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Roaming: Mit dem Smartphone ohne Kostenfallen in den Urlaub

Sommerzeit ist Ferienzeit. Dank EU-Roaming lässt sich das Smartphone sorglos im Urlaub nutzen. Für welche Länder gilt das - und was gilt außerhalb Europas?
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Marius Pieruschka
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Dank EU-Roaming können Urlauber das Handy ohne Einschränkungen nutzen. (Bild: Pixabay)
Dank EU-Roaming können Urlauber das Handy ohne Einschränkungen nutzen. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

In Deutschland hat die Urlaubszeit begonnen. Die meisten Menschen wollen auf Reisen ins Ausland nicht auf das Smartphone verzichten, schließlich will man für die Familie in Deutschland erreichbar sein und Urlaubsfotos über das Handy versenden. Wer im Sommerurlaub nach Spanien, Italien oder Griechenland verreist, muss dank EU-Roaming bei der Smartphone-Nutzung keine Mehrkosten befürchten. Für das Surfen außerhalb der EU gibt es Datenpakete, die Urlauber vor Reiseantritt erwerben können. Als Roaming wird die Einwahl des Smartphones in ein fremdes Mobilfunknetz bezeichnet.

Wir erklären, was EU-Roaming ist, und beschreiben im Detail, was bei Reisen nach Großbritannien, in die Schweiz und in Länder außerhalb Europas zu beachten ist.

Seit Juni 2017 gilt in der EU das Prinzip Roam-like-at-Home. Innerhalb der Europäischen Union können Reisende mit ihrem Smartphone wie daheim telefonieren und surfen. Es gelten die Inlandspreise, es fallen keine extra Gebühren für abgehende und ankommende Telefonate an. Beim Versenden von Kurznachrichten und mobilem Surfen gibt es keine Einschränkungen für Reisende.

Die Roaming-Regelung gilt für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union und die EWR-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein. Wer im Sommer nach Zypern reist, sollte beachten, dass EU-Roaming ohne Mehrkosten nur im griechischen Teil der Insel gilt. Für Großbritannien und die Schweiz sind die Konditionen je nach Anbieter unterschiedlich. Gerade bei Reisen in die Schweiz müssen Urlauber genau hinschauen.

Wer in einer deutschen Grenzregion Urlaub macht, sollte darauf achten, dass sich das Smartphone nicht ins Schweizer Mobilfunknetz einwählt. Eine Option ist die Deaktivierung von Datenroaming auf dem Smartphone.

Gerade wer einen älteren Mobilfunktarif oder einen speziellen Businesstarif hat, sollte die Konditionen für Großbritannien und die Schweiz im Vorfeld prüfen. Die Informationen in diesem Beitrag beziehen sich auf aktuelle Smartphone-Tarife für Privatnutzer.

Großbritannien bei den Netzbetreibern und Discountern

Wie sieht es mit Großbritannien aus? Der EU-Austritt des Vereinigten Königreiches erfolgte am 31. Januar 2020. Unabhängig davon behandeln Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 das Land beim Roaming weiterhin wie ein EU-Mitgliedsland. Wer in diesem Jahr in Großbritannien Urlaub macht und einen aktuellen Vertrags- oder Prepaidtarif eines Netzbetreibers nutzt, surft und telefoniert wie in einem EU-Mitgliedsland.

Die meisten Mobilfunkdiscounter wie Aldi Talk, Congstar, Fraenk oder Klarmobil behandeln Großbritannien beim Roaming ebenfalls wie ein Land der EU. Die Netzbetreiber und viele Discounter verweisen aktuell darauf, dass ein solches Vorgehen noch mindestens bis zum 31. Dezember 2025 gilt. Es ist wahrscheinlich, dass diese Regelung für Großbritannien auch in den kommenden Jahren beibehalten wird.

Bei der Vielzahl an Discountern und Prepaid-Anbietern sollten sich Urlauber nicht grundsätzlich darauf verlassen und sich vor der Reise informieren, ob sie in Großbritannien wirklich ohne Extrakosten telefonieren und surfen können.

Die Schweiz bei den Netzbetreibern und Discountern

Bei Urlaubsreisen in die Schweiz ist es komplizierter, es gibt unterschiedliche Regelungen bei den Netzbetreibern. Bei den aktuellen Postpaid- und Prepaidtarifen der Deutschen Telekom ist die Schweiz beim Roaming inbegriffen. Für die Prepaidtarife gilt diese Regelung nur für die Tarifgeneration von Magenta Mobil Prepaid ab August 2024 , bei älteren Smartphone-Tarifen des Bonner Netzbetreibers fallen zum Beispiel Kosten für Telefonate aus der Schweiz nach Deutschland an. Kunden sollten ihren Prepaidtarif vor Reiseantritt prüfen und bei Bedarf in die aktuelle Tarifgeneration wechseln. Nutzer von Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 müssen für die Schweiz extra Pakete buchen.

Für das Surfen in der Schweiz mit einem Giga-Mobil-Tarif bietet Vodafone Easy Travel Woche(öffnet im neuen Fenster) an. Das Paket kostet 21,99 Euro wöchentlich, Kunde können ihren Tarif wie zu Hause nutzen. Telefónica Deutschland hat für O2 Mobile im Juli 2023 drei Roamingpakete für die Schweiz eingeführt. Bei 1&1 stehen ebenso drei Pakete mit 500 MByte, 1 oder 5 GByte(öffnet im neuen Fenster) mit verschiedenen Laufzeiten zur Verfügung.

Vodafone bietet bei den Callya-Tarifen speziell für die Schweiz eine Datenoption(öffnet im neuen Fenster) von 1 GByte für zwei Wochen und 9,99 Euro an. Diese Option sollten Reisende buchen, die mobiles Internet in der Schweiz nutzen wollen. Für den Verbrauch von 50 KByte fallen sonst 0,20 Cent an, 1 MByte kostet so beachtliche 4 Euro. Abgehende Anrufe kosten mit Callya bis zu 1,82 Euro pro Minute, für ankommende Anrufe werden 0,96 Euro pro Minute berechnet.

Für die O2-Prepaid-Tarife gibt es kein spezielles Schweiz-Paket, der Verbrauch wird einzeln abgerechnet: Anrufe aus der Alpenrepublik nach Deutschland kosten 0,54 Cent pro Minute, pro verbrauchtem MByte werden 0,23 Euro berechnet.

Bei dem Mobilfunkdiscounter Congstar fallen seit Ende Mai 2025 beim Daten-Roaming keine Extrakosten an, diese Regelung gilt für die aktuellsten Tarife der Telekom-Tochter. Anders sieht es bei Telefonie und SMS aus. Für einge­hende Verbin­dungen werden 69 Cent pro Minute berechnet, für abge­hende Gespräche 1,49 Euro pro Minute. Der Versand einer SMS kostet 39 Cent, der SMS-Empfang ist kostenlos.

Gelten unlimitierte Flats auch im EU-Ausland?

Auf Reisen innerhalb der EU steht Urlaubern das gleiche Datenvolumen wie in Deutschland zur Verfügung. Gilt dies auch für unlimitierte Datenflats im EU-Ausland? Hier haben Nutzer keine Flat zur Verfügung, sondern es gilt eine Fair-Use-Regelung.

Wie viel Datenvolumen Urlauber im EU-Ausland ohne Mehrkosten haben, hängt von der monatlichen Grundgebühr ab. Es gilt folgende Formel: (Grundgebühr durch Großhandelspreis für 1 GByte) x 2. Als Großhandelspreis wird der Preis bezeichnet, den sich die Netzbetreiber gegenseitig berechnen. Im Jahr 2025 liegt der Preis für 1 GByte bei 1,55 Euro.

Wer mit dem O2 Mobile Unlimited Max für regulär 99,99 Euro im Spanienurlaub surft, kann anhand der Formel ein Datenvolumen von 129 GByte nutzen. Im letzten Jahr, als 1 GByte noch 1,84 Euro kostete, standen Nutzern im EU-Ausland 108 GByte zur Verfügung.

Beim kleinsten O2-Unlimited-Tarif für 42,99 Euro haben Nutzer im EU-Ausland dieses Jahr 55 GByte zur Verfügung. Allnet-Flats für Telefonie und SMS sind von dieser Regelung nicht betroffen, Nutzer können unbegrenzt telefonieren und Kurznachrichten versenden.

Die Großhandelspreise für 1 GByte sinken jährlich, 2026 wird der Preis für 1 GByte bei 1,31 Euro liegen. Reisenden steht im kommenden Jahr bei den unlimitierten Flats somit mehr Inklusivvolumen als 2025 zur Verfügung. So steigt 2026 bei O2 Mobile Unlimited Max das Datenvolumen für das EU-Ausland von 129 auf 152 GByte.

Wer einen 5G-Vertrag hat, kann auch im Urlaub mit 5G surfen

Die EU hatte die Roamingverordnung(öffnet im neuen Fenster) zum 1. Juli 2022 noch einmal neu gefasst. Es gelten seitdem nicht nur die gleichen Preise wie im Heimatland, sondern Nutzer erwarten die gleichen Bedingungen wie zu Hause. Heißt konkret: Wer einen 5G-Vertrag hat, sollte auch im Ausland mit 5G und der gleichen Übertragungsrate surfen können, sofern dort die Mobilfunktechnologie der fünften Generation ausgebaut ist.

Die Netzbetreiber bieten ihren Kunden somit auch im EU-Ausland die gleiche Netzqualität wie im Inland. Ob Reisende einen Vertrag bei Telekom, Vodafone, O2 oder 1&1 haben - das Surfen mit 5G ist heute in den meisten europäischen Ländern möglich, etwa in Griechenland, Italien, Österreich oder Spanien.

In zahlreichen europäischen Ländern haben die Netzbetreiber Kooperationsabkommen mit zwei oder drei Partnern abgeschlossen, was für Reisende von Bedeutung ist. Fällt während des Urlaubs das Mobilfunknetz eines Betreibers aus, wählt sich das Smartphone im Regelfall automatisch in das Netz eines weiteren Anbieters ein. Reisende innerhalb der EU verfügen so immer über eine Mobilfunkverbindung.

Netzbetreiber haben auch außerhalb der EU 5G-Partner

Auch außerhalb der EU können Urlauber in vielen Ländern mit 5G surfen, die deutschen Netzbetreiber haben in den letzten Jahren auch hier zahlreiche Kooperationsabkommen abgeschlossen, zum Beispiel mit Anbietern in Ägypten, der Dominikanischen Republik, der Türkei und den USA.

Die Deutsche Telekom bietet aktuell 5G-Roaming in mehr als 100 Ländern und kooperiert mit 220 Partnern(öffnet im neuen Fenster) . Vodafone ermöglicht in 93 Ländern(öffnet im neuen Fenster) das Surfen mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation. Telefónica Deutschland führt 200 Kooperationspartner im Ausland auf, Reisende können in mehr als 100 Ländern(öffnet im neuen Fenster) mit 5G surfen. 1&1 nennt keine Zahlen zu Kooperationspartnern im Ausland, sondern verweist auf eine Länderliste(öffnet im neuen Fenster) , wo alle verfügbaren Partner aufgeführt werden.

Roaming-Pakete außerhalb der EU bei den Netzbetreibern

Wer außerhalb der Europäischen Union Urlaub macht, kann vor der Reise ein Datenpaket bei seinem Netzbetreiber oder einem alternativen Anbieter buchen, das bei der Ankunft im Reiseland aktiviert wird. So wird gewährleistet, dass es nach dem Urlaub keine Überraschung auf der Rechnung mit hohen Roamingkosten gibt; dazu sind Urlauber mit solchen Paketen nicht auf das WLAN im Hotel angewiesen.

Die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 vermarkten bei ihren Postpaid-Tarifen mehrere Produkte für Reisen außerhalb der Europäischen Union.

Das Angebot der Netzbetreiber ist unübersichtlich, es gibt eine Vielzahl von Paketen. Einzelne Datenpakete ermöglichen ausschließlich mobiles Surfen. Andere Pakete wiederum bieten Telefonie und das Versenden von SMS nach Deutschland und im Urlaubsland.

Telekom bietet kostenloses Datenvolumen

Die Deutsche Telekom bietet ihren Kunden einen kostenlosen Welcome Pass von 1 GByte für Reisen außerhalb der EU. Der Datenpass muss noch in Deutschland über die Mein-Magenta-App im Treueprogramm Magenta Moments gebucht werden und wird im Reiseland aktiviert. Nach dieser Aktivierung ist der Pass für 48 Stunden oder bis zum Verbrauch von 1 GByte gültig. Telekom-Kunden mit einem Mobilfunkvertrag (Postpaid) können den Welcome Pass pro Kalenderjahr bis zu zwei Mal buchen.

Das kostenlose Datenvolumen von 1 GByte soll Reisenden eine erste Orientierung im Reiseland ermöglichen, größere Datenpakete für Roaming sind kostenpflichtig. Die Telekom vermarktet hier ihre Travel-&-Surf-Datenpässe(öffnet im neuen Fenster) mit einer Laufzeit von 14 Tagen für einmalige 29,95 Euro. Nutzer erhalten hier je nach Reiseziel unterschiedliche Datenpakete. Für eine Ägypten-Reise stehen über Travel-&-Surf 8 GByte zur Verfügung, Türkei-Reisende erhalten 20 GByte und USA-Urlauber 40 GByte für 14 Tage und 29,95 Euro.

Travel-&-Surf-Datenpässe erlauben ausschließlich mobiles Surfen. Auf Wunsch lassen sich auch Pakete buchen, die Telefonieren und das Versenden von SMS ermöglichen. Ein Beispiel ist Travel Mobil Basic(öffnet im neuen Fenster) mit 60 Minuten, 100 SMS und 1 GByte. Das Paket, das sich für Reisen in die Türkei oder USA buchen lässt und einen Monat gilt, ist für 14,95 Euro im Vergleich zu den Travel-&-Surf-Datenpässe preislich unattraktiv.

Vodafone vermarktet Datenpakete mit Freiminuten

Auch Vodafone bietet besondere Pakete für den Urlaub in der Türkei und den Vereinigten Staaten. Mit Easy Travel Woche für 21,99 Euro wöchentlich können Reisende in den besagten Ländern wie daheim surfen. Es gilt das Inklusivvolumen des gebuchten Smartphone-Tarifs, wobei Vodafone darauf verweist, dass für manche Tarife Obergrenzen für das nutzbare Datenvolumen im Roaming gelten. Zum Telefonieren stehen 500 Minuten am Tag zur Verfügung, dazu können täglich 500 SMS versendet werden.

Für Länder wie Ägypten oder die Dominikanische Republik lässt sich das Reise Packet World(öffnet im neuen Fenster) für 34,99 Euro wöchentlich buchen. Hier steht Reisenden ein Datenvolumen von 4 GByte für Verfügung, dazu kommen täglich 50 Minuten für Telefonie und 50 Kurznachrichten. Die 50 Minuten lassen sich für Anrufe nach Deutschland oder innerhalb des Reiselandes nutzen.

O2 und 1&1 haben keine großen Datenpakete

Telefónica Deutschland vermarktet für Reisen außerhalb der EU Roaming Plus World, der Reisetarif lässt sich seit April 2025 für 105 Länder buchen . Das Paket mit einem Inklusivvolumen von 2 GByte und einer Laufzeit von 30 Tagen kostet 14,99 Euro. Dieses Paket gilt gleichermaßen für Reiseziele wie Ägypten oder die USA, O2 unterscheidet hier nicht nach Länderzonen. Nach Verbrauch der 2 GByte kann man das Paket erneut buchen, größere Optionen gibt es derzeit nicht.

Bei 1&1 gibt es nur für ausgewählte Länder größere Datenpakete. Für die Türkei und USA bietet der Netzbetreiber ein Paket mit 5 GByte für 39,99 Euro und einer Laufzeit von einem Monat. Alternativ stehen Datenpakete mit 1 GByte für 9,99 Euro und einen Zeitraum von einer Woche zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um die gleichen Roamingpakete, die 1&1 auch für die Schweiz vermarktet.

Für Reisen nach Ägypten und die Dominikanische Republik erhalten Kunden von 1&1 ausschließlich 1 GByte, die Pakete mit einer Laufzeit von einer Woche sind für 49,99 Euro vergleichsweise teuer, zudem bietet 1&1 für die Dominikanische Republik ausschließlich 4G.

Airalo, Nomad und Co - die Alternativen zu den Netzbetreibern

Der Vergleich der Roaming-Datenpakete der deutschen Netzbetreiber für Reisen außerhalb der EU zeigt, dass solche Pakete je nach Anbieter und Reiseland teuer sein können. Hinzu kommt, dass die Netzbetreiber teilweise bei den Laufzeit nicht flexibel sind, so lassen sich zum Beispiel bei Vodafone Datenpakete für 7 Tage buchen, was für einen Urlaub von 14 Tagen nicht ideal ist. Pakete mit einer Laufzeit von einem Monat wie bei Telefónica Deutschland sind wiederum zu lang.

Mittlerweile gibt es neben den Netzbetreibern zahlreiche alternative Anbieter, die große Datenpakete für Auslandsreisen vermarkten; Nutzer benötigen hierzu eine eSIM-fähiges Smartphone. Bekannte Anbieter solcher Roamingpakete sind zum Beispiel Airalo, Holafly, Nomad, Yesim oder Ubigi.

Die Aktivierung des Inklusivvolumens für die Auslandsreise funktioniert bei den eSIM-Anbietern überall ähnlich. In einem ersten Schritt erwirbt man das Datenpaket, im nächsten Schritt schickt der Anbieter einen QR-Code per Mail oder App. Über den Code wird das eSIM-Profil erstellt, das Datenpaket wird bei Ankunft im Urlaubsland aktiviert.

Auch erste deutsche Netzbetreiber ermöglichen das Buchen von Datenpaketen mit einem eSIM-fähigen Smartphone. Vodafone ist im Juni 2025 mit Travel eSIM gestartet . Reisende können für mehr als 200 Länder jeweils Datenpakete mit bis zu 150 GByte buchen.

Welcher eSIM-Anbieter ist die beste Wahl?

Welcher der genannten Roaming-Anbieter ist die beste Wahl für Reisen außerhalb der EU? Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Es ist wichtig, die Anbieter kurz vor dem Urlaub zu vergleichen, die Preise für die Datenpakete sind in Bewegung.

Für Ägypten-Reisende hat aktuell Yesim ein Angebot: 10 GByte mit einer Laufzeit von 30 Tagen kosten 17 Euro. Urlauber mit dem Reiseziel Türkei wiederum sollten sich für Nomad entscheiden, hier kosten 10 GByte mit einer Laufzeit von 30 Tagen derzeit 12,13 Euro.

Auch andere Faktoren spielen bei der Wahl des eSIM-Anbieters eine Rolle. Über Holafly können Nutzer ein Paket zum unlimitierten Surfen genau für den Zeitraum des Urlaubs buchen. Wer 10 Tage in den USA verbringt, zahlt bei Holafly für den Zeitraum 33,90 Euro. Bei Holafly gelten Fair-Use-Grenzen: Nach Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens pro Tag kann die Geschwindigkeit vorübergehend gedrosselt werden. Wer sich den Vergleich der einzelnen eSIM-Anbieter sparen möchte, findet beim Vergleichsportal Mobimatter(öffnet im neuen Fenster) eine Übersicht der verfügbaren Datenpakete.

Wie die Netzbetreiber versprechen auch die eSIM-Anbieter Surfen mit 5G und eine gute Netzabdeckung im Urlaub. Bei allen EU-Verordnungen und Kooperationsabkommen der Netzbetreiber oder den Datenpaketen der eSIM-Anbieter kann die Realität im Urlaubsort anders aussehen. Im griechischen Fischerdorf, am Strand in der Dominikanischen Republik oder beim Kamelreiten in Ägypten dürfen Reisende nicht immer 5G erwarten. Doch im Urlaub sollten hohe Übertragungsraten und die ständige Erreichbarkeit ohnehin auch mal nicht so wichtig sein.

Nachtrag vom 28. Juni 2025, 9:06 Uhr

Der Artikel wurde zur Sommerurlaubssaison 2025 auf den aktuellen Stand gebracht.


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