Abo
  • Services:

EU-Angleichung: Rücksendung beim Onlinekauf wird komplizierter

Das einfache Zurücksenden von Onlinekäufen wird in Deutschland abgeschafft. Bald muss schriftlich der Widerruf des Kaufs erklärt werden.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
EU-Angleichung: Rücksendung beim Onlinekauf wird komplizierter
(Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Wer im Internet gekaufte Waren wieder zurückschicken will, muss sich ab Mitte Juni 2014 umstellen. Das kommentarlose Zurücksenden von Bestellungen innerhalb von zwei Wochen sei dann nicht mehr möglich, sagte Eva Bell, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin. "Verbraucher müssen künftig ausdrücklich den Widerruf ihres Kaufs erklären, am besten schriftlich", ergänzte sie. Das gelte für Online-Bestellungen wie auch für den Katalog-Versandhandel. Neu ist auch, dass Kunden Rücksendekosten generell selbst tragen müssen, wenn die Firmen sie nicht freiwillig übernehmen. Bisher galt das in Deutschland in der Regel nur für einen Warenwert unter 40 Euro.

Stellenmarkt
  1. ALBA Nordbaden GmbH, Karlsruhe
  2. Marabu GmbH & Co. KG, Tamm bei Ludwigsburg

Grund für die Änderungen ab dem 13. Juni ist eine Angleichung der Regelungen in der Europäischen Union. Während andere EU-Staaten von den neuen Vorschriften profitieren, weil der Online-Handel dort weniger geregelt war, müssen deutsche Kunden Nachteile hinnehmen - nicht nur bei der Bequemlichkeit. "Deutsche Verbraucher müssen umdenken und können nicht mehr ihrer Routine folgen", so Bell. Ab Juni haben Onlinehändler das Recht, bei Rücksendungen Portogebühren zu erheben.

Große Online-Versandhändler hätten zwar bereits angekündigt, dass sie die Kosten für Rücksendungen auch weiterhin übernehmen wollten. Aber grundsätzlich müssen sich Kunden vor einer Bestellung künftig mehr mit dem Kleingedruckten in den Verträgen beschäftigen.

Dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (Bevh) zufolge werden jedoch die meisten der Internet-Versender nichts ändern. "Ich glaube, dass die meisten unserer Mitgliedsunternehmen reguläre Retouren weiterhin kostenfrei anbieten werden", hatte der Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer erklärt. Retouren im normalen Rahmen seien Teil des Geschäftsmodells im E-Commerce. Es sei aber gut, dass Händler ab Juni ein Instrument hätten, um in Ausnahmefällen Grenzen zu setzen.

Doch in solchen Fällen greift Amazon bereits ein: Im Juli 2013 wurde berichtet, dass Amazon die Konten von Kunden sperrt, die überdurchschnittlich häufig Waren zurücksenden. Firmensprecherin Christine Höger sagte Golem.de: "Maßnahmen wie eine Kontoschließung nehmen wir nur in Ausnahmefällen nach eingehender, umfassender Prüfung vor, wenn eindeutig feststeht, dass bei dem betroffenen Konto kein Einkaufs- und Retourenverhalten eines Verbrauchers vorliegt."

In einer Bitkom-Umfrage gab gut jeder dritte Online-Shopper (36 Prozent) an, zumindest ab und zu ohne Kaufabsicht im Internet zu bestellen. Besonders verbreitet ist dies bei Verbrauchern zwischen 30 und 49 Jahren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 499€ (Bestpreis!)
  2. 569€ (Bestpreis!)
  3. 64,90€ für Prime-Mitglieder (Vergleichspreis 72,88€)
  4. (u. a. LG OLED65W8PLA für 4.444€ statt 4.995€ im Vergleich)

annoula 21. Jun 2014

zu diesem aktuellen Thema schreibe ich im Moment meine Masterarbeit an der Universität...

Technikfreak 28. Mai 2014

noch nicht gemerkt... Mit dem was du schreibst, hast du natürlich recht. Aber ist dir da...

joediboe 28. Mai 2014

Reden wir hier noch vom Gesetzt, um das es im Artikel geht, oder von deiner persönlichen...

crazypsycho 27. Mai 2014

Ne, man muss nur ein vorgefertigtes Formular ausfüllen. Das muss meines Wissens sogar...

FaLLoC 26. Mai 2014

Jaja, die böse EU macht immer alles schlechter. Dass die EU das 14-tägige Rückgaberecht...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate 20 Pro - Hands on

Huaweis neues Mate 20 Pro hat eine neue Dreifachkamera, die zusätzlich zum Weitwinkel- und Teleobjektiv jetzt noch ein Ultraweitwinkelobjektiv bietet. In einem ersten Kurztest macht das neue Smartphone einen guten Eindruck.

Huawei Mate 20 Pro - Hands on Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


    Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
    Künstliche Intelligenz
    Wie Computer lernen

    Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
    Von Miroslav Stimac

    1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
    2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
    3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

      •  /