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EU: China soll Exporte von Hybridautos freiwillig reduzieren

Chinesische Hybridautos sind in der EU beliebt – und bereiten einheimischen Herstellern Probleme. Die Kommission setzt auf freiwillige Exportkontrolle.
/ Tobias Költzsch
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Hybridfahrzeuge aus China werden in der EU immer beliebter - hier Modelle des Herstellers BYD (Bild: BYD)
Hybridfahrzeuge aus China werden in der EU immer beliebter - hier Modelle des Herstellers BYD Bild: BYD

Die EU soll China um ein Entgegenkommen beim Export von chinesischen Hybridfahrzeugen gebeten haben. Das berichtet die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) (FT) unter Berufung auf drei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Demnach soll China seine Hybrid-Exporte freiwillig im Rahmen eines Abkommens senken, um einen Handelskrieg zu verhindern.

Hintergrund sind die stark gestiegenen Exporte chinesischer Hybrid-Fahrzeuge nach Europa. Im Oktober 2024 hatte China nur 3.800 Hybridautos nach Europa exportiert, im Juli 2026 war die Zahl auf 50.000 gestiegen. Mit den in der Regel günstigeren Fahrzeugen verdrängen die chinesischen Hersteller ihre europäischen Konkurrenten, die auch aus anderen Gründen unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten leiden.

China soll den Export auf einen Anteil von 15 Prozent des EU-Marktes senken, von aktuell ungefähr einem Drittel. Für chinesische Hersteller ist der Export von Hybriden lohnenswert, da die EU nur Einfuhrabgaben von zehn Prozent erhebt. Bei Elektroautos sind es je nach Hersteller bis zu 45 Prozent, weshalb viele chinesische Marken angefangen haben, Elektroautofabriken in Europa zu betreiben.

EU will zur Not auch zu höheren Zöllen greifen

Sollte die chinesische Regierung der Forderung nicht nachkommen, stehen offenbar auch höhere Einfuhrzölle für Hybridfahrzeuge zur Diskussion. "Wenn sie ihre Exporte in unseren Markt nicht einschränken, dann werden wir das tun", zitiert die FT einen EU-Beamten. Auch in anderen Branchen soll China seine Exporte reduzieren, etwa bei Chemikalien.

Der EU-Handelskommissar Maros Sefcovic reist Anfang Oktober 2026 nach Peking zu Handelsgesprächen. Er hoffe auf ein "positives Ergebnis" bezüglich der Versuche, die Handelsbilanz zwischen China und der EU ausgeglichener zu gestalten, erklärt Sefcovic.

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