Erstflug: Russlands neue Sojus-5-Rakete ist gestartet
Die mittelgroße Rakete Sojus-5 ist am Abend des 30. April 2026 Moskauer Zeit erfolgreich von der Startrampe 45 vom Kosmodrom Baikonur aus gestartet. Es war der Erstflug einer Sojus-Rakete der neuen Generation, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte und die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete(öffnet im neuen Fenster).
Der Start von Sojus-5 war ursprünglich für Ende 2025 geplant gewesen. Für zusätzliche Tests an den Bordsystemen und der Bodenausrüstung wurde er dann auf einen zunächst unbekannten Zeitpunkt verschoben.
Schließlich hob die Sojus-5 am 30. April 2026 um 21 Uhr Ortszeit ab und benötigte für die Beförderung ihrer Nutzlast in die Erdumlaufbahn etwa 9 Minuten und 30 Sekunden.
Die erste und zweite Stufe der Rakete funktionierten laut Roskosmos einwandfrei. An Bord befand sich eine Mock-up-Nutzlast(öffnet im neuen Fenster), die zunächst auf ihre geplante suborbitale Flugbahn gebracht wurde, bevor sie in den Pazifischen Ozean stürzte.
Hoffnung auf neue Kunden
"Der Betrieb der Rakete wird es ermöglichen, die Stückkosten der Nutzlastkapazität erheblich zu reduzieren. Dies wird sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit von Weltraumstarts auswirken", teilte Roskosmos-Chef Dmitri Bakanow mit. Unklar ist jedoch, wer neben Russland die Dienste in Anspruch nehmen könnte.
Die USA setzen für größere Nutzlasten überwiegend auf die Raketen von SpaceX, die ULA (United Launch Alliance) und zukünftig vermutlich auch Blue Origin. Europa hat eigene Trägerraketen und nahm zuletzt auch die Dienste von SpaceX und der indischen Raumfahrtbehörde Isro in Anspruch. Indien startet seit Jahren seine eigenen Raketen. In China wird neben den staatlichen Langer-Marsch-Raketen der kommerzielle Startanbietersektor ausgebaut. Japan entwickelt ebenfalls eigene Raketen. Somit hat sich der Markt in den vergangenen Jahren stark gewandelt und ist weiter im Umbruch.
Die Sojus-5 wurde in Zusammenarbeit mit Kasachstan entwickelt(öffnet im neuen Fenster) und zählt zu den mittelgroßen Trägerraketen, die für den Transport von Fracht und den Start unbemannter Raumfahrzeuge in sonnensynchrone, hochelliptische, geostationäre Transfer- und Umlaufbahnen konzipiert sind. Sie kann bis zu 17 Tonnen Fracht in eine niedrige Erdumlaufbahn und bis zu 2,5 Tonnen in eine geostationäre Umlaufbahn befördern.
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