EU-Alterscheck: Der hohe Preis der Verifikation
Das neue Konzept vermeidet Privacy-Fallen klassischer Alterschecks. Beim Rollout, bei Geräten und bei Plattformen bleiben aber große Lücken.
Die EU-Kommission versucht, einen der heikelsten Zielkonflikte im Netz technisch zu entschärfen: Minderjährige sollen draußen bleiben, ohne dass Erwachsene dafür routinemäßig ihre Identität preisgeben müssen. Die technische Spezifikation für diese Altersverifikation ist öffentlich auf Github einsehbar, die Kommission stuft die Lösung als technisch umsetzungsreif ein.
Der Unterschied zu vielen bisherigen Ansätzen: Die EU will den Schutz nicht über flächendeckende Dokumentenuploads oder biometrische Prüfungen organisieren. Darin liegt die Chance des Konzepts. Es behandelt Altersprüfung nicht automatisch als Identitätskontrolle.