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EU-Urheberrechtsreform: Youtube droht Europäern mit verschärftem Geoblocking

Youtube-Chefin Wojcicki hält die geplanten EU-Urheberrechtsregeln für finanziell zu riskant. Europäern drohe die Gefahr, von den weltweiten Youtube-Inhalten ausgeschlossen zu werden.

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Youtube-Chefin Susan Wojcicki warnt vor den Folgen der EU-Urheberrechtsreform.
Youtube-Chefin Susan Wojcicki warnt vor den Folgen der EU-Urheberrechtsreform. (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Youtube hat im Streit über die EU-Urheberrechtsreform nachgelegt. In einem neuen Blogpost warnte die Chefin der Videoplattform, Susan Wojcicki, vor den negativen Auswirkungen der Pläne. Sollten die Online-Plattform künftig unmittelbar für die Urheberrechtsverletzungen von Nutzern haften, "könnten die potenziellen Verpflichtungen so groß werden, dass kein Unternehmen ein solches finanzielles Risiko übernehmen könne", warnte Wojcicki. Die Nutzer in Europa könnten daher von Videos ausgeschlossen werden, bei denen die Rechtelage nicht völlig eindeutig sei. Mit einer ersten Warnung im Oktober hatte Wojcicki viele Youtuber in helle Aufregung versetzt.

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Der Vorschlag des EU-Parlaments zu Artikel 13 der EU-Richtlinie sieht vor, das sogenannte Providerprivileg für Online-Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten abzuschaffen. Bislang gilt das sogenannte Notice-and-takedown-Prinzip. Demnach müssen die Plattformen erst reagieren, wenn sie von Rechteinhabern über Verstöße informiert wurden. Die Google-Schwesterfirma Youtube hat ein eigenes System mit dem Namen Content ID aufgebaut, um geschützte Inhalte unmittelbar beim Hochladen zu erkennen.

Selbst solche Vorkehrungen würden Plattformen nicht davor schützen, für Urheberrechtsverstöße von Nutzern zu haften. Das gilt nach Darstellung von Wojcicki auch in solchen Fällen, bei denen es mehrere Rechteinhaber an einem Werk gibt. Die Youtube-Chefin nannte als Beispiel das Musikvideo "Despacito", bei dem selbst Youtube nicht alle Rechte habe klären können. Diese Unsicherheit könne zur Folge haben, dass das Video innerhalb der EU blockiert werden müsste.

Die Videoplattform geht offenbar nicht davon aus, dass sich durch die verschärften Haftungsregeln mehr Einnahmen generieren lassen. Schon jetzt würden 98 Prozent des Copyright-Managements über Content ID abgewickelt, sagte Wojcicki. Auf diese Weise seien Rechteinhabern bislang 2,5 Milliarden Euro wegen der Nutzung von Werken durch Dritte ausgezahlt worden. Im vergangenen Jahr hätten Rechteinhaber in der EU 800 Millionen Euro an Einnahmen von Youtube erhalten. Weltweit verdiene die Musikindustrie mehr als 1,5 Milliarden Euro durch Werbeeinnahmen über Youtube.

Ob sich der Vorschlag des Europaparlaments in den laufenden Trilogverhandlungen mit der EU-Kommission und den EU-Mitgliedstaaten durchsetzt, ist allerdings offen. Die Mitgliedstaaten plädieren für eine Regelung, die das Providerprivileg aufrechterhält, wenn Online-Plattformen mit Rechteinhabern Lizenzvereinbarungen abschließen und ein Filtersystem installieren. Doch selbst diese Regelung wird von vielen Kritikern abgelehnt. Zum einen dürften vor allem kleine Plattformen nicht in der Lage sein, ein solch umfangreiches Rechtemanagement zu betreiben und Filtersysteme aufzubauen. Zum anderen wird vor den Gefahren eines Overblockings durch Filtersysteme gewarnt.



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SchreibenderLeser 30. Nov 2018

Wie ich schon schrieb, grundsätzlich stehe ich hinter der Forderung, dass kreative...

Sofafurzer 15. Nov 2018

gelöscht

FreiGeistler 15. Nov 2018

Man kann es als Musikplayer verwenden, der dann auch nur die Tonspur herunterlädt. Plus...

ManMashine 15. Nov 2018

Stimmt. Und kurrioserweise NUR Seiten die so etwas wie Konkurenz zum Silicon Valley...

Penske1 14. Nov 2018

Ja, gut ist das natürlich nicht und ich will es auch nicht. Aber... Ich konsumiere idR...


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