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Ethereum soll das Web revolutionieren. Doch es gibt noch viel zu tun.
Ethereum soll das Web revolutionieren. Doch es gibt noch viel zu tun. (Bild: Screenshot Golem.de)

Ethereum: Die Internet-Revolution stottert

Ethereum soll das Web revolutionieren. Doch es gibt noch viel zu tun.
Ethereum soll das Web revolutionieren. Doch es gibt noch viel zu tun. (Bild: Screenshot Golem.de)

Ein dezentrales, zensurfreies Netz: Das will Ethereum mit Hilfe der Blockchain aufbauen. Doch das Projekt leidet nicht nur unter dem rapiden Kursverfall von Bitcoin.
Von Hauke Gierow

Mit Ethereum will der Entwickler Vitalik Buterin auf Basis der Kryptotechnik Blockchain das Web neu erfinden. Das Projekt soll eine völlig neue, dezentralisierte Internetinfrastruktur ermöglichen. Anders als andere Blockchain-Projekte soll Ethereum nicht nur für einen bestimmten Zweck nutzbar sein - wie die Kryptowährung Bitcoin, das Finanzinstrument Colored Coins oder das verteilte Domain Name System Namecoin. Etherium soll vielmehr eine Blockchain mit integrierter Turing-kompletter Programmiersprache sein, mit der alle möglichen Arten von Lösungen erarbeitet werden können. Dies kann einerseits die Umsetzung von intelligenten Verträgen (Smart Contracts) sein oder aber die Ethereum-spezifische Idee von dezentralen autonomen Organisationen (Daos).

So sollen die gesamten Strukturen und Beziehungen innerhalb von Organisationen, Unternehmen oder Projekten mit Hilfe der Blockchain-Technologie im Code abgebildet werden können, und das überwachungsfrei und ohne Zensurmöglichkeit. Es gibt bereits viele Projekte, die auf die Technik Ethereum setzen - doch sie stehen vor großen Herausforderungen. Ethereum ist ein Crowd-finanziertes Projekt. Buterin und sein Team sammelten im Jahr 2013 Bitcoins im Wert von damals mehr als 18 Millionen US-Dollar. Als Gegenleistung erhielten die Nutzer Ether - die Währung von Ethereum, mit der Rechenkapazitäten im Netzwerk erworben werden können.

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Die Ethereum-Software befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase - die erste Version wurde am 30. Juni 2015 mit der öffentlichen Vorstellung der Ethereum-Blockchain veröffentlicht. Mit dem Frontier-Release (Ethereum 1.0) ist derzeit die erste Version der Software verfügbar. Wer sich die entsprechenden Pakete herunterladen will, um die Software selber auszuprobieren, bekommt daher auch eine lange Warnung präsentiert, dass es sich eben nicht um ein fertiges Produkt handelt.

Ethereum umgeht klassische Webstrukturen. Deshalb gibt es auch keine zentralen Server. Speicherkapazitäten und Rechenleistung werden von den Nutzern bereitgestellt.

Die Plattform basiert auf der Blockchain-Technologie, die auch hinter der Kryptowährung Bitcoin steht. Mit Hilfe einer Kette kryptographisch verbundener Blöcke können Informationen in der Blockchain transparent und manipulationssicher abgelegt werden. Denn wer eine Veränderung in einem der Blöcke vornimmt, müsste auch alle weiteren damit verbundenen Blöcke fälschen, um nicht aufzufliegen. Aufgrund der enormen benötigten Rechenkapazität ist das selbst für ressourcenstarke Angreifer kaum machbar.

Ähnlich wie andere Blockchain-Projekte auch ist Ethereum ein libertäres Projekt. Staatliche Regelungen, Gesetze und Verträge außerhalb der Blockchain werden nur mit Widerwillen toleriert. Autorität im Sinne von Ethereum erwächst aus den kryptographischen Berechnungen der Blockchain.

Das Projekt steht vor großen Herausforderungen

Die Ethereum-Software ist noch weit davon entfernt, produktiv genutzt zu werden. Denn Ethereum ist bislang sehr langsam. Eine Anwendung wie ein stabiles, verteiltes Domain-Name-System darauf aufzusetzen, ist damit derzeit nicht realisierbar. Das sieht auch Projektchef Buterin so: "Ethereum 1.0 ist meiner Meinung nach genauso wenig wie andere Blockchain-Projekte inklusive Bitcoin bereit für die Mainstream-Nutzung. Es ist unrealistisch anzunehmen, dass man eine von mehreren Millionen Menschen genutzte Plattform sein kann, wenn es ein Limit von 10 bis 20 Transaktionen pro Sekunde gibt, wie es bei Ethereum derzeit der Fall ist." schreibt er auf Anfrage von Golem.de in einer Mail. Buterin und seine Mitstreiter Vlad Zamfir, Gavin Wood und andere haben deshalb nach eigenen Angaben eine Roadmap entwickelt, mit der die Blockchain-Technologie um den Faktor 1.000 besser skalieren können soll, als es heute der Fall ist. Dieser Prozess werde aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen, so Buterin.

Nach den wichtigsten Prioritäten für die Entwicklung von Ethereum gefragt, nennt Buterin die Anpassung von Ethereum für Smartphones und weniger leistungsstarke Internet-of-Things-Geräte. Außerdem soll ein neues Konsensprotokoll mit dem Namen Casper entwickelt werden, das "ökonomischen Abfall und den Energieverbrauch" um den Faktor 10 bis 100 reduzieren soll.

Ether - die Ethereum-Währung 

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Nzumstein 20. Jan 2017

bin neu hier und wollte mich erkundigen was ihr von zcash haltet? Habe auf http...

Youssarian 15. Okt 2015

Letzteres erübrigt sich oft, wenn zum Denken noch das Verstehen hinzu kommt.

chefin 13. Okt 2015

naja...wenn man es auf den Terminus "anders als früher" reduziert sind beide wieder...

Komischer_Phreak 13. Okt 2015

Dürfte deckungsgleich mit der Gaußschen Verteilung der Intelligenz sein. (Vorsicht, trocken)

hg (Golem.de) 12. Okt 2015

VIelen Dank für den Hinweis. Den Tippfehler korrigieren wir. MfG,



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