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Esa:
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Die Esa will mit Raumsonden wie Voyager das äußere Sonnensystem erkunden. Dafür benötigt sie eigene Radioisotopenbatterien. (Bild: Nasa)
Die Esa will mit Raumsonden wie Voyager das äußere Sonnensystem erkunden. Dafür benötigt sie eigene Radioisotopenbatterien. Bild: Nasa / Public Domain

Radioisotopenbatterien sind unverzichtbar, um auf Missionen zu den äußeren Regionen des Sonnensystems vorzudringen – wie Cassini oder New Horizons. Für eine Stromversorgung mit Solarzellen ist die Sonne dort zu weit weg. Stattdessen kommen Radioisotopenbatterien zum Einsatz. Sie enthalten einen radioaktiven Stoff, der konstant Wärme abgibt. Aus dieser Wärme kann dann elektrischer Strom erzeugt werden. Bisher kam dafür fast ausschließlich Plutonium-238 zum Einsatz, das aufwendig in Forschungsreaktoren hergestellt werden muss.

An der Universität Leicester haben britische Wissenschaftler in Kooperation mit der Esa eine neue Art Radioisotopenbatterie entwickelt.(öffnet im neuen Fenster) Die Esa hofft, so eigene Forschungsmissionen im tiefen Weltraum durchführen zu können, ohne dabei auf amerikanische oder russische Agenturen angewiesen zu sein. Dabei verwenden die Forscher Americium-241.

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