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Erstes Halbjahr 2025: Deutsche Telekom investiert weniger

Im ersten Halbjahr sind die Investionen der Telekom stark eingebrochen. Aber auch die Konkurrenz hat die Ausgaben für Sachanlagen zurückgefahren.
/ Achim Sawall
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Ausbau für verschiedene Netzbetreiber durch die Firma Hämmerle Bau im Oktober 2024 (Bild: Hämmerle Bau)
Ausbau für verschiedene Netzbetreiber durch die Firma Hämmerle Bau im Oktober 2024 Bild: Hämmerle Bau

Die Investitionen der Deutschen Telekom und ihrer Konkurrenten in Sachanlagen sind im ersten Halbjahr 2025 stark gesunken. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht 2024/2025 Telekommunikation PDF(öffnet im neuen Fenster) der Bundesnetzagentur hervor, der am 10. Dezember 2025 vorgelegt wurde. "Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr betrug der Rückgang bei den Wettbewerbern 8,9 Prozent und bei der Telekom 8 Prozent" , heißt es darin.

Dagegen gab es im Vorjahr einen Gesamtzuwachs um 4 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. "Die Investitionsschwerpunkte der Unternehmen lagen im Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunkinfrastruktur" , berichtet die Bundesnetzagentur.

Die Wettbewerber investierten im Jahr 2024 rund 10,2 Milliarden Euro, im Jahr zuvor waren es 9,5 Milliarden Euro. Die Investitionen der Telekom lagen 2024 bei 5,3 Milliarden Euro, nach 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2023, und stiegen damit weniger stark an.

Telekom spricht von erhöhten Investitionen

Rodrigo Diehl, der neue Deutschlandchef der Telekom, sagte demgegenüber Anfang Dezember 2025 über Glasfaser: "Andere ziehen sich aktuell beim Ausbau zurück, wir machen das Gegenteil. Wir erhöhen die Investitionen in den kommenden drei Jahren auf 800 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant."

Mitte 2025 waren circa 5,8 Millionen Glasfaseranschlüsse vertraglich gebucht. Damit verfügten laut Bundesnetzagentur rund 13 Prozent aller Endkunden über eine aktive Glasfaserleitung. Weitere 3,7 Millionen Anschlüsse sind mit einer komplett fertiggestellten Glasfaseranbindung ausgestattet, die aber bislang nicht genutzt wird.

Hinzu kommen rund 15,1 Millionen Haushalte, bei denen mit Homes Passed das Glasfasernetz in unmittelbarer Nähe des Grundstücks endet. Die sich daraus ergebende Take-up-Rate als Anteil der Homes Activated an den Homes Passed lag zur Mitte des Jahres 2025 bei etwa 24 Prozent.

Telekom: zeitliche Verschiebungen des ausgewiesenen Cash-Capex

Telekom-Sprecher Andreas Leigers sagte Golem: "Bei diesem hohen Tempo des Glasfaserausbaus kann es im Jahresverlauf durch Aufbau beziehungsweise Abbau von Verbindlichkeiten oder auch zum Beispiel durch witterungsbedingte Verschiebungen des Rollouts zu zeitlichen Verschiebungen des ausgewiesenen Cash-Capex über die Quartals- und Jahresgrenzen kommen."

Im Prognosebericht habe der Konzern einen stabilen Cash Capex für das Segment Deutschland für 2025 in Aussicht gestellt und in der Bilanzpressekonferenz am 13. November eine Steigerung der Investitionen für 2026 und die kommenden Jahre in Aussicht gestellt.

Leigers betonte: "Wir halten an unserem Ziel, im Jahr 2025 wie geplant rund 2,5 Millionen Homes Passed im FTTH-Ausbau zu schaffen, weiter fest. Ebenso wollen wir die Zahl der Haushalte, die einen FTTH-Anschluss nutzen, deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern."

Bei beiden Zielsetzungen sei die Telekom im bisherigen Jahresverlauf deutlich vorangekommen, wie auch die Zahlen zum dritten Quartal 2025 belegen würden. "So ist die Zahl der neuen Haushalte, die einen FTTH-Anschluss der Deutschen Telekom nutzen, in den ersten drei Quartalen 2025 um rund ein Viertel gegenüber der Vergleichszeit gestiegen" , erklärte Leigers.


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