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EU-Roaming: Ohne Preisaufschlag elfmal mehr mobile Datennutzung

Der Wegfall der Roaminggebühren im EU-Mobilfunkmarkt sorgte dafür, dass Mobilfunk intensiver auch im EU-Ausland genutzt wird. Bei der mobilen Datennutzung war die Steigerung deutlich stärker als im Telefoniebereich.

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Vor allem mobile Datennutzung legt im EU-Ausland deutlich zu.
Vor allem mobile Datennutzung legt im EU-Ausland deutlich zu. (Bild: Pixabay.com/CC0)

Elfmal mehr mobile Datennutzung seit dem Wegfall der Roaminggebühren im EU-Mobilfunkmarkt - das ergibt sich aus einer aktuellen Studie zum EU-Roaming-Markt der EU-Kommission. Hierbei fällt deutlich auf, dass die mobile Datennutzung sehr stark zugelegt hat, seitdem dafür keine Roaminggebühren mehr anfallen. Die Steigerung im Bereich der Sprachtelefonie fällt dagegen vergleichsweise bescheiden aus.

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Seit Juni 2017 sind die Gebühren für Roaming innerhalb des EU-Binnenmarktes entfallen und die EU-Kommission will mit einer aktuellen Studie zeigen, wie sich der Markt seitdem entwickelt hat. Das Zahlenmaterial reicht bis zum ersten Quartal 2019, die zurückliegenden Sommerferien sind also noch nicht erfasst. In das dritte Quartal fallen jeweils die Sommerferien in Europa, daher haben wir jeweils die Werte vom dritten Quartal 2016 - also vor Wegfall der Roaminggebühren - mit dem dritten Quartal 2018 verglichen, dem aktuellen Wert rund um das Sommerferienquartal.

Nach den Ermittlungen der EU-Kommission telefonierte jeder EU-Roaming-Kunde im dritten Quartal 2016 durchschnittlich 8,8 Minuten pro Monat. Im dritten Quartal 2018 hat sich der Wert auf 17,6 Minuten pro Monat pro Kunde verdoppelt. Seit dem Wegfall der Roaminggebühren haben Nutzer deutlich häufiger telefoniert als zuvor. Grob hat sich der Wert auf 17 bis 18 Minuten pro Monat eingependelt - immer gemessen pro Roamingkunde.

Mobile Datennutzung ist noch stärker gestiegen

In absoluten Zahlen zeigt sich bei Sprachtelefonie ein etwas anderes Bild. Dann ergibt sich keine Verdoppelung, sondern fast eine Verdreifachung, weil sich das Telefonievolumen auf mehr Kunden verteilt hat. Von 2,47 Milliarden Telefonminuten im dritten Quartal 2016 gab es eine Steigerung auf 7,23 Milliarden Telefonminuten im dritten Quartal 2018. Im Messzeitraum war dies bisher der Spitzenwert, während die Rechnung pro Kopf hier keinen Spitzenwert erreichte. Das Volumen hat sich also auf besonders viele Nutzer verteilt.

Im Vergleich zur Telefonie hat sich die mobile Datennutzung noch stärker erhöht. In absoluten Zahlen hat sich das mobile Datenvolumen im dritten Quartal 2018 fast verzwölffacht - verglichen mit den Zahlen vom dritten Quartal 2016. Von 16 TByte hat sich die verbrauchte Datenmenge auf 190 TByte erhöht - das ist fast elfmal mehr als zwei Jahre zuvor. Im ersten Sommerquartal ohne Roaminggebühren lag die Datenmenge noch bei 84 TByte.

  • Verbrauch mobiles Datenvolumen pro Kunde (Bild: EU-Kommission)
  • Gesamtes mobiles Datenvolumen in den EU-Ländern (Bild: EU-Kommission)
  • Verbrauch mobile Telefonie pro Kunde (Bild: EU-Kommission)
  • Gesamtes mobiles Telefonievolumen in den EU-Ländern (Bild: EU-Kommission)
Verbrauch mobiles Datenvolumen pro Kunde (Bild: EU-Kommission)

Der Anstieg beim Verbrauch je Nutzer pro Monat ist weniger stark. Im dritten Quartal 2016 wurden 62,4 MByte pro Monat je Mobilfunkkunde verbraucht, zwei Jahre später waren es 439,6 MByte pro Nutzer und Monat. Hier gab es also eine Versiebenfachung.

Laut der Studie ist die befürchtete Preiserhöhung für die Mobilfunktarife im Inland ausgeblieben. Die EU-Roaming-Verordnung ist zunächst bis zum Juni 2022 befristet und die EU-Kommission spricht sich dafür aus, die Regelung beizubehalten.

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NeoChronos 03. Dez 2019 / Themenstart

Aktuell scheint man über Romaing in der EU je höchstens genausoviel oder weniger...

_moTHO 03. Dez 2019 / Themenstart

Selbst schuld. Hat aber nix mit EU-Roaming zu tun

Strulf 02. Dez 2019 / Themenstart

Ja die gibt's leider nicht mehr. War superpraktisch.

lost_bit 02. Dez 2019 / Themenstart

Mhhh.... liegt wohl eher daran, dass man nicht mehr warten muss bis man im Hotel ist um...

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