Etisalat: Open Source Mobilfunk wird mit 2- bis 5G getestet

Der Mobilfunkbetreiber Etisalat startet einen großen Open-RAN-Test mit dem US-Anbieter Parallel Wireless. All G steht für 2G, 3G, 4G und künftig auch für 5G per Softwareupdate.

Artikel veröffentlicht am ,
Team von Etisalat
Team von Etisalat (Bild: Etisalat)

Der Mobilfunkbetreiber Etisalat testet Open RAN des US-Herstellers Parallel Wireless auf verschiedenen Landesmärkten im Nahen Osten, Asien und Afrika. Wie Parallel Wireless am 18. Februar 2020 bekanntgab, sollen mit Open RAN 2G-, 3G-, 4G- und 5G-Netze errichtet werden. "Parallel Wireless ermöglicht einen Wechsel zu offenen, softwarebasierten und virtualisierten Open-RAN-Netzwerkarchitekturen, um den Herausforderungen im Hinblick auf Bereitstellung und Kosten zu begegnen", erklärte das Unternehmen.

Stellenmarkt
  1. Support-Specialist (m/w/d)
    Allianz Technology SE, Hamburg
  2. Software Architekt (m/w/d) für die Business Unit Digitalization
    Maag Germany GmbH, Kervenheim, Xanten, Großostheim
Detailsuche

Alle G-Dienste sollen auf einer einheitlichen Software-Plattform zusammengeführt werden. Durch die Entkopplung der RAN-Software von der Hardware könne diese auf günstigen Standardplattformen laufen, was es Etisalat ermöglichen soll, GPP-basierte Multi-Technology-Open-RAN-Basis-Stationen mit virtualisierter 2G-, 3G- und 4G-Technologie bereitzustellen, die auf 5G aufrüstbar seien. Hatem Bamatraf, Finanzchef von Etisalat International, kündigte an, Feldversuche mit verschiedenen Technologiepartnern durchzuführen.

Um Netzdienste flexibler zu produzieren und die Einkaufskosten für die einzelnen Komponenten zu senken, setzten Netzbetreiber bei Hard- und Software verstärkt auf Standardkomponenten, um Netzsteuer- und Datenweiterleitungsfunktionen zu entkoppeln. Open RAN wird wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China derzeit als Alternative zur proprietären Technik von Huawei diskutiert. US-Justizminister William Barr sagte hingegen über Open RAN: "Das Problem ist, dass es sehr ferne Zukunftsmusik ist. Der Ansatz ist völlig ungetestet und würde viele Jahre in Anspruch nehmen, um erfolgreich zu sein." Open RAN sei, wenn überhaupt, dann in einem Jahrzehnt marktreif. Lisa Porter, verantwortlich für Forschung und Entwicklung im Verteidigungsministerium, setzte sich im Dezember 2019 ebenfalls für den Einsatz von Open RAN ein.

Etisalat mit Sitz in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, wurde vor über vier Jahrzehnten, im Jahr 1976, gegründet. Der Mobilfunkbetreiber hat nach eigenen Angaben über 148 Millionen Kunden in 16 Ländern des Nahen Ostens, Asiens und Afrikas: in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Etisalat), Saudi-Arabien (Mobily), Marokko (Maroc Telecom), Pakistan (PTCL), Ägypten (Etisalat Misr), Afghanistan (Etisalat Afghanistan), Mauretanien (Mauritel), Mali (Sotelma), Elfenbeinküste (Moov), Zentralafrikanische Republik (Moov), Gabun (Moov), Togo (Moov), Benin (Moov), Niger (Moov), Burkina Faso (Onatel) und Nigeria (9mobile).

Golem Akademie
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    11./12.07.2022, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Etisalat Group hat eine Marktkapitalisierung von 40,3 Milliarden US-Dollar. Etisalat war einer der weltweit ersten 5G-Betreiber, der Anfang 2019 in den Vereinigten Arabischen Emiraten und auch in Saudi-Arabien startete.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
LG HU915QE
Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
Artikel
  1. Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
    Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
    Was Fahrgäste wissen müssen

    Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

  2. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder: Bundesinnenministerin Faeser ändert Ansicht zu Chatkontrolle
    Sexualisierte Gewalt gegen Kinder
    Bundesinnenministerin Faeser ändert Ansicht zu Chatkontrolle

    Ursprünglich hat die Sozialdemokratin die geplante EU-Überwachung des Internets befürwortet. Nun sagt sie etwas anderes zur Chatkontrolle.

  3. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /