für das Internet durch Videostreaming zu senken. Dabei sei es unter anderem um die Idee gegangen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von 4K- oder HD-Auflösung auf Standardauflösung zu senken.

Die Festnetz- und Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland sieht Berg für die verstärkte Nutzung digitaler Anwendungen und Dienste im Zuge der Corona-Krise aber "gut gewappnet" . "Aktuell verzeichnen die Netzbetreiber beim Datenverkehr einen moderaten Anstieg von etwa zehn Prozent" , erläuterte der Bitkom-Präsident. Die Lastspitzen würden weiterhin in den Abendstunden erreicht, wenn Streaming-Dienste besonders stark genutzt werden. Die Netzbetreiber überprüften jedoch permanent die Stabilität der Netze. "Eventuelle Engpässe können durch ein effektives Netzwerk-Management verhindert werden" , betonte Berg.


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