Erst nach Ostern: Corona-App soll Cluster-Erkennung integrieren

Die Corona-Warn-App soll künftig Risikobegegnungen häufiger anzeigen. Neue Funktionen sind ebenfalls geplant.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Corona-App erhält neue Funktionen.
Die Corona-App erhält neue Funktionen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch auf kürzere Risikobegegnungen anschlagen. Bislang informiert die App ihre Anwender, wenn sie sich zehn Minuten oder länger in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Dieser Zeitraum werde nun auf fünf Minuten verkürzt, hieß am Montag aus Regierungskreisen. Erreicht worden sei dies durch die Weiterentwicklung der Bluetooth-Schnittstelle von Google und Apple.

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Durch die Anpassung des epidemiologischen Modells der Berechnung des Risikos werde ein leichter Anstieg der als tatsächlich risikoreich eingeschätzten Begegnungen, die in der App rot markiert werden, erwartet, hieß es. Außerdem werde auch die Zahl der erfassten Begegnungen mit niedrigem Risiko, die in der App grün markiert werden "moderat steigen". Die Formel sei auch wegen der neuen Coronavirus-Varianten mit einem höheren Infektionsrisiko angepasst worden. Seit einer Änderung des Algorithmus im vergangenen Dezember sind den Nutzern nur noch selten Begegnungen mit niedrigem Risiko angezeigt worden.

Durch eine Weiterentwicklung der Bluetooth-Schnittstelle von Google und Apple sei weiterhin erreicht worden, dass die Corona-Warn-App nun auch mehrere Begegnungen kurzer Dauer mit der gleichen Person noch besser erfassen kann, hieß es weiter.

Wie im vergangenen November bereits angedeutet wurde, soll die App künftig eine Funktion erhalten, die die Erkennung von sogenannten Clustern erleichtern soll. Damit sollen alle Nutzer gewarnt werden können, die an einer gemeinsamen Veranstaltung teilgenommen haben. Dabei können sich die Anwender der App mit Hilfe eines QR-Codes bei der Lokalität oder dem Event einchecken. Dann würden auch Risiko-Begegnungen erfasst, die weiter als zwei Meter entfernt sind. Die Regierung geht davon aus, dass die Funktion kurz nach Ostern bereitgestellt werden kann.

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Die Entwickler planen derzeit noch vier weitere Updates. Das betrifft auch das Kontakttagebuch, in dem künftig tagesgenau die Risikobegegnungen angezeigt werden sollen. Darüber hinaus soll noch im März die Möglichkeit integriert werden, Daten der App direkt an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiterzuleiten. Diese Datenspende soll es dem RKI besser ermöglichen, den Verlauf der Epidemie einschätzen zu können. Aufgrund der dezentralen Struktur der App wissen die Behörden beispielsweise nicht, wie viele Risikokontakte eine infizierte Person hatte. Künftig könnten die Nutzer freiwillig angeben, wo sie sich vor der Infektion aufgehalten haben.

Der Anschluss der Testlabore an die Server der Corona-App ist nun zu 97 Prozent abgeschlossen. Allerdings sind nur die wenigsten Krankenhauslabore an die App angeschlossen. Hier liegt der Fokus der Entwickler derzeit auf Krankenhäusern, die nicht nur ihre eigenen Patienten testen.

Fortschritte gebe es zudem bei der Vernetzung der europäischen Apps untereinander. Zu den bislang 15 EU-Ländern sollen in den kommenden Wochen noch Tschechien, Malta, Portugal und Litauen hinzukommen. Die Schweizer App soll zumindest mit der deutschen App künftig die Daten austauschen können. Das könnte noch vor Ostern umgesetzt werden.

Die App wurde seit ihrem Start Mitte Juni mehr als 25,7 Millionen Mal heruntergeladen. Seit diesem Zeitpunkt wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als drei Millionen Testergebnisse über die App übermittelt, darunter mehr als 251.000 positive Ergebnisse (Stand: 18. Februar 2021). Seit November konnte der Anteil der Nutzer, die nach einer Infektion ihren Schlüssel hochladen, von 40 Prozent auf knapp 60 Prozent gesteigert werden.

Allerdings werden weiterhin nur die wenigsten Infektionen über die App registriert. So lag der 7-Tage-Mittelwert der Neuinfektion laut App zuletzt bei 7.420, dem jedoch nur 1.061 Warnungen entsprachen. Das entspricht einem Anteil von 14 Prozent.

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pitsch 23. Feb 2021

es wurde versaeumt eine dritte moeglichkeit zur bedingung zu machen, und damit frueh...

Hugo 23. Feb 2021

Und was ist jetzt deine Meinung? Oder ist "Weil ich nicht will" als Meinung zu werten...

asdgeasfg 23. Feb 2021

Also ich nutze die Corona Tracing App aus dem FDroid Store mit Standard Android auf einem...

mambokurt 23. Feb 2021

Ja die waren da definitiv am Rudern zu der Zeit, keine Ahnung wie es momentan ist....



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