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EU-Kommission: Google muss in EU 2,42 Milliarden Euro Strafe zahlen

Milde Strafe für Google , statt 9 Milliarden Euro will die EU nur 2,4 Milliarden Euro. Der Konzern soll seinem Preisvergleichsdienst einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft haben.
/ Achim Sawall
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Google-Logo in Kanada (Bild: Peter Power/Reuters)
Google-Logo in Kanada Bild: Peter Power/Reuters

Die EU-Kommission verhängt eine Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google. Die Suchmaschine benachteilige Konkurrenten bei der Online-Produktsuche, erklärte die Wettbewerbsbehörde am 27. Juni 2017(öffnet im neuen Fenster) . Google habe seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es einem anderen Google-Produkt - seinem Preisvergleichsdienst - einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft habe, erklärte die EU-Kommission.

Die Wettbewerbsstrafe fällt sehr niedrig aus, sie hätte bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes betragen können. Im vergangenen Jahr setzte Google 90,27 Milliarden US-Dollar um. Der Konzern erzielte allein im ersten Quartal 2017 einen Gewinn in Höhe von 5,43 Milliarden US-Dollar.

Der Internetkonzern müsse dieses Verhalten nun innerhalb von 90 Tagen abstellen. Ansonsten muss es Zwangsgelder von bis zu 5 Prozent des durchschnittlichen weltweiten Tagesumsatzes seiner Muttergesellschaft Alphabet zahlen.

Google Preisvergleichsdienst unfair

Die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager sagte: "Google hat vielmehr seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es seinen eigenen Preisvergleichsdienst in seinen Suchergebnissen ganz oben platziert und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft hat."

Die Wettbewerbsbehörde eröffnete ihre Untersuchung über die Praxis von Google erstmals im Jahr 2010. Die EU-Entscheidung ist nicht das Ende des Verfahrens. Alphabet kann jeder Entscheidung bei den Obersten Gerichten der EU in Luxemburg widersprechen. Bis zu einem endgültigen Urteil kann es darum noch Jahre dauern. Andere EU-Wettbewerbskonflikte mit Google über seine Android-Betriebssysteme und den Werbungsservice Adsense sind noch offen.


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