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EU-Klimaschutzpaket: CDU und CSU in der EU für Verbrennermotoren-Schutz

Unions-Abgeordnete im EU-Parlament lehnen Klimavorgaben ab, die zu einem Ende von Verbrennungsmotoren führen.
/ Andreas Donath
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Reihen-Vierzylinder mit Abgasturboaufladung (Bild: Audi)
Reihen-Vierzylinder mit Abgasturboaufladung Bild: Audi

Die CDU- und CSU-Abgeordneten im Europaparlament wollen keine Klimavorgaben, die zu einem Ende von Verbrennungsmotoren führen würden. "Die Automobilbranche braucht Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Motoren" , heißt es in einem Beschluss, der dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) vorliegt. Der Verbrennungsmotor sei nicht per se klimaschädlicher als der Elektroantrieb. Es komme auf den Treibstoff an.

"Wir weinen nicht dem Diesel nach" , sagte der CDU-Abgeordnete Markus Pieper der Zeitung. Auch er will Elektromobilität fördern. "Aber wir müssen die Tür offenhalten. Wenn die Hersteller die Produktion von Verbrennermotoren stilllegen, gibt es kein Zurück mehr."

Die Abgeordneten wollen den Beschluss nicht als Fundamentalopposition verstanden wissen. "Ein klimaneutrales Europa, dessen Unternehmen Weltmarktführer bei nachhaltigen Technologien sind, wird auch in Zukunft Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen" , heißt es in dem Papier. "Die Klimaziele von Paris sind unser Maßstab" , sagte Pieper – "ohne Wenn und Aber."

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) warnte im Mai 2021 davor , sich beim Klimaschutz im Verkehrssektor allein auf das Elektroauto zu konzentrieren. "Ich glaube nicht, dass dies die Mobilitätsform der nächsten 30 Jahre sein wird, auch wenn ich selbst ein Elektroauto fahre" , sagte der CDU-Bundesvorsitzende damals dem Handelsblatt. "Es gibt auch dort ökologische Auswirkungen etwa bei der Batterieerzeugung und der Gewinnung der Rohstoffe. Wir werden noch viele technologische Sprünge erleben."


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