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EU-Angleichung: Welche Onlinehändler weiter kostenlose Rücksendung erlauben

In einer telefonischen Umfrage haben Amazon, Zalando und Conrad erklärt, trotz der EU-Angleichung die Kosten für Rücksendungen von Paketen auch weiterhin zu übernehmen. Doch andere große Onlinehändler wollen sich noch nicht festlegen oder haben sich gar nicht geäußert.
/ Achim Sawall
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Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images

Viele große Onlineversandhändler haben bereits angekündigt, trotz der neuen Regelung die Kosten für Rücksendungen auch weiterhin zu übernehmen. Eine telefonische Umfrage von Menschdanke(öffnet im neuen Fenster), dem Betreiber von Gutscheinpony.de(öffnet im neuen Fenster) und Schnäppchenfuchs, hat das bestätigt. Danach bieten Marktführer Amazon, Spielzeughändler Mytoys, Handelskonzern Otto, Discounter Lidl, Onlinehändler Tchibo, Elektronikanbieter Conrad sowie die Modehäuser Fashion ID, C&A, H&M und Zalando weiterhin kostenfreie Retouren.

Noch nicht festlegen wollten sich laut der Umfrage Notebooksbilliger.de, der Elektronikdiscounter Saturn, das Premium-Kaufhaus Karstadt und Galeria Kaufhof, der britische Modeversender Asos, der Markenbekleidungsanbieter S.Oliver sowie der Sportartikelshop Runnerspoint.

Bislang keine Stellungnahme abgegeben haben Lensbest, Quelle, Nkd.de, Adidas, Home24, Obi, PosterXXL, Tom Tailor und Docmorris.

Wer im Internet gekaufte Waren wieder zurückschicken will, muss sich ab Mitte Juni 2014 umstellen. Das kommentarlose Zurücksenden von Bestellungen innerhalb von zwei Wochen sei dann nicht mehr möglich, hatte Eva Bell, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin, gesagt. "Verbraucher müssen künftig ausdrücklich den Widerruf ihres Kaufs erklären, am besten schriftlich". Das gelte für Onlinebestellungen wie auch für den Katalog-Versandhandel. Neu ist auch, dass Kunden Rücksendekosten generell selbst tragen müssen, wenn die Firmen sie nicht freiwillig übernehmen. Bisher galt das in Deutschland in der Regel nur für einen Warenwert unter 40 Euro.

Verbraucher müssen ihr Widerrufsrecht nun eindeutig erklären, ab dem 13. Juni kann das auch über ein Telefonat erfolgen, außerdem ist dies per E-Mail, Brief, Fax oder Widerrufformular möglich, das die Händler den Paketen beilegen müssen.

In einer Bitkom-Umfrage gab gut jeder dritte Onlineshopper (36 Prozent) an, zumindest ab und zu ohne Kaufabsicht im Internet zu bestellen. Besonders verbreitet ist dies bei Verbrauchern zwischen 30 und 49 Jahren.

Nachtrag vom 2. Juni 2014, 12:56 Uhr

Docmorris teilte Golem.de mit, dass das Unternehmen die Kosten für Retouren auch weiterhin selbst übernehmen wird.


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