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Essen nicht geliefert: Doordash sperrt Lieferanten nach möglichem KI-Betrug

Statt des bestellten Essens lieferte ein Doordash-Fahrer fragwürdige Bilder der erfolgreichen Zustellung. Die Plattform reagierte prompt.
/ Mike Faust
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Ein Doordash-Fahrer während einer Lieferung (Bild: Tom Williams/CQ-Roll Call/Sipa USA via Reuters Connect)
Ein Doordash-Fahrer während einer Lieferung Bild: Tom Williams/CQ-Roll Call/Sipa USA via Reuters Connect

Der US-amerikanische Lieferservice Doordash hat einen Lieferfahrer von seiner Plattform ausgeschlossen, nachdem dieser mithilfe von KI eine Lieferung vorgetäuscht haben soll.

Byrne Howard aus Austin im US-Bundesstaat Texas berichtet in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X(öffnet im neuen Fenster) , dass er via Doordash eine Bestellung tätigte und diese umgehend akzeptiert und als geliefert markiert wurde. Als Bestätigung erhielt er ein Foto seiner Hauseingangstür, auf dem die angeblich gelieferte Bestellung zu sehen war.

Dem von Doordash übermitteltem Foto stellte er ein Bild seiner Eingangstür gegenüber und obwohl die Tür auf dem Doordash-Bild wiedererkennbar dargestellt ist, lässt die Qualität auf eine Beteiligung von KI schließen.

Erfolgreiche Lieferung vorgaukeln

Howard erklärt, dass er nicht glaube, dass die sich als Fahrer ausgebende Person jemals physisch bei ihm zu Hause war. Stattdessen sei versucht worden, Doordash eine erfolgreiche Lieferung vorzugaukeln, um dafür bezahlt zu werden, ohne die Leistung zu erbringen.

Über den genauen Ablauf des Betrugsversuchs spekuliert Howard, dass dafür ein gehacktes Konto eines Doordash-Lieferanten genutzt wurde. Auch greift er die Frage auf, wie ein KI-generiertes Bild bei Doordash hochgeladen werden konnte, obwohl die App nur mit der Kamera-App aufgenommene Bilder akzeptieren soll.

Dies sei möglich, wenn der Lieferant beispielsweise schlechten Empfang habe, will Howard erfahren haben. Auch sei nicht auszuschließen, dass ein Foto direkt an ein API von Doordash gesendet wurde, wenn zum Beispiel ein gejailbreaktes Smartphone verwendet wurde, führt er aus.

Lieferung doch noch erhalten

Dass nicht auffiel, dass die Lieferung unmittelbar als zugestellt markiert wurde, könnte ganz einfach mit einer fehlenden Abfrage von GPS-Standort und Zeitdaten zu erklären sein, so Howard.

Er fügt hinzu, dass er die ganze Geschichte ebenfalls selbst mit KI hätte produzieren und bis auf seine Schilderung keinen Beweis für deren Richtigkeit vorlegen können. Howard wies allerdings darauf hin, dass sich in den Kommentaren ein weiterer Nutzer aus Austin(öffnet im neuen Fenster) gemeldet habe, der mit demselben Doordash-Lieferanten die gleiche Erfahrung gemacht haben will.

Auf eine Anfrage des Medienunternehmens Nexstar teilte Doordash mit(öffnet im neuen Fenster) , dass man den Fall untersucht und das Konto des Lieferanten dauerhaft gesperrt habe. Howard gab zudem an, seine Lieferung direkt nach der Meldung des Vorfalls noch innerhalb des angegebenen Zeitfensters erhalten zu haben.

Im August 2025 versuchte ein Airbnb-Gastgeber mit manipulierten Fotos Schadenersatz von einer Mieterin zu fordern .


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