Esa: Livestream vom Mars am 2. Juni um 18 Uhr
Die Esa feiert den 20. Jahrestag des Starts des Orbiters Mars Express. Dafür wird sie einen einstündigen Livestream vom roten Planeten übertragen.
Wenn alles nach Plan läuft, wird die europäische Weltraumorganisation (Esa) am Freitag, dem 2. Juni 2023 erstmals Livebilder vom Mars senden. Die Bilder werden vom Orbiter Mars Express übertragen.
Anlass ist der 20. Jahrestag des Starts der Raumsonde. Der Stream soll ab 18 Uhr (MESZ) auf dem Youtube-Kanal der Esa erfolgen.
Mars Express ist in der Lage, dreidimensionale Bilder von der Oberfläche des Planeten aufzunehmen. Die Hauptaufgabe der Mission war die vollständige Kartografierung der Oberfläche des Mars, das Scannen des Materials in bis zu zwei Metern Tiefe und die Erforschung der Marsatmosphäre.
Raumsonde ist seit 19 Jahren im Marsorbit
Seit Januar 2004 befindet sich die Raumsonde in der planmäßigen Umlaufbahn und umkreist den Planeten auf einer elliptischen polnahen Bahn. Ihr Minimalabstand zur Planetenoberfläche beträgt 300 Kilometer. Zum Vergleich: Die Internationale Raumstation ISS umrundet die Erde in einer Höhe von rund 400 Kilometern. Der maximale Marsabstand der Raumsonde beträgt 11.000 Kilometer.
Mars Express sammelte in den letzten 19 Jahren zahlreiche wissenschaftliche Beobachtungen. Im Juli 2018 wurde beispielsweise in der Nähe des Südpols flüssiges Wasser unter der Oberfläche gefunden. Die Mission wurde bereits mehrfach verlängert, zuletzt bis Ende 2022, heißt es beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR.
Bis jetzt ist die Raumsonde immer noch im Einsatz und liefert der Wissenschaft spannende Erkenntnisse und der Öffentlichkeit Bilder einer fremden Welt.
Auf zum Mars: Der einstündige Livestream
Der Stream wird eine Stunde lang laufen – wenn alles nach Plan verläuft. Zwar handelt es sich um eine Liveübertragung, jedoch werde es nur etwa alle 50 Sekunden ein neues Bild geben, heißt es bei der Esa.
"Normalerweise sehen wir Bilder vom Mars und wissen, dass sie Tage zuvor aufgenommen wurden. Ich freue mich darauf, den Mars so zu sehen, wie er jetzt ist – so nah an einem 'Jetzt', wie wir es nur bekommen können!", erklärte James Godfrey, Leiter des Raumfahrzeugbetriebs im Esa-Missionskontrollzentrum in Darmstadt.