Abo
  • Services:

EU-Kommission: Apple soll 13 Milliarden Euro an Steuern nachzahlen

Das war dann doch ein bisschen wenig: Apple hat jahrelang weniger als ein Prozent Steuern auf seine Gewinne in Europa gezahlt. Das sei ein unzulässiger Steuervorteil, sagt EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Den soll Apple jetzt an Irland zurückzahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple: Irland will keine Nachzahlung.
Apple: Irland will keine Nachzahlung. (Bild: Jon Rawlinson/CC-BY 2.0)

Der US-Konzern Apple soll 13 Milliarden Euro an Irland nachzahlen. Das hat die Kommission der Europäischen Union (EU) beschlossen. Apple hat nach Ansicht von EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager jahrelang zu wenig Steuern gezahlt.

  • Irland gewährt Apple aus Sicht der EU-Kommission eine unzulässige Steuerersparnis. (Grafik: EU)
Irland gewährt Apple aus Sicht der EU-Kommission eine unzulässige Steuerersparnis. (Grafik: EU)
Stellenmarkt
  1. Fachhochschule Südwestfalen, Hagen
  2. Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg

Nach Ansicht der EU-Kommission hat Irland Apple über Jahre günstige Steuerkonditionen gewährt, um den Konzern als Arbeitgeber zu gewinnen. Das sei aber eine wettbewerbswidrige Beihilfe. "Mitgliedstaaten können nicht ausgewählten Unternehmen Steuervorteile gewähren - das ist nach EU-Vorschriften für staatliche Beihilfen unzulässig", sagte Vestager.

Apples Steuersatz lag bei 0,005 Prozent

Die EU-Kommission hat seit einigen Jahren wegen dieser Steuervergünstigungen ermittelt. Die Untersuchung habe ergeben, dass Irland Apple Steuervorteile gewährte, weshalb Apple über viele Jahre wesentlich weniger Steuern gezahlt habe als andere Unternehmen, sagt Vestager. Der Steuersatz auf die europäischen Gewinne sei von 1 Prozent im Jahr 2003 bis auf 0,005 Prozent im Jahr 2014 gesunken.

Die Kommission verlangt, dass Apple die gesparten Steuern inklusive Zinsen an Irland zurückzahlt. Das Land will das Geld aber gar nicht. Er sei mit der Entscheidung der Kommission überhaupt nicht einverstanden, sagte Irlands Finanzminister Michael Noonan. "Die Entscheidung lässt mir keine andere Wahl, als das Kabinett um Zustimmung für einen Einspruch zu bitten."

Auch Apple will Widerspruch gegen die Entscheidung der EU-Kommission einlegen.

Nachtrag vom 30. August 2016, 14:20 Uhr:

In einem offenen Brief auf der Apple-Website hat Apple-Chef Tim Cook die Entscheidung der EU-Kommission kritisiert. Nach Auffassung der EU-Kommission habe Apple mit der irischen Regierung eine besondere Vereinbarung über die Steuern getroffen. Diese Behauptung entbehre jeglicher Grundlage, schreibt Cook. "Wir haben nie nach besonderen Vereinbarungen gefragt und diese auch nicht erhalten." Apple sei zuversichtlich, dass die Entscheidung der Kommission keinen Bestand haben werde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 35€
  2. 99€
  3. 39€
  4. 64€

DrWatson 31. Aug 2016

Wie kannst du das beurteilen? Ich denke mal er ist auf einem Level mit dir. Die...

Anonymouse 31. Aug 2016

Widerspruch kann man nicht nur vor Gericht einlegen. Wenn dein Internetanbieter seinen...

Füchslein 31. Aug 2016

Seit wann bezahlen Aktionäre denn Steuern? Reiche Menschen sind nicht reich, weil sie...

Der Supporter 31. Aug 2016

Und was soll uns dein Link in diesem Zusammenhang erklären? Dein Link hat nichts mit den...

ChMu 30. Aug 2016

Sehr gut erklaert. Machen kann man da nichts. Irland verdient gut und hat tausende...


Folgen Sie uns
       


Ryzen 2000 im Test - Livestream

AMDs neuer Ryzen 7 2700X und der Ryzen 5 2600X sind empfehlenswerte CPUs. Vielleicht haben unsere Leser aber noch spezifische Fragen an unseren Tester. Golem.de-Redakteur Marc Sauter stellt sich diesen.

Ryzen 2000 im Test - Livestream Video aufrufen
Ryzen 5 2600X im Test: AMDs Desktop-Allrounder
Ryzen 5 2600X im Test
AMDs Desktop-Allrounder

Der Ryzen 5 2600X ist eine der besten sechskernigen CPUs am Markt. Für gut 200 Euro liefert er die gleiche Leistung wie der Core i5-8600K. Der AMD-Chip hat klare Vorteile bei Anwendungen, das Intel-Modell in Spielen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Golem.de-Livestream Wie gut ist AMDs Ryzen 2000?
  2. RAM-Overclocking getestet Auch Ryzen 2000 profitiert von schnellem Speicher
  3. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs

Datenschutz-Grundverordnung: Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen
Datenschutz-Grundverordnung
Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen

Ab dem 25. Mai gilt europaweit ein neues Datenschutz-Gesetz, das für Unternehmen neue rechtliche Verpflichtungen schafft. Trotz der nahenden Frist sind viele IT-Firmen schlecht vorbereitet. Wir erklären, was auf Geschäftsführung und Admins zukommt.
Von Jan Weisensee

  1. IT-Konzerne Merkel kritisiert Pläne für europäische Digitalsteuer
  2. EU-Kommission Mehr Transparenz für Suchmaschinen und Online-Plattformen
  3. 2019 Schweiz beginnt UKW-Abschaltung

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


      •  /