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ESP32-C3: Espressif bringt zu ESP8266 kompatiblen RISC-V-Controller

WLAN, Bluetooth LE und einen RISC-V-Kern soll der ESP32-C3 bieten. Der Controller soll die Nachfolge des äußerst beliebten ESP8266 antreten.

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Boards mit dem ESP8266 nutzen künftig vermutlich eine RISC-V-CPU. (Bild: Dirk Koller)

Der seit mehr als sechs Jahren verfügbare Microcontroller ESP8266 von Hersteller Espressif bekommt einen Pin-kompatiblen Nachfolger auf Basis einer RISC-V-CPU. Der kommende Chip ESP32-C3 wurde zwar durch den Hersteller selbst noch nicht offiziell angekündigt, jedoch hat das Unternehmen bereits viele verschiedene Hinweise auf den Chip veröffentlicht. Darüber hinaus wurde ein vorläufiger Entwurf der Spezifikationen im Internet veröffentlicht (PDF).

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Dem Datenblatt zufolge nutzt der ESP32-C3 einen 32-Bit-RISC-V-Kern, der mit 160 MHz Takt läuft. Unterstützt werden von dem Chip nur grundlegende Integeroperationen (RV32IMC). Der CPU zur Seite stehen 400 KByte SRAM und 384 KByte ROM. Hinzu kommt WLAN auf dem 2,4-GHz-Band. Der neue ESP32-C3 bietet damit im Prinzip vergleichbare Technik wie der ältere ESP8266. Neu hinzu kommt im Vergleich zu diesem lediglich die Unterstützung für Bluetooth LE, das aber auch bereits von dem etwas leistungsfähigeren ESP32 unterstützt wird.

Zusätzlich zu dem nun verfügbaren Datenblatt finden sich auch im Open-Source-Code von Espressif mehrere Hinweise auf den ESP32-C3 und dessen RISC-V-Basis. Dazu gehört der On-Chip-Debugger OpenOCD sowie die Unterstützung in dem IoT Development Framework von Espressif oder dem Esptool, das zum Untersuchen des Boot-ROMs genutzt wird.

Der ESP8266 ist vor allem als sehr günstiger Chip für kleine Basteleien beliebt, der ESP32-C3 dürfte diesem Erfolg nun direkt folgen. Das gleiche Pin-Layout führt langfristig wohl auch dazu, dass Hersteller von Boards und Geräten den Controller mittelfristig einfach mit dem neueren Modell ersetzen. Auch die Preisgestaltung des ESP32-C3 dürfte ähnlich wie jene des ESP8266 sein.

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