Abo
  • Services:
Anzeige
Die Telekom ist vom Verdacht unsauberer Praktiken beim Datenaustausch vorläufig entlastet.
Die Telekom ist vom Verdacht unsauberer Praktiken beim Datenaustausch vorläufig entlastet. (Bild: John MacDougall/Afp/Getty Images)

EU-Entscheidung: Telekom-Anbieter verstoßen nicht gegen Kartellrecht

Die Telekom ist vom Verdacht unsauberer Praktiken beim Datenaustausch vorläufig entlastet.
Die Telekom ist vom Verdacht unsauberer Praktiken beim Datenaustausch vorläufig entlastet. (Bild: John MacDougall/Afp/Getty Images)

Die EU-Kommission hat die Deutsche Telekom und zwei weitere Anbieter vom Verdacht unsauberer Praktiken beim Zusammenschalten von Netzen vorläufig freigesprochen. Doch die Wettbewerbshüter wollen den Markt weiter im Auge behalten.

Anzeige

Die Deutsche Telekom, die spanische Telefónica und der französische Orange-Konzern können vorerst aufatmen. Die EU-Kommission hat ihre Untersuchung der Praktiken der drei Telekom-Anbieter beim Zusammenschalten von Netzen abgeschlossen. Die Verdachtsmomente der Kommission hätten sich nicht bestätigt, hieß es.

Den Anbietern war vorgeworfen worden, ihre Vormachtstellung bei Endkunden missbraucht zu haben, um große Internet-Datenübertragungsfirmen auszubooten. Nach eigenen Angaben sind die Kontrolleure der Brüsseler Behörde nun zu der "vorläufigen Überzeugung" gelangt, dass die Praktiken keinen Bruch des EU-Kartellrechts darstellten.

Datenverkehr nicht zum eigenen Vorteil beeinflusst

Es gebe bislang keine ausreichenden Hinweise darauf, dass die Anbieter Wettbewerber bewusst vom "Transitmarkt" oder von Inhalteangeboten ausgeschlossen hätten, hieß es. So sei der Datenverkehr in Zeiten von Engpässen nicht zum Vorteil eigener Angebote beeinflusst worden.

Die Kommission hatte im Juli vergangenen Jahres Razzien bei den drei Providern durchgeführt. Die Unternehmen standen unter anderem im Verdacht, ihre marktbeherrschende Stellung beim sogenannten Peering, dem Austausch großer Datenmengen aus Backbone-Verbindungen an Netzknoten, auszunutzen.

Telekom weist Zusammenhang mit Netzneutralität zurück

Mehrere Netzbetreiber, darunter der US-Anbieter Cogent, hatten sich zuvor bei der EU-Kommission beschwert. Das Unternehmen verkauft Internetanschlüsse, verfügt aber über keine eigene Leitung zu den Privatkunden und ist deshalb auf die Netze etwa der Deutschen Telekom angewiesen. Cogent warf den Providern vor, Inhalteanbieter zu zwingen, für das Peering extra zu zahlen. Auch der US-Backbone-Betreiber Level 3 warf den Telekom-Anbietern vor, im Geschäft mit Endkunden Engpässe bei bestimmten Diensten in Kauf zu nehmen.

Die Telekom argumentierte, wer deutlich mehr Datenvolumen ins Netz des Partners übergebe als andersherum, sollte auch mehr für den Ausbau der nötigen Kapazitäten zahlen. Mit der Netzneutralität im engeren Sinne habe dies nichts zu tun. Als einziger der zehn großen Anbieter organisiert die Telekom den Transport ihres Datenverkehrs durch eigene Peeringabkommen direkt mit anderen Netzbetreibern.

Netflix-Start könnte Konflikt verschärfen

Die EU-Kommission stimmte dieser Argumentation zu. Eine mindere Servicequalität sei nicht auszuschließen, wenn es für das Durchleiten von Daten keine kommerziellen Vereinbarungen zwischen Telekom-Anbietern und Drittparteien gebe. Daher könne es auf gewissen Routen beim Übergang in inländische Netze zu Datenstaus kommen. Sie behielten den Sektor aber weiter genau im Auge, versprachen die Wettbewerbshüter.

Mit dem Start des US-Streamingdienstes Netflix in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, gewinnt die Frage nach dem Zugang zu Kapazitäten weiter an Bedeutung. In den USA hat der Anbieter mit mehren Kabelbetreibern und Telekommunikationsunternehmen Verträge abgeschlossen, um sich bessere Datenleitungen und einen direkten Anschluss an deren Netze zu sichern. Die zuständige US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) untersucht die Vereinbarungen derzeit.


eye home zur Startseite
Yes!Yes!Yes! 07. Okt 2014

Wo bettet Golem Youtube ein? Ich sehe überall nur NonverBlaster, der Flash-Videos von...

Yes!Yes!Yes! 07. Okt 2014

Es spielt doch überhaupt keine Rolle, womit ich die Leitung zum Glühen bringe. Ich habe...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Berlin, Magdeburg, Hannover, Dresden
  2. MCL Computer & Zubehör GmbH, Böblingen
  3. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Mittelerde Collection 25,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. DSLR

    Nikon D850 macht 45,7 Megapixel große Bilder mit 9 fps

  2. Chrome Web Store

    Chrome warnt künftig vor manipulativen Erweiterungen

  3. Separate E-Mail-Adressen

    Komplexe Hilfe gegen E-Mail-Angriffe

  4. Luna Display

    iPad wird zum Funk-Zweitdisplay für den Mac

  5. Centriq 2400

    Qualcomm erläutert 48-Kern-ARM-Chip

  6. Ni No Kuni 2 Angespielt

    Scharmützel und Aufbau im Königreich Ding Dong Dell

  7. Elektroautos

    115 Schnellladestationen gegen Reichweitenangst gebaut

  8. Drohnenlieferungen

    In Island fliegen bald Pizza und Bier

  9. Playstation Now

    Sonys Streamingdienst für PS4 und Windows-PC gestartet

  10. Umweltbundesamt

    Software-Updates für Diesel reichen nicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Threadripper 1950X und 1920X im Test: AMD hat die schnellste Desktop-CPU
Threadripper 1950X und 1920X im Test
AMD hat die schnellste Desktop-CPU
  1. Ryzen AMD bestätigt Compiler-Fehler unter Linux
  2. CPU Achtkerniger Threadripper erscheint Ende August
  3. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test Harte Gegner für Intels Core i3

Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Ausweis: Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
Ausweis
Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
  1. 10 GBit/s Erste 5G-Endgeräte sind noch einen Kubikmeter groß
  2. Verbraucherzentrale Datenlimits bei EU-Roaming wären vermeidbar
  3. Internet Anbieter umgehen Wegfall der EU-Roaming-Gebühren

  1. Ewig gewartet und kaum noch supportet

    HibikiTaisuna | 10:58

  2. Meinen Euro 4 Diesel weggeben?

    Daem | 10:58

  3. Re: Warum?

    Carl Weathers | 10:57

  4. Super Sache, würde ich kaufen, wenn nicht...

    ChoMar | 10:53

  5. Re: Umweltpremie für Touareg - ein Witz

    Kondratieff | 10:51


  1. 10:52

  2. 09:10

  3. 09:00

  4. 08:32

  5. 08:10

  6. 07:45

  7. 07:41

  8. 07:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel