EU-Emissionsvorschriften: Stellantis-Chef sorgt sich um Mobilität der Mittelklasse

Mit den neuen EU-Abgasvorschriften würden Autos für die Mittelklasse zu teuer, warnt Stellantis-Chef Carlos Tavares.

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Carlos Tavares
Carlos Tavares (Bild: Alexander Migl/CC-BY-SA 4.0)

Stellantis-Chef Carlos Tavares hat auf dem "Future of the Car Summit" der Financial Times die Anforderungen an die Autohersteller kritisiert, große Stückzahlen von Elektrofahrzeugen zu verkaufen. Die Mittelschicht könne sich derartige Autos nicht leisten. Elektroautos sind derzeit bei gleicher Größe teurer als Verbrennerfahrzeuge.

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"Wie schützen wir die Freiheit der Mobilität für die Mittelschicht, die es sich vielleicht nicht leisten kann, 35.000 Euro teure batterieelektrische Fahrzeuge zu kaufen, wenn sie heute für das gleiche konventionelle Produkt nur die Hälfte bezahlen?"

Großbritannien will schärfer als die EU sein

Bei der Veranstaltung der Financial Times sprach auch die britische Verkehrsministerin Rachel Maclean und deutete an, dass Großbritannien ein noch strengeres Emissionssystem als die EU einführen werde. "Wir werden unser eigenes Emissionsregime schaffen, nachdem wir die EU verlassen haben", sagte sie.

Großbritanniens Schritt, den Verkauf von Benzin- oder Dieselautos ab 2030 nach und nach einzustellen, hat Stellantis, Eigentümer des Vauxhall-Werks in Ellesmere Port in Großbritannien, dazu veranlasst, Pläne für den Bau des neuen Vauxhall Astra an diesem Standort einzustellen und stattdessen ein Elektrofahrzeug herstellen zu wollen.

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Mit der Warnung, dass preiswerte Autos durch die strengen Abgasvorschriften verschwinden könnten, ist Tavares nicht allein. Auch VW- und Daimler-Manager fürchten derartige Entwicklungen. Schon Anfang 2019 sagte VW-Aufsichtsratsvorsitzender Hans Dieter Pötsch, dass günstige Kleinwagen zunehmend aus dem Programm der Hersteller verschwinden würden. Die heutigen Preise für Kleinwagen seien unhaltbar, wenn Elektromotoren verwendet würden.

Für viele Beschäftigte müssen Lösungen gefunden werden

Das Münchner Ifo-Institut hat berechnet, wie stark sich der Umstieg auf Elektroautos sich auf die Beschäftigung auswirken wird. Je nachdem, wie schnell die Elektromobilität sich durchsetzt, sind bis 2025 zwischen 180.000 und 220.000 Stellen gefährdet. Auf das Jahr 2030 hochgerechnet sind es zwischen 215.000 und 290.000. Die altersbedingten Austritte im Automobilbau liegen bis 2025 bei rund 75.000 Beschäftigten, bis 2030 werden etwa 147.000 in Rente gehen. Somit müssten netto bis 2025 für mindestens 100.000 Beschäftigte neue Aufgaben gefunden werden - zum Jahr 2030 gilt das für mindestens weitere 70.000.

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narfomat 17. Mai 2021

keinesfalls. rechne mir bitte aus oder zeige eine quelle, in welchem szenario (ansonsten...

mj 17. Mai 2021

das ist das problem, auch weite strecken fährt man nicht unbedingt autobahn. fahr mal in...

486dx4-160 17. Mai 2021

Ich hab keinen Bock mehr vom eigenen Auto anhängig zu sein. Abhängigkeit ist nie gut, da...

Bonarewitz 17. Mai 2021

Leider hinter einer Paywall versteckt. Ich denke aber, dass es die gleiche Umfrage ist...

vsp 17. Mai 2021

"Elektrisch betriebene Pkw und Transporter werden in Europa spätestens ab 2027 in allen...



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