Abo
  • Services:
Anzeige
iMac-Reparatur im Jahr 2011
iMac-Reparatur im Jahr 2011 (Bild: Raheb Homavandi/Reuters)

ERROR 1830: Versicherte zahlen bei Computerreparatur erheblich mehr

iMac-Reparatur im Jahr 2011
iMac-Reparatur im Jahr 2011 (Bild: Raheb Homavandi/Reuters)

In einem breiten Feldtest wurde nachgewiesen, dass bei der Computerreparatur betrogen wird, sobald der Kunde einen Versicherungsschutz besitzt. Die Rechnungen fallen um 80 Prozent höher aus.

Bei der Reparatur von Computern werden bei vorhandenem Versicherungsschutz überhöhte Rechnungen geschrieben. Das ergab ein Feldexperiment von Rudolf Kerschbamer von der Universität Innsbruck und Daniel Neururer vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte gemeinsam mit Matthias Sutter vom Institut für Finanzwissenschaft. Versicherte bekamen nicht benötigte Reparaturteile eingebaut und zusätzliche Arbeitszeit verrechnet.

Anzeige

"Vermuten die Experten, dass eine Versicherung die Kosten trägt, dann kommt es zur Überversorgung mit Ersatzteilen und zur Überbezahlung von Arbeitszeit", erklärte Kerschbamer. In dem Experiment wurden manipulierte Computer in 61 von 251 in Österreich registrierten Reparaturbetrieben abgegeben. "Für unsere Studie kauften wir fünf identische und perfekt laufende Computer. In jedem beschädigten wir bewusst eines der RAM-Module", erklärte Sutter. So wurde beim Booten die Fehlermeldung erzeugt: "ERROR 1830: Invalid memory configuration-power off and install a memory module to Slot-0 or the lower slot."

"Leider kenne ich mich damit überhaupt nicht aus"

Bei der Fehlerbeschreibung im Geschäft verwendeten die Wissenschaftler immer dieselbe Aussage: "Beim Starten des Computers erschien eine Fehlermeldung. Leider kenne ich mich damit überhaupt nicht aus und würde ihn gerne reparieren lassen."

Die Hälfte der Reparaturgeschäfte verließ das Team mit der Bitte um eine Rechnung, um den Betrag anschließend überweisen zu können. Die andere Hälfte baten sie um eine Rechnung, allerdings mit dem Zusatz, dass die Kosten schlussendlich von einer Versicherung gedeckt würden, sagte Kerschbamer. Dieser Halbsatz führte zur Erhöhung der Kosten.

Sutter: "Im Durchschnitt lagen in unserem Experiment die Reparaturkosten für einen Computer ohne Versicherungsschutz bei 70 Euro. Wurde der Dienstleister darüber informiert, dass eine Versicherung die Rechnung übernimmt, dann wurden im Schnitt etwa 80 Prozent mehr verrechnet." Der Bericht ist im Magazin Proceedings of National Academy of Science (PNAS) erschienen.


eye home zur Startseite
HubertHans 27. Jun 2016

Nein. Wenn ein Fachbetrieb nur einzelnde Bauteile tauscht werden die, wenn ihr Konzept...

Berner Rösti 24. Jun 2016

Schon mal daran gedacht, dass es auch einfach Menschen gibt, die selber wählen möchten...

realnobody 24. Jun 2016

Richtig, denn DU gehörst zu denen, die Ihrem Chef am Monatsende sagen: "Ach schon gut...

Lemo 24. Jun 2016

Das mit dem Familienrabatt machen viele Versicherungen überhaupt nicht mehr. Das kriegst...

Lemo 24. Jun 2016

Hier wird darüber diskutiert, ob 70¤ angemessen sind oder nicht. Ich sage: Ja - ist...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Berlin
  2. cab Produkttechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe
  3. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Stuttgart
  4. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 49,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Folgen Sie uns
       


  1. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  2. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  3. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  4. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  5. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  6. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  7. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  8. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  9. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  10. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Optionsbleed: Apache-Webserver blutet
Optionsbleed
Apache-Webserver blutet
  1. Apache-Sicherheitslücke Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen
  2. Open Source Projekt Oracle will Java EE abgeben

Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

  1. Re: Aber PGP ist schuld ...

    Pete Sabacker | 03:31

  2. Re: Wie sicher sind solche Qi-Spulen vor Attacken?

    Maatze | 02:48

  3. Re: "dem sei ohnehin nicht mehr zu helfen"

    LinuxMcBook | 02:45

  4. Re: Interessant [...] ist immer die Kapazität des...

    nightmar17 | 01:36

  5. Re: Das heißt H2/2018 gibt es Ryzen dann mit 4,4 Ghz

    ELKINATOR | 01:35


  1. 15:37

  2. 15:08

  3. 14:28

  4. 13:28

  5. 11:03

  6. 09:03

  7. 17:43

  8. 17:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel