EU-Richtlinie: Welches USB-C-Kabel wir für unseren neuen Laptop brauchen
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Seit Ende April 2026 müssen auch neu verkaufte Laptops mit einem USB-C-Port zum Aufladen ausgestattet werden. Gleichzeitig sind Hersteller dazu verpflichtet, passende Netzteile optional anzubieten. Es kann deshalb passieren, dass Kunden einen neuen Laptop kaufen und erst einmal kein Netzteil dafür haben. Was müssen wir also beachten? Golem gibt einen Überblick.
Generell wird das neue Gesetz keine alternativen Anschlussmethoden verbieten. Das wird bei einigen Laptops auch nicht möglich sein. Denn USB-C unterstützt mit dem aktuellen Power-Delivery-3.1-Standard nur maximal 240 Watt Leistungsübertragung. Einige Gaming-Laptops oder Workstations benötigen mehr Energie und werden etwa mit passenden Rundsteckern ausgestattet.
Ein Beispiel ist die aktuelle Alienware-M18-R2-Reihe mit proprietärem Stromanschluss an der Rückseite. Aber auch hier besteht die Möglichkeit, den Laptop über USB-C oder wie hier Thunderbolt 5 zu betreiben. Zwei Komponenten sind dabei entscheidend. Zum einen unterstützen unterschiedliche USB-C-Standards auch unterschiedliche Leistungswerte, auch wenn sie sich einen identischen Anschluss teilen.
Zu schwaches Netzteil?
Zum anderen sollte unser USB-C-Netzteil auch genug Strom liefern. Kunden sollten etwa wissen, dass ein USB-C-Netzteil für die Nintendo Switch oder ein Smartphone oft nicht ausreicht, wenn es um das Aufladen eines Laptops geht. So kann das Netzteil der Nintendo Switch maximal 39 Watt, die meisten Smartphone-Netzteile ohne USB Power Delivery nur maximal 15 Watt übertragen.
| Standard mit USB-C-Buchse | maximale Leistung |
|---|---|
| USB 2.0 | 2,5 Watt |
| USB 3.2 Gen1 | 4,5 Watt |
| USB 3.2 Gen2 | 15 Watt |
| USB 3.2 Gen1/Gen2 mit USB-PD | 100 Watt |
| Thunderbolt 3 | 100 Watt |
| Thunderbolt 4 | 100 Watt |
| USB 4 | 100/240 Watt (PD 3.1) |
| Thunderbolt 5 | 100/240 Watt (PD 3.1) |
Um einen Laptop zuverlässig mit Strom zu versorgen, sollten wir mindestens 45 bis 60 Watt einplanen, wenn es sich um einen kompakten Computer ohne externe Grafikkarte handelt. Auch lässt sich der Bedarf von der Infoseite des jeweiligen Prozessorherstellers wie Apple, AMD und Intel ableiten. Dazu müssen wir nur unser CPU-Modell per Websuche finden und dort nach Begriffen wie TDP, Leistung oder Leistungsaufnahme suchen.
Grundsätzlich ist es dabei egal, ob unser Netzteil merklich mehr Leistung zur Verfügung stellen kann. USB definiert eine maximale Stromstärke von 5 Ampere. Die meisten USB-C-Buchsen ohne Power Delivery – das sind eigentlich nur Typ-C-Buchsen an Smartphones und Tablets mit bis zu 15 Watt Leistung – unterstützen zudem nur 5 Volt. Das ist auch die Mindestspannung für USB Power Delivery (PD) und USB-PD 3.1. Allerdings können hier bis zu 20 Volt (PD) und 48 Volt (PD 3.1) Spannung anliegen.
All diese Werte werden zwischen dem Hostgerät und dem Netzteil ausgehandelt und variieren mit der Pin-Belegung der Kabel und Buchsen am Laptop. USB-C stellt nämlich mehrere VBus-Pins für die Spannung zur Verfügung. Moderne Betriebssysteme wie Windows 11 und MacOS 26 geben zudem Bescheid, wenn ein zu klein dimensioniertes Netzteil an der USB-Buchse erkannt wird. Es hilft dabei auch, auf Herstellerangaben zu USB-PD oder sogar USB-PD 3.1 zu achten. Nur solche Netzteile sind mit maximal 100 oder 240 Watt Leistung kompatibel.
Zur Übersicht wurden diverse USB-Standards definiert, an die sich Kabelhersteller aber nur mehr oder weniger halten. Das Problem: Zwar nutzen alle modernen Ladekabel USB-C. Allerdings werden Beschriftungen oft weggelassen.
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