Erweiterter Support: Hamburg zahlt halbe Million für Windows-7-Support
Auch neun Monate nach dem offiziellen Ende der Unterstützung von Windows 7 durch Microsoft setzt die Hamburger Verwaltung weiter Geräte mit dem veralteten Betriebssystem ein. Dabei handelt es sich um rund 9.100 Rechner, für deren verlängerten Support der Hamburger Senat rund 526.000 Euro zahlt. Darauf weist der Bund der Steuerzahler in seinem aktuellen Schwarzbuch(öffnet im neuen Fenster) hin.
Die Organisation kritisiert dies als unnötige Ausgaben, da Hamburg acht Jahre Zeit gehabt habe, die Umrüstung der alten Geräte und Updates für das Betriebssystem zu planen. Immerhin sei das Datum des Supportendes durch Microsoft so lange bekannt gewesen. Dem Bericht zufolge habe die Hamburger Verwaltung im November 2016 damit begonnen, die Umstellung auf Windows 10 zu planen.
Von den rund 9.100 Rechnern mit Windows 7 werden etwa 8.100 bei der Polizei eingesetzt. Die Umstellung der Rechner auf das neue System dauere weiterhin an. Die Notwendigkeit des erweiterten Supports begründet der Hamburger Senat "durch noch nicht bereitgestellte Hard- oder Software". Der Senat betont, dass die Umstellung außerhalb der Polizei zum offiziellen Supportende von Windows 7 im Januar 2020 bereits bei 98 Prozent der eigenen Rechner abgeschlossen gewesen sei.
Dass Behörden und die öffentliche Verwaltung Probleme damit haben, ihre Systeme rechtzeitig zu aktualisieren und deshalb erweiterten Support vom Hersteller einkaufen müssen, ist mit Blick auf die Vergangenheit nichts Ungewöhnliches. Einer der ersten Kunden für den verlängerten Support von Windows 7 war etwa die Bundesregierung. Auch bei dem Wechsel weg von Windows XP mussten viele Behörden erweiterten Support von Microsoft einkaufen, da die Systeme nicht rechtzeitig aktualisiert werden konnten. Letzteres galt etwa für Berlin, Niedersachsen oder auch den Bundestag.
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