• IT-Karriere:
  • Services:

Ethik: Googles KI-Rat ist schon wieder kurz vor dem Zerfall

Ein angekündigtes Mitglied von Googles KI-Rat ist bereits nicht mehr dabei. Außerdem laufen gegen weitere Experten Petitionen zum Ausschluss aus dem Team. Google-Mitarbeiter halten die Ethik einiger der Forscher für falsch. Der Fokus liege auf Machtnähe statt der Nähe zur Gleichbehandlung von Geschlechtern.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Stühle in Googles Ethik-Rat bleiben wohl teils leer.
Die Stühle in Googles Ethik-Rat bleiben wohl teils leer. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Kaum hat Google seinen KI-Rat Ateac angekündigt, meldet sich Mitglied Allessandro Acquisiti zu Wort und verabschiedet sich aus dem Team. Auf Twitter sagt er: "Ich habe die Einladung in den Ateac-Rat abgelehnt. [...] Ich glaube nicht, dass er das richtige Forum für mich ist, diese wichtige Arbeit (Inklusion und KI-Ethik) anzugehen". Das Onlinemagazin Vox berichtet zudem, dass gegen zwei weitere Mitglieder Petitionen für deren Entfernen aus dem Team eingereicht wurden. Diese sind die Think-Tank-CEO Kay Coles James und die Chefin des Drohnenherstellers Trumbull, Dyan Gibbens.

Stellenmarkt
  1. Börse Stuttgart GmbH, Stuttgart
  2. Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, Freiburg im Breisgau

Damit wären zwei der drei Frauen und einer der fünf Männer im Advanced Technology External Council nicht mehr verfügbar. Zudem gibt es Anschuldigungen gegen Google, dass das Unternehmen Personen wie Kay Coles James einberuft. In einem von mehr als 2.000 Google-Mitarbeitern unterzeichneten offenen Brief steht: "Indem James gewählt wurde, zeigt Google, dass dessen Version von Ethik die Nähe zu Machtpositionen wichtiger ist, als das Wohlbefinden von Transgender- und LGBTQ-Menschen". James sei gegen die "radikale Neudefinition von Geschlecht", da sie "Anstrengungen, um Frauen wirtschaftlich, sozial und politisch zu stärken" zunichte mache, heißt es in einem eigenen Tweet.

Militärprojekte sind noch immer tabu

Auch die Debatte um Militärprojekte kommt wieder auf. Trumbull-CEO Dyan Gibbens hat früher unter anderem an militärischen Drohnen mitgewirkt, was vielen Google-Mitarbeitern wohl missfällt. Im vergangenen Jahr protestierten viele Mitarbeiter gegen das Projekt Maven, das Militärdrohnen mit Bilderkennung von Google ausstatten sollte.

Für Allessandro Acquisiti ist diese Kontroverse um den ehrenamtlichen Ethik-Rat schon vor seiner ersten Sitzung wohl Grund genug, sich davon zu distanzieren. Es wäre nicht verwunderlich, wenn ihm andere folgen würden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,90€ (Bestpreis)
  2. (u. a. Razer Basilisk Ultimate Wireless Gaming-Maus und Mouse Dock für 129€, Asus ROG Strix G17...
  3. (u. a. Samsung GQ65Q80T 65 Zoll QLED für 1.199€, Corsair HS60 Over-ear-Gaming-Headset Carbon...
  4. für PC, PS4/PS5, Xbox und Nintendo Switch

FreiGeistler 08. Apr 2019

Genau. Und für was muss man "die Geschlechter neu definieren"? Das Ding mit dem X...

Hotohori 05. Apr 2019

Das Thema KI-Ethik ist ein so heißes Eisen, dass es abzusehen war, dass das mit so einer...

mvg 04. Apr 2019

Hier sieht man schön eindrucksvoll, dass Monopole nie auf Dauer bestehen können, weil grö...

mnementh 04. Apr 2019

Über 2000 Googler protestieren gegen Kay Coles James, "einige" wehren sich gegen Dyan...

t_e_e_k 04. Apr 2019

...da steht, das sie befürchtet, das für Frauen gewonnene macht, jetzt mit anderen...


Folgen Sie uns
       


Peloton - Fazit

Im Video stellt Golem.de-Redakteur Peter Steinlechner das Bike+ von Peloton vor. Mit dem Spinning-Rad können Sportler fast schon ein eigenes Fitnessstudio in ihrer Wohnung einrichten.

Peloton - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /