Abo
  • Services:
Anzeige
Jean-Claude Juncker fordert die Abschaffung von Roaminggebühren auch für Eramus-Studenten.
Jean-Claude Juncker fordert die Abschaffung von Roaminggebühren auch für Eramus-Studenten. (Bild: John Thys/AFP/Getty Images)

EU-Kommission: Juncker verspricht freies WLAN bis 2020 in jedem Dorf

Jean-Claude Juncker fordert die Abschaffung von Roaminggebühren auch für Eramus-Studenten.
Jean-Claude Juncker fordert die Abschaffung von Roaminggebühren auch für Eramus-Studenten. (Bild: John Thys/AFP/Getty Images)

Die digitale Wirtschaft gehört zu den Prioritäten von EU-Kommissionspräsident Juncker. Allerdings scheint er sich bei digitalen Fragen nicht immer so gut auszukennen wie beim Thema Steuertricks.

Bis 2020 soll es in den Zentren aller europäischen Dörfer und Städte freies WLAN geben. Dieses Ziel gab EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg aus. In der schriftlichen Fassung seiner Rede zur Lage der Europäischen Union sagte er: "Wir schlagen heute vor, bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder europäischen Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten."

Anzeige

Juncker kündigte zudem einen neuen Vorschlag für die Roaming-Gebühren im EU-Ausland an. "Politisch zu sein heißt auch, technokratische Fehler sofort zu bereinigen", sagte Juncker mit Blick auf den früheren Vorschlag, der nach breiter Kritik zurückgezogen worden war. Die neue Regelung gelte nicht nur für "Geschäftsleute, die zwei Tage ins Ausland reisen" oder "für Urlauber, die zwei Wochen in der Sonne verbringen", sagte Juncker und fügte hinzu: "Sondern für alle, die im Ausland arbeiten. Und für die Millionen von Erasmus-Studenten, die ein oder zwei Semester im Ausland verbringen."

Merkwürdige Warnung vor Überwachungsdrohnen

Juncker verteidigte in seiner Rede die Pläne zur Reform des Urheberrechts. "Ich möchte, dass Journalisten, Verlage und Urheber eine faire Vergütung für ihre Arbeit erhalten. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob ein Werk im Studio oder im Wohnzimmer entstanden ist, ob es offline oder online verbreitet wird, ob es über einen Drucker vervielfältigt oder zu kommerziellen Zwecken ins Netz gestellt wird." EU-Digitalkommissar Günther Oettinger wollte am Mittwochnachmittag seine umstrittenen Pläne für ein europäisches Leistungsschutzrecht vorstellen.

Etwas merkwürdig äußerte sich der Kommissionspräsident zum Thema Datenschutz. "Europäer möchten keine Drohnen, die über ihren Köpfen kreisen und jede ihrer Bewegungen aufzeichnen oder Unternehmen, die alle ihre Mausklicks speichern. Denn in Europa spielt der Schutz der Privatsphäre eine Rolle. Das ist eine Frage der Menschenwürde." Bislang sind keine Pläne bekannt, flächendeckend Bewegungsprofile mit Hilfe von Drohnen zu erstellen. Auch gibt es keine Unternehmen, die "alle Mausklicks" von Nutzern speichern.

EuGH-Urteil könnte WLAN-Ausbau fördern

Ebenfalls verteidigte Juncker das Vorgehen der EU-Kommission gegen den US-Konzern Apple. "In Europa werden Verbraucher vor Kartellen und Marktmissbrauch durch mächtige Unternehmen geschützt. Das gilt auch für Wirtschaftsgiganten wie Apple. In Europa nehmen wir es nicht hin, dass mächtige Unternehmen in Hinterzimmern illegale Steuerdeals aushandeln", sagte Juncker. Dem früheren luxemburgischen Ministerpräsidenten wird jedoch vorgeworfen, sein Land selbst zu einer Steueroase in der EU gemacht zu haben.

Juncker machte keinerlei Angaben, wie der Aufbau freier WLAN-Angebote in allen europäischen Dörfern umgesetzt oder gefördert werden soll. Dazu wollte sich Oettinger ebenfalls am Nachmittag äußeren, wie er twitterte. Hilfreich könnte dabei ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) werden, das für Donnerstag erwartet wird. Dabei geht es um die sogenannte Störerhaftung. Der EuGH soll die Frage klären, ob Gewerbetreibende, die unentgeltlich ein WLAN zur Verfügung stellen, ein Anbieterprivileg im Sinne der "Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr" (2000/31/EG) genießen. Möglicherweise könnten die Luxemburger Richter noch über die Vorgaben hinausgehen, die die große Koalition für Betreiber offener WLANs festgelegt hat. Kritiker hatten moniert, dass das im vergangenen Juni beschlossene Gesetz zur Abschaffung der Störerhaftung die Gefahr von Abmahnungen und Schadenersatzansprüchen nicht völlig beseitigt.


eye home zur Startseite
germanTHXX 15. Sep 2016

Gratis Trinkwasser an öffentlichen Plätzen! Am/Vorm Rathaus nen Trinkwasserspender und...

ManMashine 15. Sep 2016

dann würde es sicher Sinn machen. Nicht aber weil man auch den letzten...

JanS 14. Sep 2016

http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Fallersleben/Schnelles-Internet-fuer-alle-Ortsteile...

RichardEb 14. Sep 2016

... Das die Anbindung in vielen Dörfern 100kb/s (gesamt) nicht überschreiten wird hat er...

TC 14. Sep 2016

ein ungeschriebenes Gesetz besagt, daß Dinge die man vor einer Wahl verspricht, später...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TARGIS GmbH, Oldenburg
  2. M&M Software GmbH, St. Georgen, Hannover
  3. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin
  4. FAG Industrial Services GmbH, Herzogenrath, Aachen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  2. (u. a. Underworld Awakening 9,99€, Der Hobbit 3 9,99€ und Predestination 6,97€)
  3. (u. a. Das Boot, Memento, Ohne Limit und No Escape)

Folgen Sie uns
       


  1. MWC Shanghai

    LTE-Technologie erreicht Latenz von unter zwei Millisekunden

  2. Landkreis Plön

    Tele Columbus bringt Gigabit-Zugänge in 15.000 Haushalte

  3. Innovation Days

    Ericsson liefert Basisstation an 5G Lab Germany

  4. Für Lokalsender

    Kabelnetzbetreiber wollen 250 Millionen Euro Rundfunkgebühr

  5. Linux-Kernel-Security

    Torvalds bezeichnet Grsecurity als "Müll"

  6. Zolo Liberty Plus

    Drahtlose Ohrstöpsel auf Kickstarter für nur 100 US-Dollar

  7. Eckpunkte

    Bundesnetzagentur sieht 5G bei 2 GHz und 3.400 bis 3.700 MHz

  8. Internet sofort

    Das Warten auf den Festnetzanschluss kann teuer werden

  9. Ransomware

    Petya-Kampagne nutzt Lücke in Buchhaltungssoftware

  10. 10 GBit/s

    Erste 5G-Endgeräte sind noch einen Kubikmeter groß



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mieten bei Ottonow und Media Markt: Miet mich!
Mieten bei Ottonow und Media Markt
Miet mich!
  1. Online-Handel Websperren sollen Verbraucherschutz stärken
  2. United-Internet-Übernahme Drillisch will weg von Billigangeboten
  3. Übernahmen Extreme Networks will eine Branchengröße werden

Oneplus Five im Test: Der Oneplus-Nimbus verblasst - ein bisschen
Oneplus Five im Test
Der Oneplus-Nimbus verblasst - ein bisschen
  1. Smartphone Der Verkauf des Oneplus Five beginnt

Monster Hunter World angespielt: Dicke Dinosauriertränen in 4K
Monster Hunter World angespielt
Dicke Dinosauriertränen in 4K
  1. Shawn Layden im Interview Sony setzt auf echte PS 5 statt auf Konsolenevolution
  2. Square Enix Die stürmischen Ereignisse vor Life is Strange
  3. Spider-Man Superheld mit Alltagssorgen

  1. Re: Telekom-Grätsche?

    DerDy | 22:46

  2. Re: Kein Wunder, wenn man bedenkt, was letzte...

    Bautz | 22:44

  3. Re: Nonchalant? Echt jetzt?

    superdachs | 22:40

  4. 4G in indonesien zum vergleich

    narfomat | 22:29

  5. Re: geht ja...

    nille02 | 22:22


  1. 18:23

  2. 17:10

  3. 16:17

  4. 14:54

  5. 14:39

  6. 14:13

  7. 13:22

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel