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Markus Landgraf während seines Vortrags auf dem 33C3
Markus Landgraf während seines Vortrags auf dem 33C3 (Bild: Media.ccc.de/Screenshot/CC-BY 4.0)

Esa: Ein Weltraumaufzug für den Mond und irdische Probleme

Markus Landgraf während seines Vortrags auf dem 33C3
Markus Landgraf während seines Vortrags auf dem 33C3 (Bild: Media.ccc.de/Screenshot/CC-BY 4.0)

Endlich den Mond ausbeuten - das will der Esa-Missionsplaner Markus Landgraf mit einem Weltraumaufzug möglich machen. Doch die Vision wird wohl noch eine Weile an der Realität scheitern.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Mit Weltraumaufzügen beschäftigt sich die Science-Fiction schon seit Arthur C. Clarke. Bisher hat sich aber noch kein Material gefunden, mit dem auf der Erde einer gebaut werden könnte. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa will nun ein etwas bescheideneres Projekt angehen, das Markus Landgraf, ein Missionsplaner der Esa, auf dem Chaos Communication Congress (33C3) in Hamburg vorgestellt hat: Sie will mit einem Weltraumaufzug auf dem Mond die wirtschaftliche Ausbeutung des Himmelskörpers ermöglichen. Zu früh sollte man sich aber nicht freuen.

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Noch gibt es für das Projekt keine feste Planung, wie Landgraf im Gespräch mit Golem.de sagte. Seine Aufgabe bei der Esa ist es vorwiegend, konkretere Missionsszenarien für die Forschung und Erkundung des Weltraums zu entwickeln. Nebenher arbeitet er auch an einer Vision, wie die Erforschung und Nutzung des Mondes eines Tages aussehen könnte.


Weil die Gravitation des Mondes geringer ist als die der Erde, könnte dort ein Weltraumaufzug schon jetzt mit bekannten Polymeren gebaut werden. So müssten nicht mehr Raketen den Transport von Materialien übernehmen. Und der Aufzug würde auch die Landung auf dem Mond mit Raketentriebwerken überflüssig machen. Ohne eine Atmosphäre, die beim Abbremsen hilft, muss die gesamte Landung mit Raketentriebwerken vollzogen werden. Dadurch ist sie genauso aufwendig wie der Start von der Mondoberfläche.

Der Aufzug wiegt 1.000 Tonnen

Wie so ein Aufzug aussehen könnte, hatte 2005 schon eine Forschergruppe um Jerome Pearson für die Nasa ausgearbeitet. Der Aufzug hätte demnach eine Masse von rund 1.000 Tonnen. Das entspricht der Nutzlast von etwa 20 Saturn-V-Raketen, die für die Mondlandung im Apollo-Programm zum Einsatz kamen. Allerdings muss nicht die gesamte Masse mit Raketen transportiert werden. Der größte Teil des Aufzuges könnte auch vom Mond aus gebaut werden, wenn zunächst ein kleinerer Aufzug als Pilotkabel gebaut würde. Das Kabel würde dann mit kleinen Transportern von der Oberfläche aus verstärkt, ähnlich wie es auf der Erde auch beim Bau von Hängebrücken getan wird.

Die Gravitation hilft beim Bau

Die Gravitation wäre beim Bau eine große Hilfe. Wenn das erste Kabel von einem Satelliten herabgelassen wird, wirkt auf das mondnahe Ende eine größere Kraft als auf das mondferne Ende. Dadurch wird das Kabel schon im Orbit ohne weiteres Zutun in die richtige Orientierung gezogen. Gleichzeitig fällt das Kabel aber nicht auf den Mond herab, weil die Fliehkraft in der kreisförmigen Umlaufbahn der Gravitation entgegenwirkt. Es muss nur sichergestellt werden, dass auf der mondfernen Seite ein dafür ausreichend großes Gegengewicht vorhanden ist. Das kann eine Raumstation sein, ein Asteroid oder ein Kabel, das noch weiter in den Weltraum hinausragt.

Der Bau eines solchen Aufzugs lohnt sich zurzeit aber nicht. Solange nur einzelne Raumsonden und Forschungsmissionen auf dem Mond landen sollen, ist weiterhin die klassische Raketentechnik gefragt. Derzeit beschränken sich die konkreten europäische Ambitionen zur Mondraumfahrt auch genau darauf. Die einzige geplante Mondmission der Esa ist die Raumsonde Luna-27. Sie soll 2021 in Kooperation mit Russland auf dem Mond landen und dort nach möglichen Rohstoffen suchen. Darüber hinaus verfolgt die Esa derzeit keine konkrete Strategie, die Missionen zum Mond vorsieht. Das Konzept des Moon Village ist zunächst eine Plattform zur Kooperation in der Weltraumforschung und keine Missionsarchitektur.

Große Ambitionen bei der Esa 

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mnementh 06. Jan 2017

Wobei ich mit der Erfolgsquote von Politikern in meinem Job als Programmierer schon...

Flasher 06. Jan 2017

Wir sollten stattdessen gleich auf den Mars und Argent abbauen...mit "Nebenwirkungen...

M.P. 06. Jan 2017

Laaangweilig - war ja schon jemand da. Aber den Mt. Everest müllen ja auch weiterhin...

teenriot* 06. Jan 2017

Erde und Mond sind kein konstantes System. Der Mond entfernt sich ständig von der Erde...

RicoBrassers 05. Jan 2017

Gut, er "dreht" sich nicht um die Erde, der Mond "kreist" um die Erde. Besser? ;)



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