Ersatz für Diesel: Batterie- statt Wasserstoffzüge in Sachsen

Im Leipziger Umland könnten die bisherigen Dieselzüge bald durch Akkuzüge ersetzt werden. Ein Wasserstoffantrieb konnte sich nicht durchsetzen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Vom Leipziger Hauptbahnhof könnten künftig Batteriezüge ins Umland fahren.
Vom Leipziger Hauptbahnhof könnten künftig Batteriezüge ins Umland fahren. (Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)

In wenigen Jahren sollen Batteriezüge die alten Dieselloks auf der Strecke von Leipzig nach Döbeln ersetzen. Der Einsatz sei ab Dezember 2025 geplant, erklärte der Geschäftsführer des Zweckverbands für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), Bernd Irrgang. Am Samstag gab es schon mal einen Vorgeschmack auf die Zukunft des Schienennahverkehrs. Zu Demonstrationszwecken rollte ein Batteriezug von Delitzsch durch den Leipziger City-Tunnel in Richtung Döbeln.

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Die Strecke von Leipzig über Grimma nach Döbeln ist weitgehend nicht elektrifiziert. Für den Abschied von den Dieseltriebwagen hatte der ZVNL nach Alternativen gesucht. Unterstützt von Bund und Freistaat wurden dafür auch Wasserstoffzüge untersucht. "Im Ergebnis war festzustellen, dass konkret für diese Strecke batterieelektrische Züge optimal sind", erklärte Irrgang.

Vermehrt Experimente für Diesel-Ersatz

Derzeit verkehren auf der Strecke zwölf Dieselzüge, die ersetzt werden müssten. Was genau die neuen Batteriezüge kosten werden, konnte Irrgang nicht sagen. Die Preise würden in einem Wettbewerb ermittelt. Der am Samstag vorgestellte Zug stammt vom schweizer Hersteller Stadler Rail.

Seit einigen Jahren setzen Bundesländer und auch Verkehrsverbünde vermehrt auf alternative Antriebe für Streckenabschnitte ohne Oberleitungen. Dazu gehören etwa Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen oder auch Thüringen. Zuletzt stellte der Hersteller Alstom seinen Batteriezug vom Typ Talent 3 auf einer Premierenfahrt vor. Ein ähnliches Konzept für einen Zug mit Akkus verfolgt auch Konkurrent Siemens mit seinen Mireo-Triebzügen. Der Vorteil der Akkuzüge im Vergleich zu Zügen mit Wasserstoffantrieb ist dabei, dass dafür keine weitere Infrastruktur notwendig ist.

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Knuspermaus 20. Sep 2021

Bei 300 Bar in Stahlflaschen, die sollten halbwegs Diffundierungssicher sein, sind auch...

iu3h45iuh456 20. Sep 2021

Weil Deutschland nunmal andere milliardenteure Hobbys hat. Da bleibt für die eigene...

Ach 19. Sep 2021

Hat weder was mit schwimmenden Windanlagen, noch mit H2 Produktion zu tun.

fanreisender 19. Sep 2021

So funktionieren die mit Akku betriebenen Strecken ja auch. Entweder hast Du teilweise...



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