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Esa:
Exomars Rover verspätet sich wegen Fallschirmproblemen

Mit 35 m ist er doppelt so groß wie der größte Fallschirm, der jemals auf dem Mars flog. Auf der Pressekonferenz versuchten Esa -Vertreter, die Wahl zu verteidigen.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Der Exomars Rover sollte bereits 2018 zum roten Planeten fliegen. (Bild: ESA)
Der Exomars Rover sollte bereits 2018 zum roten Planeten fliegen. Bild: ESA

Der Start des europäisch-russischen Exomars Rover wird 2020 nicht stattfinden und stattdessen auf 2022 verschoben. Das gab Jan Wörner, Generaldirektor der Esa (European Space Agency), heute auf einer improvisierten Pressekonferenz(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Die Probleme mit dem 35 m großen Fallschirm, der bei Tests im August 2019 mehrfach zerrissen ist, konnten nicht rechtzeitig behoben werden. Er hat mehr als den doppelten Durchmesser des größten jemals auf dem Mars geflogenen Fallschirms. Wegen der Reiseeinschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie fand die Pressekonferenz als Videokonferenz statt. Der Generaldirektor von Roskosmos, Dimitri Rogozin, konnte wegen technischer Probleme nicht teilnehmen.

Die Vorbereitungen zum Flug waren größtenteils abgeschlossen. Kleinere Probleme wie eine notwendige Reparatur von delaminierten Solarzellen soll für die Verschiebung nicht kritisch gewesen sein. Tests in der Vakuumkammer sind abgeschlossen, das Transferraumschiff steht bereit, die Landeplattform ist fertig und getestet. Das verpasste Zeitfenster führt automatisch zu einer Verschiebung des Starts um 26 Monate, weil es so lange dauert, bis der Mars auf seiner Umlaufbahn Ende 2022 wieder in Erdnähe ist.

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