Abo
  • IT-Karriere:

Erster Entwurf: Was ist Do Not Track?

Das W3C hat einen ersten Entwurf für einen Do-Not-Track-Standard veröffentlicht. Neben der technischen Spezifikation "Tracking Preference Expression" (DNT) gibt es ein zweites Dokument, in dem das W3C definiert, was mit Do Not Track eigentlich gemeint ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Do Not Track in Firefox
Do Not Track in Firefox (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Idee hinter "Do Not Track" ist simpel: Mit dem HTTP-Header "DNT:1" können Nutzer Webseiten und Werbeanbietern signalisieren, dass sie nicht getrackt werden wollen. Bei der Umsetzung von DNT aber stellen sich viele Fragen. Diese versucht das W3C mit zwei Standards zu klären, die jetzt in Form erster Entwürfe veröffentlicht wurden.

Stellenmarkt
  1. Orsted Wind Power Germany GmbH, Norddeich
  2. Pfennigparade SIGMETA GmbH, München

Während die technische Spezifikation Tracking Preference Expression (DNT) schon recht weit wirkt, enthält der mit Tracking Compliance and Scope überschriebene Entwurf noch viele Streitpunkte oder offene Fragen. Auch wenn in der zuständigen Arbeitsgruppe grundsätzlich ein Konsens über das Ziel besteht, so gibt es doch unterschiedliche Auffassungen, wie dieses am besten im Standard zu formulieren ist.

Das beginnt schon bei der Definition des Begriffs "Party", der in Bezug auf "First-Party-Cookies" und "Third-Party-Cookies" eine Rolle spielt, und setzt sich bei der Definition von "Service Provider/Outsourcer" fort.

Denn aus Sicht der Spezifikation ist es ein großer Unterschied, wie eine Website einen Nutzer mit Do Not Track zu behandeln hat und wie Drittanbieter, deren Inhalte dort eingebunden sind, damit umzugehen haben. Die Website selbst darf als First-Party durchaus Tracking verwenden, Third-Party-Anbieter grundsätzlich nicht. Und die First-Party darf auch keine für Tracking geeigneten Daten an Third-Party-Anbieter weitergeben.

Wie aber sind Dienstleister zu behandeln, die im Auftrag eines First-Party-Anbieters agieren? Der aktuelle Konsens scheint dahin zu gehen, dass solche Anbieter wie First-Party-Anbieter zu behandeln sind, vorausgesetzt, sie stellen sicher, dass die aufgezeichneten Daten nicht über mehrere Mandanten hinweg aggregiert werden und dies vertraglich geregelt ist.

Ebenfalls mehrere Vorschläge bestehen für den Umgang mit "Unlinkable Data". Dabei geht es um die Frage, wann Daten als anonymisiert zu betrachten sind. Grundsätzlich geht es darum, dass die Anbieter dafür sorgen sollen, dass weder sie noch ihre Partner aufgezeichnete Daten bestimmten Nutzern, User-Agents oder Geräten zuordnen. Die Frage ist aber, wie hoch die Anforderungen dafür sein sollen: Reicht es, wenn ein Anbieter garantiert, dies nicht zu tun oder muss er nachweisen, dass ein geübter Analyst nicht in der Lage wäre, die Daten wieder Nutzern zuzuordnen.

Nachdem mittlerweile alle großen Browserhersteller angekündigt haben, DNT zu unterstützen, könnte der Ansatz es schaffen, zu einem Industriestandard zu werden. Vorteile für Nutzer bietet DNT aber nur dann, wenn sich auch die Unternehmen, die Tracking betreiben, an DNT halten. Und das wird nur dann der Fall sein, wenn Tracking weiterhin möglich bleibt und nicht standardmäßig unterbunden wird.



Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 152,00€
  2. 79,00€
  3. 59,99€
  4. ab 17,99€

maerchen 05. Okt 2012

Einfache Lösung: Einfach nicht mehr auf den kostenlosen Angeboten von wem auch immer...

YoungManKlaus 04. Okt 2012

Naja, kommt dein Briefkasten mit so nem Sticker per default daher? Da würd sich die...

muh3 04. Okt 2012

das W3C gibt nur recommendations raus. Standards können nur von entsprechenden...

volkerswelt 04. Okt 2012

Was ist so schwer dran, an DO NOT TRACK zu verstehen? Es soll NICHT getrackt werden! Und...

Anonymer Nutzer 04. Okt 2012

Nicht ganz richtig, DNT zielt mehrauf die serverseitigen Trackingmechanismen ( Forum mit...


Folgen Sie uns
       


Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht

Ein 3D-Drucker für die Industrie: Das Fraunhofer IWU stellte auf der Hannover Messe 2019 einen 3D-Drucker vor, der deutlich schneller ist als herkömmliche Geräte dieser Art.

Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck


    Elektromobilität: Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?
    Elektromobilität
    Was hat ein Kanu mit Autos zu tun?

    Veteranen der deutschen Autoindustrie wollen mit Canoo den Fahrzeugbau und den Vertrieb revolutionieren. Zunächst scheitern die großen Köpfe aber an den kleinen Hürden der Startupwelt.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

    1. EU Unfall-Fahrtenschreiber in Autos ab 2022 Pflicht
    2. Verkehrssenatorin Fahrverbot für Autos in Berlin gefordert
    3. Ventomobil Mit dem Windrad auf Rekordjagd

    Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
    Swobbee
    Der Wechselakku kommt wieder

    Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
    Eine Analyse von Werner Pluta

    1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
    2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
    3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

      •  /