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Erstes Quartal: Tesla übertönt Ergebnisse mit Produktankündigungen

Tesla hat im ersten Quartal Umsatz- und Gewinnprognosen verfehlt, kündigt aber viele neue Produkte an.
/ Andreas Donath
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Tesla Ride-Hailing-App (Bild: Tesla/Mockuups Studio)
Tesla Ride-Hailing-App Bild: Tesla/Mockuups Studio

Tesla hat im ersten Quartal 2024 weniger verkauft und erlöst als erwartet(öffnet im neuen Fenster) : Die Prognosen für Umsatz und Gewinn pro Aktie wurden verfehlt. Dennoch stiegen die Tesla-Aktien im nachbörslichen Handel um bis zu 8 Prozent. Die Geschäftsergebnisse von Tesla für das erste Quartal 2024 lagen leicht unter den Erwartungen der Analysten. Die Experten hatten mit einem Umsatz von 22,22 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 0,49 US-Dollar pro Aktie gerechnet. Tatsächlich erzielte Tesla jedoch einen Umsatz von 21,3 Milliarden US-Dollar und einen Non-GAAP-Gewinn von 0,45 US-Dollar pro Aktie.

Trotz der Verfehlung der Analystenprognosen reagierte die Börse positiv auf die Ergebnisse. Ein möglicher Grund dafür ist laut Electrek(öffnet im neuen Fenster) , dass Tesla bei seiner Präsentation den Fokus auf die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz und auf neue Produktankündigungen legte.

KI-Investitionen und Pläne für günstigere Autos

Tesla hat eine Änderung seiner Pläne für die nächste Fahrzeuggeneration angekündigt, was kaum überraschend ist. Das Unternehmen bestätigte zwar, dass das zuvor geplante günstigere Modell mit dem Codenamen NV9 nicht mehr in der ursprünglichen Form realisiert wird, aber es gibt dennoch Hoffnung für preisbewusste Kunden.

Statt eines völlig neuen, kostengünstigeren Modells will Tesla nun erschwinglichere Fahrzeuge auf den bestehenden Produktionslinien herstellen. Dieser Ansatz könnte es dem Unternehmen ermöglichen, die Produktionskosten zu senken und somit wettbewerbsfähigere Preise anzubieten, ohne massive Investitionen in neue Fertigungsanlagen tätigen zu müssen.

Aus den vorgelegten Finanzinformationen geht hervor, dass das Unternehmen einen langfristigen strategischen Ansatz verfolgt, indem es in verschiedene Bereiche investiert, darunter in die KI, die Produktionskapazitäten, die Supercharger und die Werkstätten und in neue Produkte und investierte im abgelaufenen Quartal 2,8 Milliarden US-Dollar.

Der operative Cashflow des Unternehmens lag im ersten Quartal bei 0,2 Milliarden US-Dollar, was darauf hindeutet, dass die aus dem Kerngeschäft generierten Barmittel relativ gering waren. Der freie Cashflow, d. h. die Barmittel, die nach Berücksichtigung der Investitionsausgaben verbleiben, lag im ersten Quartal bei minus 2,5 Milliarden US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass die Investitionen des Unternehmens den Cashflow in diesem Quartal überstiegen. Vor allem die Investitionen in die KI-Infrastruktur beliefen sich im ersten Quartal auf 1 Milliarden US-Dollar, was die erheblichen Investitionen in diesem Bereich verdeutlicht.

Infolge dieser Investitionen und des negativen freien Cashflows verringerten sich die liquiden Mittel und Investitionen des Unternehmens im ersten Quartal um 2,2 Milliarden US-Dollar und beliefen sich auf insgesamt 26,9 Milliarden US-Dollar .

Ride-Hailing-App in Tesla-App

Das Unternehmen kündigte laut dem Branchenportal Electrek(öffnet im neuen Fenster) auch die selbstfahrende Ride-Hailing-App an, die mit Unternehmen wie Uber und Waymo konkurrieren soll. Die App soll in die Tesla-App integriert werden. Kunden können das Fahrzeug direkt über die App zu ihrem Standort herbeizurufen. Diese Funktion dürfte besonders in Situationen nützlich sein, in denen das Auto geparkt oder in einiger Entfernung abgestellt wurde.

Darüber hinaus ermöglicht die App offenbar eine Anpassung von Temperatur- und Musikeinstellungen, noch bevor der Nutzer ins Fahrzeug einsteigt. So kann beispielsweise die gewünschte Innenraumtemperatur vorab festgelegt oder die Lieblingsplaylist ausgewählt werden.

Wann das Robotaxi erhältlich sein werde, ist nicht bekannt. Details sollen im Sommer 2024 folgen.


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