Ethernet-Spezialist: Intel kauft Barefoot Networks

Um sich im Ethernet-Segment besser zu positionieren, hat Intel nicht ganz überraschend Barefoot Networks übernommen. Dessen Tofino-Chips sind für 100GbE-Switches gedacht, ein wichtiger Baustein für Cloud-Server.

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Intel-Chef Bob Swan (2. v. r.) und der CEO von Barefoot Networks, Craig Barratt (r.), vor dem Firmengebäude
Intel-Chef Bob Swan (2. v. r.) und der CEO von Barefoot Networks, Craig Barratt (r.), vor dem Firmengebäude (Bild: Intel)

Intel hat Barefoot Networks gekauft, der Preis wurde von den beiden Unternehmen nicht bekanntgegeben. Das im kalifornischen Santa Clara beheimatete Barefoot Networks wurde erst im Mai 2013 gegründet und hat sich auf Ehternet-Switch-Chips spezialisiert. Zu den Geldgebern während der Funding-Phase zählten Alibaba, AT&T, Dell, Google und Tencent mit über 150 Millionen US-Dollar.

Zu den wichtigsten Produkten von Barefoot Networks gehören die Tofino-ASICs (Application Specific Integrated Circuits, fest verdrahtete Schaltungen): Diese Chips schaffen bis zu 6,5 TBit/s und eignen sich für 100GbE-Switches mit 65 Ports. Derartige Technik ist wichtig für Cloud-Server, wo Intel zumindest mit seinen Xeon-CPUs dominiert. Allerdings sind die eigenen Ethernet-Lösungen wie die aktuelle 800-Serie wenig konkurrenzfähig.

Schon 2011 hatte Intel zwar Fulcrum übernommen, der Kauf des Ethernet-Switch-Herstellers brachte aber offenbar mittelfristig nicht den gewünschten Erfolg. Große Marktteilnehmer wie Nvidia und Xilinx haben sich ihrerseits mit der Übernahme von Mellanox für 7 Milliarden US-Dollar und dem Kauf von Solarflare bereits besser positioniert und Broadcom ist ohnehin eine sehr starke Konkurrenz bei Ethernet-Switch-Chips.

Die Zukunft sind beispielsweise Switches mit 51,2 TBit/s für 128 Ports mit 400GbE-Geschwindigkeit, eine Studie bekam Serve The Home auf Open Compute Project (OCP) Summit im Frühling 2018 seitens Facebook gezeigt. Die Vernetzung von Servern ist eines der wichtigsten Themen, egal ob interne Fabrics respektive Interconnects oder externe Verbindungen wie Ethernet. Nicht umsonst treibt Intel daher Entwicklungen wie den Compute Express Link (CXL) voran.

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