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eStream: Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb

Der Wohnwagen Airstream eStream besitzt einen eigenen Elektroantrieb nebst Akku . Das entlastet das Zugfahrzeug und eröffnet weitere Möglichkeiten.
/ Andreas Donath
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Airstream eStream (Bild: Thor)
Airstream eStream Bild: Thor

Mit dem Airstream eStream(öffnet im neuen Fenster) hat der US-Wohnwagenhersteller ein Konzept vorgestellt, das einen eigenen Antrieb besitzt. Am Zugfahrzeug angehängt soll das Gefährt dafür sorgen, dass die Reichweite durch die zusätzliche Last nicht eingeschränkt wird. Vor Ort kann das Fahrzeug abgekoppelt mit einer Fernbedienung gesteuert werden, um es beispielsweise in enge Stellplätze zu manövrieren.

Thor Industries als Eigentümer von Airstream hat das Konzeptfahrzeug auf der Florida RV Supershow vorgestellt. Das Fahrzeug soll sogar als Notstromversorgung zu Hause dienen, wenn es vor dem Wohngebäude steht. Auf dem Dach des Campers befindet sich Photovoltaik, die den Akku nachladen kann.

Die Idee ist dabei gar nicht so neu. Dethleffs hatte zusammen mit ZF den E.Home Coco-Anhänger entwickelt und getestet. Thor kaufte 2019 die Erwin Hymer Group, zu der Dethleffs gehörte. Insofern markiert das Airstream-eStream-Konzeptfahrzeug die zweite Generation der Wohnwagen mit eigenem Antrieb.

Jedes Rad wird im Konzeptfahrzeug einzeln angetrieben. Sensoren erfassen die einzelnen Umdrehungsgeschwindigkeiten sowie Richtung und Beschleunigung des Zugfahrzeugs. Auf dieser Basis wird der Anhängerantrieb koordiniert. Der Antrieb solle das Zugfahrzeug entlasten und könne zudem das Handling und die Stabilität des Gespanns verbessern, erklärt der Hersteller.

Der Anhänger könnte zudem als Notstromversorgung für ein Haus und als Akkuspeicher für eine Solaranlage dienen und auch Energie ins Netz einspeisen. Das ist auch bei normalen Elektroautos denkbar, doch der Anhänger hat den Vorteil, dass er die meiste Zeit des Jahres zu Hause stehen dürfte.

Wie schwer der eStream sein wird und wie groß die Kapazität des Akkus sein soll, verriet der Hersteller nicht. Einen Preis gibt es nicht, es handelt sich schließlich um ein Konzeptfahrzeug, das die Möglichkeiten und Überlegungen des Herstellers aufzeigen soll und natürlich auch dazu dient, die Reaktion der potenziellen Kunden zu testen.


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