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EU-Vorhaben: Autohersteller warnen vor steigenden Kosten ohne US-Technologie

Die EU will sich stärker von US-Technologien emanzipieren. Europäische Autohersteller warnen vor den Auswirkungen – vor allem den Kosten.
/ Tobias Költzsch
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Die Autofertigung bei Stellantis in Sausheim, Frankreich (Bild: SEBASTIEN BOZON / AFP via Getty Images)
Die Autofertigung bei Stellantis in Sausheim, Frankreich Bild: SEBASTIEN BOZON / AFP via Getty Images

Volvo und Stellantis haben vor einer zu weitreichenden Emanzipation von US-amerikanischer Technologie gewarnt. Wie die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) (FT) berichtet, würde die Loslösung von den USA zu höheren Kosten und kleineren Marktanteilen führen. Die EU hat vor Kurzem einen Plan vorgestellt, der die Abhängigkeit von Technologien von außerhalb Europas reduzieren soll.

Mit ausschlaggebend war wohl die Entscheidung der US-Regierung, Anthropics neue Mythos-Modelle für die Nutzung außerhalb der USA zu sperren. Europa ist vor allem bei Chips, KI und digitalen Diensten stark von Unternehmen aus den Vereinigten Staaten abhängig.

Der CEO von Volvo, Hakan Samuelsson, sagte, dass Europa der einzige Verlierer wäre, wenn die EU Marktbeschränkungen auf Technologie aus den USA auflegen würde. Der CTO von Stellantis, Ned Curic, weist auf steigende Kosten hin.

Zertifikationssystem soll Technologien bewerten

Ein vierstufiges Zertifikationssystem soll verschiedene Technologien hinsichtlich ihrer Abhängigkeit von Nicht-EU-Unternehmen bewerten. Die aktuellen Pläne der EU sehen keinen expliziten Ausschluss von US-Unternehmen bei Ausschreibungen vor. Die Autohersteller haben aber offenbar die Befürchtung, dass bei zu drastischen Maßnahmen ihr Geschäft geschädigt werden könnte.

Samuelsson würde europäische Alternativen zu US-Technologien begrüßen, verweist aber darauf, dass der Wettbewerb auf dem freien Markt dies regeln solle. Die EU bewertet ihr Vorhaben nicht als schädlich für die heimische Industrie: "Im Gegenteil: Das Paket zur technologischen Souveränität wird dazu beitragen, Investitionen, Innovationen und Skaleneffekte zu fördern", so die Kommission.

Autohersteller aus der EU verwenden viele Chips aus den USA sowie KI-Systeme und Cloudanwendungen. Für die Hersteller problematisch dürfte die meist preiswertere Konkurrenz aus China sein. Volvo selbst gehört zum chinesischen Unternehmen Geely, die Firmenzentrale sowie Forschung und Entwicklung und große Teile der Fertigung sind aber in Europa angesiedelt.


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