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EU-Kommission: Europa will mit fünf KI-Gigafabriken führend werden

Führend werden wollte die EU auch schon bei 5G und Souveränität war das Ziel von Gaia-X.
/ Achim Sawall
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Grafische Darstellung des Jülicher Supercomputers JUPITER (Bild: Forschungszentrum Jülich)
Grafische Darstellung des Jülicher Supercomputers JUPITER Bild: Forschungszentrum Jülich

Mit fünf Gigafabriken möchte die EU den Rückstand bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz aufholen. Das geht aus einem Aktionsplan der EU-Kommission hervor, der dem Handelsblatt vorliegt(öffnet im neuen Fenster). Am 9. April 2025 will Kommissarin Henna Virkkunen, zuständig für technische Souveränität, das Vorhaben offiziell präsentieren.

"Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, ein führender KI-Kontinent zu werden", heißt es im Entwurf des Aktionsplans. Nötig seien dafür "mutige Maßnahmen". Dafür plant die EU-Kommission, bis zu fünf Gigafabriken für künstliche Intelligenz in der EU zu errichten. Außerdem will sie die europäische KI-Regulierung anpassen, um kleinere Unternehmen zu entlasten.

Profitieren könnten von dem Aktionsplan Deutschland und insbesondere der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Dort entsteht am Standort Jülich bereits eine KI-Fabrik, die nach Informationen des Handelsblatts Chancen darauf hat, die Ausschreibung für Deutschland zu gewinnen und zu einer Gigafabrik zu werden. Eine KI-Gigafactory ist 10- bis 100-mal größer als eine normale KI-Fabrik. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst sagte dem Handelsblatt: "Wir haben die besten Voraussetzungen, um führende Digital- und Quantenregion in Europa zu werden."

Tech-Pläne der EU-Kommission und Wirklichkeit

Solche Pläne präsentiert die EU-Kommission jedoch beim Auftauchen jeder neuen Technologie: Die EU-Kommission hatte im September 2016 einen Plan zur Förderung der EU-Bemühungen um den Aufbau von 5G-Infrastrukturen und -Diensten in ganz Europa auf den Weg gebracht. Auch hier wurden die Ziele wie eine volle Abdeckung in städtischen Regionen bis 2025 nicht erreicht.

Auch das europäische Projekt Gaia-X, das eine Cloudinfrastruktur in der EU aufbauen und als Gegenpol zu internationalen Clouddiensten der US-Hyperscaler dienen sollte, ist laut Nextcloud "tot". Entscheidend für den Erfolg solcher Vorhaben ist die Geschwindigkeit der Umsetzung und eine extrem hohe Kapitalausstattung.


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