• IT-Karriere:
  • Services:

EU-Kommission will abwiegeln

Trotz dieser offensichtlichen Problematik versuchte die EU-Kommission in den vergangenen Tagen, die Gemüter zu beschwichtigen. "YouTuber bzw. Nutzer von Plattformen werden auch in Zukunft das tun können, was sie heute tun, nämlich kreative Inhalte hochladen", twitterte Kommissionssprecher Reinhard Hönighaus am Mittwoch und fügte hinzu: "Behauptungen, wegen des EU-Urheberrechts werde es Youtube bald nicht mehr geben, sind Unsinn."

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Norddeutschland
  2. Bauerfeind AG, Jena, Zeulenroda-Triebes

Letzteres stimmt sogar, allerdings hat dies auch niemand behauptet. Dass Nutzer aber mit der geplanten Regelung "auch in Zukunft das tun können, was sie heute tun", ist alles andere als sicher. Es ist zwar kaum zu erwarten, dass Youtube nun reihenweise erfolgreiche Kanäle mit Millionen Abonnenten dicht macht. Doch für viele neue Nutzer könnte es unmöglich werden, mal eben ein Video hochzuladen, das eine außergewöhnliche Situation aufgenommen hat.

Widerspruch von Abgeordneten

Kein Wunder, dass die EU-Kommission sogleich Widerspruch aus dem EU-Parlament erhielt. "Falsch! Der Text des EP [Europaparlaments] birgt Gefahren & Rechtsunsicherheiten", twitterte der SPD-Abgeordnete Tiemo Wölken. Es sei "fahrlässig", vorher zu behaupten, für die Nutzer würde sich nichts ändern. Die Piratenpolitikerin Julia Reda bezeichnete auf Twitter das Vorgehen der EU-Kommission als "unredlich" und fügte hinzu: "Der endgültige Text wird noch verhandelt, aber sowohl Parlaments- als auch Ratstext erfordern Uploadfilter." Selbst wenn Youtube die generelle Möglichkeit zum Hochladen von Inhalten künftig nicht einschränken sollte, müssten Nutzer nach Ansicht Redas damit rechnen, dass Uploadfilter ihre Inhalte häufiger als durch das bisherige Content-ID-System blockieren.

Zudem verschweigt die EU-Kommission, dass möglicherweise etliche kleinere Plattformen nicht in der Lage sein werden, Lizenzvereinbarungen abzuschließen und Uploadfilter zu installieren. Die Möglichkeit, eigene Inhalte hochzuladen, dürfte daher vielfach eingeschränkt werden. Ebenfalls besteht die von Wojcicki angedeutete Möglichkeit, dass europäische Nutzer durch Geoblocking viele Inhalte nicht mehr sehen können. Zusammen mit anderen Vorschlägen der EU-Kommission könnte damit ein europäisches Filternet entstehen.

Fast zwei Millionen Unterstützer für Petition

Befeuert durch die Warnung Wojcickis ist die Lobbyschlacht um das Urheberrecht noch einmal neu entbrannt. So unterzeichneten in den vergangenen Tagen mehrere Hunderttausend Menschen auf Change.org eine Petition gegen das geplante Urheberrecht. Dadurch stieg die Zahl der Unterstützer in kurzer Zeit von einer Million auf 1,85 Millionen. Doch die Abstimmung im vergangenen September im EU-Parlament hatte bereits gezeigt, dass sich die Abgeordneten von den Protesten der Nutzer nicht beeindrucken lassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 EU-Urheberrechtsreform: Droht vielen Youtube-Kanälen wirklich das Aus?
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Elite Dangerous für 5,99€, Planet Zoo für 19,99€, Struggling für 5,99€, LostWinds...
  2. (u. a. Deponia Doomsday für 1,99€, Deponia: The Complete Journey für 2,50€, Pathologic...
  3. (u. a. Yu-Gi-Oh! Legacy of the Duelist für 7,20€, Yu-Gi-Oh! Legacy of the Duelist: Link...

Temp132 12. Feb 2019

Etwas spät die Antwort aber jetzt noch aktueller als zuvor. Ich denke viele von den...

throgh 12. Nov 2018

Wenn ihr hier dann einmal fertig seid mit der großen, bösen "Verschwörung" könntet ihr...

mikavolucer 11. Nov 2018

Zugegeben, mein Beispiel war überspitzt, so wie dein Beispiel. Ich bin ja in den meisten...

Vogel22 09. Nov 2018

Youtube schürt Panik unter seinen Nutzern und instrumentalisiert sie damit für die...

Anonymer Nutzer 09. Nov 2018

Ob es den 30$ pro Jahr Tarif noch gibt, weiß ich nicht. Performance ist okay. Features...


Folgen Sie uns
       


Surface Duo - Fazit

Das Surface Duo ist Microsofts erstes Smartphone seit Jahren - und ein ungewöhnliches dazu. Allerdings ist das Gerät in Deutschland viel zu teuer.

Surface Duo - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /