LTE-Standard noch nicht ausgereift?

Darüber hinaus sei der LTE-Standard, den die Premiumhersteller präferieren, noch gar nicht ausgereift. Die Unternehmen verweigerten sogar unabhängige Tests, um den Entwicklungsstand und die Fähigkeiten überprüfen zu lassen. Von den Unternehmen gebe es bislang noch keinen Beleg, dass deren Technologie ausgereift und einsatzfähig sei, hieß es. Experten rechnen eher damit, dass es noch einige Jahre dauert, bis eine Kurzstrecken-Kommunikation via Mobilfunk zum Einsatz kommt.

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In der Branche ist es ein offenes Geheimnis, dass mit dem WLAN-Standard auch Kleinwagen über eine Vielzahl von Informationen verfügen könnten, während über den Mobilfunk BMW und andere ihre Bezahldienste aufsetzen können. All diesen Argumenten treten die Befürworter der Mobilfunklösung entgegen und beklagen, der Rechtsakt sei nicht technologieoffen. Ihr Standard sei sogar schon verfügbar und erprobt, wie es etwa bei der Telekom heißt.

Ohne den europäischen Rechtsakt gibt es aber kein klares Regelwerk für die Kommunikation von Fahrzeugen, um untereinander verkehrssicherheitsrelevante Daten auszutauschen. Damit droht ein Sprachgewirr, das dazu führen könnte, dass nur Fahrzeuge einer Marke untereinander kommunizieren können, nicht aber zwischen den Marken.

Deutschlands Nein könnte eine Sogwirkung erzeugen

Verkehrskommissarin Violeta Bulc habe sogar in mehreren Telefonaten mit Scheuer und Altmaier davor gewarnt, dass es zum Stillstand beim Aufbau der Kurzstrecken-Kommunikation kommen könnte, hieß es in Regierungskreisen. Nur mit einer hohen Datenmenge ließen sich verlässliche Aussagen zur Verkehrssituation und zu Gefahren treffen. Und die liefern zwangsläufig nur viele Autos, die sich beteiligen.

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Das Finanzministerium hatte zunächst auch einen Ministervorbehalt gegen Altmaier eingelegt, schließlich muss es als Anteilseigner der Telekom deren Interessen wahren. Den Vorbehalt zog das Haus am Mittwoch laut Regierungskreisen zurück und stimmte damit der ablehnenden Haltung von Verkehrsminister Scheuer zu - ganz im Sinne der Telekom und von BMW.

Offen blieb, wie sich das Landwirtschaftsministerium verhält. Gemäß den Interessen der großen Landmaschinenhersteller müsste das Ministerium den Rechtsakt unterstützen. Allerdings hieß es, dass man nicht gegen den Chef des Bundeskanzleramtes votiere. Entsprechend gab es kein Votum ab, wie es später hieß.

Damit wird Deutschland den Rechtsakt ablehnen. Im Rat ist eine qualifizierte Mehrheit zur Ablehnung nötig. Dies entspricht 16 ablehnenden Staaten, die 65 Prozent der Bevölkerung repräsentieren. Eine Mehrheit war bisher nicht in Sicht. Nun könnte sich dies mit der Haltung Deutschlands ändern. Es könne mit seinem Nein eine Sogwirkung erzeugen, hieß es in Regierungskreisen.

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 EU-Vorschlag abgelehnt: Scheuer setzt sich im Streit ums Auto-WLAN durch
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pferdinand 08. Jul 2019

Datenrate ist wichtig aber nicht alles. Ich verweise da gern auf meinen Post zum Thema...

quineloe 08. Jul 2019

Das Wetter wird's früher richten: https://www.der-postillon.com/2019/05/hitzewelle-cdu.html

cpt.dirk 08. Jul 2019

Die Vorteile eines Richtdesigns dürften die Nachteile eines Isodesigns doch deutlich...

quark2017 07. Jul 2019

Das Finanzministerium hat da wohl irgendwas falsch verstanden. Seit wann MUSS ein...



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