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Didymoon im Visier: Rund 12.000 erdnahe Asterodien sind bekannt.
Didymoon im Visier: Rund 12.000 erdnahe Asterodien sind bekannt. (Bild: Esa (Science Office))

Esa und Nasa: Raumsonde soll Asteroiden aus der Bahn werfen

Didymoon im Visier: Rund 12.000 erdnahe Asterodien sind bekannt.
Didymoon im Visier: Rund 12.000 erdnahe Asterodien sind bekannt. (Bild: Esa (Science Office))

Sonde, Cubesats und ein Landefahrzeug: Wenn 2022 eine US-Sonde auf dem Asteroiden Didymos einschlägt, wird die europäische Sonde AIM ganz nah dabei sein. Ziel der Mission ist, zu erforschen, ob und wie sich die Bahn von Asteroiden verändern lässt.

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Die europäische Raumfahrtagentur (Esa) bereitet ihre nächste Asteroidenmission vor: Sie hat gerade mit den Arbeiten an einer Sonde begonnen, die 2020 zum Asteroiden 65803 Didymos fliegen soll. Die Sonde ist Teil einer Gemeinschaftsmission mit der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa). Ziel der Mission ist, einen Asteroiden von seiner Bahn abzulenken.

Didymos ist ein etwa 800 Meter großer Asteroid, der wiederum von einem kleineren, etwa 170 Meter großen Asteroiden in einer Entfernung von circa einem Kilometer umkreist wird. Daher der Name: Didymos ist griechisch und bedeutet Zwilling. Der kleinere Asteroid hat inzwischen den Spitznamen Didymoon bekommen. Das System war als Ziel für die Mission Asteroid Impact and Deflection Assessment (Aida) 2013 ausgewählt worden.

AIM vermisst Asteroiden

Die Mission besteht aus zwei Raumfahrzeugen: einer Kollisions- und einer Beobachtungssonde. Letztere wird von den Europäern gebaut. Die Esa hat die Arbeit daran gerade aufgenommen. Die Sonde Asteroid Impact Monitor (AIM) wird mit Forschungsinstrumenten ausgestattet sein, darunter Kameras, Radar und Laser. Damit wird sie den kleinen Himmelskörper aus einer Entfernung von etwa 100 Kilometern untersuchen. Auf diese Weise wollen die Forscher Erkenntnisse über die Oberfläche und den Aufbau von Didymoon gewinnen.

Die Sonde soll zudem weitere Raumfahrzeuge transportieren und am Ziel absetzen. Dazu zählen mehrere Cubesats, die sich dem Asteroiden weiter nähern, um aus der geringeren Entfernung Daten zu sammeln. Cubesats sind 30 mal 30 Zentimeter große Minisatelliten. Das Format wurde vor einigen Jahren an der California Polytechnic State University entwickelt. Wie viele Cubesats die Sonde mitnehmen wird, ist noch nicht klar. Nach dem derzeitigen Stand sollen es "zwei oder mehr" sein. Schließlich soll die Sonde noch einen Lander mitnehmen, der auf Didymoon landen soll.

Dart kommt später

Die Raumfahrzeuge sollen Didymoon vermessen - die Daten werden über eine Laser-Datenverbindung zur Erde übermittelt. Vor allem aber sollen sie den wichtigsten Teil von Aida beobachten: Ende 2022 soll eine zweite Sonde bei dem Zwillingsasteroiden eintreffen: die von der Nasa gebaute Double Asteroid Redirection Test (Dart).

  • Ziel der Aida-Mission ist das Didymos-System. Die europäische Sonde AIM soll es erforschen. (Bild: Esa - Science Office)
  • Es geht um den kleineren der beiden Asteroiden, Didymoon genannt. Er soll von der Sonde, Cubesats und einem Lander untersucht werden. (Bild: Esa - Science Office)
  • Die Daten werden per Laser zur Erde übertragen. (Bild: Esa - Science Office)
  • Später wird die US-Sonde Dart auf dem Himmelskörper einschlagen, um dessen Umlaufbahn zu verändern. (Bild: Esa - Science Office)
  • So könnte der Krater aussehen, den Dart hinterlassen soll. Das Projekt dient der Asteroidenabwehr.(Bild: Esa - Science Office)
Ziel der Aida-Mission ist das Didymos-System. Die europäische Sonde AIM soll es erforschen. (Bild: Esa - Science Office)

Dart wird mit einer Geschwindigkeit von über 21.000 Kilometern pro Stunde mit Didymoon kollidieren. Durch den Aufprall soll sich die Umlaufbahn des kleinen um den größeren Asteroiden ändern - geringfügig zwar, aber genug, um die Dynamik des Zwillingssystems messbar zu beeinflussen.

AIM beobachtet den Einschlag

"Die AIM-Sonde der Esa wird genau beobachten, wie Dart auf Didymoon trifft", sagt Ian Carnelli, Leiter der Mission bei der Esa. "Anschließend wird der Mond für Vorher-/Nachher-Vergleiche zur Struktur des Körpers selbst sowie seines Orbits detailliert untersucht, um die kinetischen Auswirkungen von Dart und deren Folgen beschreiben zu können."

Ziel von Aida ist es, Erkenntnisse darüber zu sammeln, wie sich ein Asteroid von seiner Bahn ablenken lassen kann. Über eine halbe Million Asteroiden sind in unserem Sonnensystem bekannt, davon rund 12.000 erdnahe. Sie stellen eine Gefahr für unseren Planeten dar - erst 2013 schlug ein Himmelskörper auf der Erde ein, Anfang dieses Jahres passierte ein anderer sie in relativ geringer Entfernung.

Wie lässt sich ein Asteroid ablenken?

Missionen wie Aida oder Deep Impact - eine Sonde, die 2005 einen Impaktor auf den Kometen Temple 1 abschoss - dienen dazu, die nötigen Daten zu sammeln. "Wir werden erstmals die Kraft ermitteln können, die notwendig ist, um einen nahenden Asteroiden aus seiner Bahn zu lenken, und besser verstehen, wie wir die Technik anwenden können, sollte eine tatsächliche Bedrohung bestehen", sagt Carnelli.

Wie der 2013 bei Tscheljabinsk heruntergegangene Meteorit ist auch Didymos ein Apollo-Asteroid. Der Doppelasteroid stellt für die Erde jedoch keine Gefahr dar: Er wird zum Zeitpunkt der Kollision 11 Millionen Kilometer weit weg sein.


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Zeitvertreib 17. Apr 2015

Auch wenn man mehr beobachten kann ist es aber trotzdem etwas anderes die Umlaufbahn...

redwolf 14. Apr 2015

Dann passiert, was in GRAVITY passiert ist.

Garius 13. Apr 2015

Ja super. Dank der vielen Buzzwods hab ich jetzt wieder Bock auf Stargate ...seufz... Das...



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