Ersatzteillager: Daimler macht aus Kohlekraftwerk automobilen Akkuspeicher
Daimler und Mercedes-Benz Energy, Getech und The Mobility House haben einen Großspeicher aus Batteriemodulen aus Elektroautos in Betrieb genommen. In einem ehemaligen Kohlekraftwerk im südwestfälischen Elverlingsen werden 1.920 Batteriemodule für etwa 600 Elektrosmarts der dritten Generation gelagert, wie Daimler mitteilte(öffnet im neuen Fenster). Bevor diese zum Einsatz kommen, werden sie schon genutzt. Der Großspeicher wird für die Erbringung von Primärregelleistung verwendet.
Für Daimler und seine Partner ist es der dritte Großspeicher aus Autoakkus. Bereits in Betrieb sind ein Standort mit 12,8 MWh Energie, der aus ausrangierten Akkus besteht, und ein Ersatzteilspeicher mit 17,4 MWh.

Warum die Akkus vor dem Einsatz im Auto schon in Betrieb sind, lässt sich leicht erklären: Die Lithium-Ionen-Module müssen während der Dauer der Bevorratung schonend ge- und entladen werden, weil es sonst zu einer Tiefenentladung kommen könnte. Daimler bezeichnet ihren Einsatz im Stromspeicher deshalb auch als "lebendes Ersatzteillager". Wird ein Speicher für ein Auto benötigt, wird er der Anlage entnommen.
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