Abo
  • Services:
Anzeige
Europäisches Servicemodul: ab Juli im Reinraum
Europäisches Servicemodul: ab Juli im Reinraum (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Fliegen die Europäer auch 2021 mit?

Es ist eine Premiere. Zum ersten Mal erlaubt die US-Raumfahrtbehörde Nasa, dass Komponenten für eine bemannte Mission außerhalb der USA gefertigt werden. Und dazu noch eine so Wichtige.

"Dieses europäische Servicemodul ist für die Amerikaner ein unabdingbares Bauteil für ihre neue Schwerlastrakete SLS mit der Kapsel Orion an der Spitze", sagt Esa-Chef Jan Wörner im Gespräch mit Golem.de. "Ohne uns fliegt dieses System nicht. Das heißt, für die Amerikaner ist dieses System von großer Bedeutung und gleichzeitig für uns, dass wir offensichtlich das Vertrauen der Amerikaner haben, dass wir das können."

Anzeige

Europäische Erfolge haben die USA beeindruckt

Der Schlüssel seien einige sehr erfolgreiche Raumfahrtmissionen der Europäer gewesen: die Landung des Fahrzeugs Huygens auf dem Saturnmond Titan 2005 oder die Rosetta-Mission mit der Landung von Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, vor allem aber die ATVs, die automatisch an die ISS andockten.

Das ATV sei ein sehr gutes Raumfahrzeug gewesen, das auch sehr gut als Antriebsstufe funktionierte, sagt Jim Free, Leiter des John Glenn Research Center der Nasa in Cleveland im Bundesstaat Ohio, im Gespräch mit Golem.de. Das ESM, das ebenfalls als Antriebsstufe dienen werde, sei die logische Weiterführung.

Esa und Nasa arbeiten seit längerem eng zusammen

Die Entscheidung sei der Nasa nicht schwergefallen, sagt Free. "Wir haben über die Jahre gelernt, zusammenzuarbeiten. Man denke an das Spacelab, das Columbus-Modul der ISS, das ATV oder an all die gemeinsamen robotischen Missionen." Bei der ISS schließlich arbeiten Esa und Nasa auch eng bei der bemannten Raumfahrt zusammen.

  • Das Europäische Servicemodul für die Raumkapsel Orion wird derzeit bei Airbus in Bremen montiert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Servicemodul sitzt unter der Mannschaftskapsel. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Derzeit ist nur die Struktur auf einem Gerüst zu sehen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Rund 25.000 Komponenten sollen in den kommenden Monaten integriert werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in das Innere der Struktur ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und auf den Deckel. Der Durchmesser beträgt 4 Meter. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Anfangs wird noch in der Halle gearbeitet. Ab Juli geht es im Reinraum weiter. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein eigener Kühlschrank für Teile des Moduls. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Model von Orion: Das Servicemodul ist Antriebsstufe ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und Versorgungsmodul: Es enthält Lebenserhaltungssysteme. Die Solarmodule liefern Strom. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Entscheidung, die Europäer zu beteiligen, sei nicht schwer gefallen. Beide Seiten arbeiteten seit langem gut zusammen, sagt Jim Free von der Nasa. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Esa-Chef Jan Wörner braucht die Unterstützung der Esa-Mitgliedstaaten für weitere Missionen des Moduls. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bremens Bürgermeister Carsten Sieling will ihn unterstützen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Die Entscheidung, die Europäer zu beteiligen, sei nicht schwer gefallen. Beide Seiten arbeiteten seit langem gut zusammen, sagt Jim Free von der Nasa. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Die Entscheidung, nicht mehr im Alleingang Menschen ins All zu schicken, hat auch praktische Gründe, wie etwa die Finanzen. "Wir können das nicht allein machen", sagt Free. "Außerdem brauchen wir die Ideen, die aus einer internationalen Zusammenarbeit entstehen."

Das Servicemodul verglüht

2018 sollen Orion und ESM erstmals zusammen fliegen - die Orion-Kapsel hatte ihren Erstflug bereits Ende 2014 absolviert. Die Trägerrakete Space Launch System (SLS) wird Orion ins All bringen. Das Modul wird dann zum Mond fliegen und diesen umrunden, bevor es zur Erde zurückkehrt - ohne das ESM: Das wird kurz vor dem Wiedereintritt von der Mannschaftskapsel getrennt und verglüht bei Wiedereintritt.

Diese Mission, Exploration Mission 1 (EM-1), wird unbemannt sein. Drei Jahre später wird Orion wieder in Richtung Mond, zur EM-2 starten, dann mit einer Besatzung an Bord. Ob bei EM-2 wieder ein europäisches Modul dabei ist, wird derzeit noch verhandelt. Die nötige Zustimmung dafür müsse von der Nasa kommen, sagt Wörner, vor allem aber auch aus den eigenen Reihen. "Insofern ist das an der Stelle mehr eine Frage Europas, und ich hoffe, dass ich die Mitgliedstaaten der Esa überzeugen kann, dass es eine gute Weiterentwicklung ist."

Der Ministerrat der Esa trifft sich Anfang Dezember. Er wird dabei nicht nur über das ESM entscheiden, sondern auch darüber, ob sich die Europäer an der verlängerten ISS-Mission beteiligen.

 Esa: Airbus bereitet den nächsten Mondflug vor

eye home zur Startseite
-eichi- 22. Mai 2016

Der erste post ^^

FreiGeistler 20. Mai 2016

Korrektur: paar Monate

spaetzlesdrucker 20. Mai 2016

Sorry, leider falsch. Die Division Airbus Defence and Space ging aus den drei frühreren...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart
  2. REGUMED Regulative Medizintechnik GmbH, Planegg Raum München
  3. point S Deutschland GmbH, Ober-Ramstadt
  4. Dataport, Hamburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. 184,90€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)

Folgen Sie uns
       


  1. Linux-Kernel

    Torvalds droht mit Nicht-Aufnahme von Treibercode

  2. Airbus A320

    In Flugzeugen wird der Platz selbst für kleine Laptops knapp

  3. Urheberrecht

    Marketplace-Händler wegen Bildern von Amazon bestraft

  4. V8 Turbofan

    Neuer Javascript-Compiler für Chrome kommt im März

  5. Motion Control

    Kamerafahrten für die perfekte Illusion

  6. Forensische Software

    Cellebrite entsperrt iPhone 6 und 6 Plus

  7. Microsoft

    Bessere Synchronisation soll Onedrive effizienter machen

  8. Fixed Wireless

    Verizon startet einen der weltweit größten 5G-Endkundentests

  9. Klage eingereicht

    Google wirft Uber Diebstahl von Lidar-Technik vor

  10. Speicherleck

    Cloudflare verteilt private Daten übers Internet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

  1. Billigflieger

    Karl_far_away | 15:48

  2. Re: Der Linus [Freitagsbeitrag]

    ap (Golem.de) | 15:47

  3. Re: Torvalds hat auch schon schwere...

    _4ubi_ | 15:46

  4. Warum kann man die Alexa App nicht ohne die...

    Jackie | 15:46

  5. Vorischt bei Air Berlin

    Juge | 15:46


  1. 15:00

  2. 14:41

  3. 14:06

  4. 12:57

  5. 12:02

  6. 11:54

  7. 11:35

  8. 11:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel