Abo
  • Services:

Ether - die Ethereum-Währung

Im Ethereum-Netzwerk wird mit einer eigenen Währung bezahlt: Ether. Wer Rechenkapazitäten im Ethereum-Netzwerk nutzen will, muss diese mit Ether kaufen. Diese Währung soll einen Anreiz darstellen, guten Code zu produzieren - die Berechnung aufwendigen Codes würde schlicht mehr Ether kosten. Es soll also ein Markt für guten Programmcode entstehen. Ether kann auf verschiedenen Marktplätzen mit Bitcoin erworben werden.

Stellenmarkt
  1. niiio finance group AG, deutschlandweit
  2. niiio finance group AG, Lüneburg, Dresden, Frankfurt am Main, Görlitz

Nutzer können außerdem Ether verdienen, indem sie dem Ethereum-Netzwerk Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen. Dies geht zum Beispiel, indem sie sogenannte Decentralised Apps (Dapps) hosten. Die verdienten Ether können sie dann in eigene Projekte investieren, um selbst Rechenleistung im Netzwerk zu kaufen.

Ether ist wiederum in kleinere Einheiten aufgeteilt: Finney, Szabo, Shannon, Babbage, Lovelace und Wei. Wei ist die kleinste Einheit und kann nicht weiter geteilt werden. Immer 1.000 Einheiten einer kleineren Einheit ergeben die nächstgrößere. In der Praxis sind vor allem Ether und Wei wichtig.

Für Rechenleistung braucht es 'Gas'

Die Preise für Rechenleistung werden dabei intern nicht in Ether, sondern in Einheiten von "Gas" berechnet. Um Denial-of-Service-Angriffe zu verhindern, müssen Nutzer für jede gewünschte Berechnung eine maximale Anzahl von Rechenschritten eingeben und angeben, wie viel Gas sie maximal bezahlen wollen. Eine normale Rechenoperation soll 1 Gas kosten - aufwendige Berechnungen können jedoch teurer sein. Gas kann nicht erworben werden. Die Anzahl der benutzten Gas-Einheiten wird daher mit dem aktuellen Gas-Preis (in Wei) multipliziert - heraus kommt der in Ether zu bezahlende Preis.

Ethereum wäre kein Blockchain-Projekt, wenn es nicht menschliche Interaktionen durch Code ersetzen wollte. Aufbauend auf der Idee der intelligenten Verträge soll das Projekt zukünftig autonome Organisationen ermöglichen.

Decentralised Apps, Daos und Autonome Agenten

Mit einem intelligenten Vertrag können bestimmte Aktionen an finanzielle Anreize gekoppelt werden. Person A könnte etwa einen intelligenten Vertrag ausloben und den Ankauf von X Bitcoins zum Preis von Y ankündigen. Sobald die gewünschte Menge Bitcoins zum vorgegebenen Preis eingekauft ist, erlischt der Vertrag automatisch - er ist erfüllt. Auch die Ablösung eines Darlehens könnte auf diese Weise automatisiert werden. Ein intelligenter Vertrag hat außerdem immer mindestens einen direkt involvierten menschlichen Part und unterscheidet sich damit von den später beschriebenen autonomen Agenten. Zudem ist die Zahl der Teilnehmer an einem solchen Vertrag begrenzt, weil er immer auf ein konkretes Ziel gerichtet ist. Bei Erfüllung des Zieles erlischt der Vertrag automatisch.

Die Idee von Ethereum geht jedoch über diese Smart Contracts hinaus: Jede Organisation, online wie offline, ist ein Zusammenspiel von Verträgen, Menschen und anderen Beziehungen. Diese Strukturen soll eine dezentrale autonome Organisation im Ethereum-Netzwerk künftig mittels Code abbilden können. Um eine solche Organisation zu erschaffen und zu verstehen, bedarf es verschiedener Konzepte: intelligenter Verträge, autonomer Agenten und dezentraler Applikationen (Dapps).

Computerviren sind autonome Agenten

Autonome Agenten agieren im Unterschied zu intelligenten Verträgen weitgehend selbstständig, treffen Entscheidungen im Sinne ihres Programmcodes und erfordern nach der Programmierung nur noch ein Minimum an menschlichem Eingreifen. Ein Beispiel für einen autonomen Agenten ist ein Computervirus. Das Virus reproduziert sich selbst auf Basis bestimmter Regeln, meist ohne dass ein direktes Eingreifen der Nutzer erforderlich ist. Das Virus verbreitet sich dann automatisch, etwa über das E-Mail-Adressbuch eines Nutzers.

Denkbar als Umsetzung eines autonomen Agenten mit Ethereum wäre eine Dienstleistung wie ein Cloud-Service, die automatisch skaliert, wenn Nutzerbedarf und Profite es zulassen. Auf Basis der programmierten Regeln mietet der Agent weiteren Speicherplatz und Rechenkapazität an und stellt diese dann gegen Bezahlung zur Verfügung.

Auch das Konzept dezentraler Applikationen ist eine wichtige Grundlage von Ethereum. Es wird bereits in verschiedenen P2P-Applikationen wie Bittorrent eingesetzt, die eine dezentrale Logik mit wenig Overhead implementieren. Der Austausch der Dateien unter den Nutzern wird also im Wesentlichen von den Agenten der Nutzer nach den Regeln des Bittorrent-Protokolls gesteuert. Die einzige verbindliche Information liefert der Tracker, der die verfügbaren Ressourcen überwacht und regelt. Solche dezentralen Applikationen können begrenzte Reputationssysteme unterhalten, bei denen etwa Nutzer sich gegenseitig für gutes Verhalten bewerten können - sie müssen dies aber nicht. Nutzer in diesem System sind also weitgehend auf einer Ebene, es gibt keine nennenswerte Hierarchie. Im Ethereum-Netzwerk werden alle wichtigen Ressourcen dezentral bei den Nutzern gehostet.

 Ethereum: Die Internet-Revolution stottertDezentrales Crowdfunding mit Ethereum 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate bestellen
  2. 119,90€
  3. 915€ + Versand

Bern Hard 14. Aug 2017

Bin jetzt über Google auf das Thema aufmerksam geworden, zwar schon älter aber vielleicht...

Youssarian 15. Okt 2015

Letzteres erübrigt sich oft, wenn zum Denken noch das Verstehen hinzu kommt.

chefin 13. Okt 2015

naja...wenn man es auf den Terminus "anders als früher" reduziert sind beide wieder...

Komischer_Phreak 13. Okt 2015

Dürfte deckungsgleich mit der Gaußschen Verteilung der Intelligenz sein. (Vorsicht, trocken)

hg (Golem.de) 12. Okt 2015

VIelen Dank für den Hinweis. Den Tippfehler korrigieren wir. MfG,


Folgen Sie uns
       


Fazit zu Shadow of the Tomb Raider

Wir tauchen mit Lara in der Apokalypse ab und verfassen unser Fazit.

Fazit zu Shadow of the Tomb Raider Video aufrufen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

Mobile-Games-Auslese: Bezahlbare Drachen und dicke Bären
Mobile-Games-Auslese
Bezahlbare Drachen und dicke Bären

Rundenbasierte Strategie auf dem Smartphone mit Chaos Reborn Adventure Fantasy von Nintendo in Dragalia Lost - und dicke Alpha-Bären: Die Mobile Games des Monats bieten spannende Unterhaltung für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs
  2. Mobile-Games-Auslese Barbaren und andere knuddelige Fantasyhelden
  3. Seismic Games Niantic kauft Entwickler von Marvel Strike Force

    •  /