Ersatz für C: Tor-Entwickler experimentieren mit Rust
"Ein kleiner Fehler in C könnte echte Konsequenzen für echte Menschen haben" , schreibt Tor-Entwicklerin Isis Agora Lovecruft auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) als Begründung für einen möglichen Wechsel weg von der Sprache C, den das Tor-Team vergangene Woche auf einem Treffen diskutiert hat. Einer kurzen Zusammenfassung der Beteiligten(öffnet im neuen Fenster) zufolge ist die Sprache Rust ein aussichtsreicher Kandidat als Alternative.
Demnach haben sich die Entwickler zunächst darauf konzentriert, "Ziele für die Migration von Tor auf eine speichersichere Sprache zu identifizieren und darauf, wie dies umzusetzen ist" . Darauf aufbauend sei letztlich die Sprache Rust als wahrscheinlicher Kandidat ausgemacht worden, um den vom Team als zwingend notwendig erachteten schrittweisen Ablauf der Migration durchführen zu können. Alternativen wie etwa Go konnten sich demnach bei dem Team nicht durchsetzen.
Die Wahl für die Sprache Rust ist vorerst aber nur ein Experiment innerhalb des Tor-Teams, dessen Ausgang zwar vielversprechend erscheint, aber eben noch völlig offen ist. Allerdings nimmt das Team das Experiment sehr ernst und will langfristig auf den dabei gemachten Erfahrungen aufbauen.
Bisher hat das Team nur ein paar wenige und vergleichsweise einfache Aufgaben für einen möglichen Wechsel hin zu Rust abgearbeitet. So ist die Sprache in das eigene Build-System integriert worden. Künftig soll es für Interessierte einfacher werden, mit Rust in Tor zu experimentieren. Das Team will auch mit den Rust-Entwicklern zusammenarbeiten, damit Funktionen, die von Tor benötigt werden, möglichst schnell in einer stabilen Version der Sprache Rust zur Verfügung stehen.
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