Estcoin: Estland könnte eigene Kryptowährung erschaffen

Estland denk über die Einführung einer eigenen, staatlichen Kryptowährung nach. Die Erlöse sollen über einen Investmentsfonds der weiteren Digitalisierung des Landes zugutekommen.

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Der Sitz des Riigikogu, des Parlamentes von Estland, in Tallinn
Der Sitz des Riigikogu, des Parlamentes von Estland, in Tallinn (Bild: Wikimedia Commons)

Kasper Korjus, der Chef von Estlands eResidency-Programm, mit dem Ausländer die digitale Infrastruktur des kleinen baltischen Staates nutzen können, hat eine neue Idee vorgestellt. Sie wäre weltweit einmalig: eine von einem Staat ins Leben gerufene Kryptowährung mit dem Namen Estcoin. Noch ist es nur ein Konzept, doch Estland sieht in der Technologie offenbar Potenzial.

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In einem Blogpost schreibt Kasper Korjus: "Estcoin könnte durch die Republik Estland gemanaged werden, aber durch das eResidency-Programm könnten Nutzer weltweit Zugang bekommen. Das Programm könnte durch ein Initial Coin Offering (ICO) gestartet werden." Mit dem Estcoin-Programm könnte es möglich sein, noch mehr Menschen für die eResidency zu begeistern. Bislang hat Estland schon 22.000 digitale Bürger angeworben.

Digitaler Sovereign Wealth Fund

Das eingesammelte Geld könnte, wie es wohlhabende Länder wie Norwegen seit Jahren tun, in einem speziellen staatlichen Investmentfonds gesammelt werden, einem sogenannten Sovereign Wealth Fund. Diese investieren langfristig, meist gespeist durch Rohstofferlöse wie im Fall von Norwegen, oder sie verwalten Außenhandelsgewinne, wie das chinesische Pendant. Die Gelder aus dem Estcoin-ICO würden dann für die Erweiterung der digitalen Infrastruktur Estlands ausgegeben.

"Dies würde es Estland ermöglichen, in neue Technologien und Innovationen für den öffentlichen Sektor zu investieren, von Smart Contracts bis hin zu künstlicher Intelligenz, außerdem könnten diese Innovationen technisch gestärkt und besser skalierbar gemacht werden und mehr Menschen auf der Welt zugutekommen." , heißt es in dem Blogpost von Kasper Korjus.

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Über das eResidency-Programm können mittlerweile auch Unternehmen aus dem Ausland in Estland gegründet werden; für in Deutschland lebende Personen ist dies wegen des Steuerrechts allerdings nicht sehr attraktiv.

Noch handelt es sich, wie gesagt, um einen Vorschlag. Estland scheint aber ernsthaft an der Idee zu arbeiten. Falls es Interesse von Investoren gibt, wäre der nächste Schritt die Erarbeitung eines Whitepapers.

Zuletzt hatte das geplante ICO des Enigma-Projektes für Aufsehen gesorgt, nachdem Hacker die Infrastruktur übernommen hatten und rund eine halbe Millonen US-Dollar erbeuten konnten.

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