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Error 0401: Golem.de-Leser machen Faxen

Das Faxabo von Golem.de ist bei den Lesern auf viel Zustimmung gestoßen. Doch der Aprilscherz zeigt: In Zeiten von E-Mail und VoIP ist die Faxtechnik eine ziemliche Spaßbremse.

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Faxabruf gehört offenbar zu den am wenigsten genutzten Kommunikationsdiensten der Welt.
Faxabruf gehört offenbar zu den am wenigsten genutzten Kommunikationsdiensten der Welt. (Bild: Golem.de)

Es hat am 1. April nur wenige Minuten gedauert, bis die erste Bestellung eines Faxabos bei Golem.de eingegangen ist. Es folgten im Laufe des Tages noch Dutzende - mal mehr, mal weniger ernst gemeint. Der Aprilscherz hat aber gezeigt: Es ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, ein Fax zu verschicken oder zu erhalten. Offenbar hat Voice-over-IP die einst robuste Technik ziemlich kaputtgemacht.

  • Das können wir nicht garantieren. (Screenshot: Golem.de)
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  • Dieser Leser hatte wohl vorab schon von den Plänen erfahren. (Screenshot: Golem.de)
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  • Der Fax-Spam ließ nicht lange auf sich warten. (Screenshot: Golem.de)
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  • Kurz und bündig (Screenshot: Golem.de)
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  • Das überlegen wir uns noch. (Screenshot: Golem.de)
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  • Wir trainieren schon fleißig die Tauben vor unseren Bürofenstern. (Screenshot: Golem.de)
  • HDMI-per-Fax soll erst auf der nächsten Ifa vorgestellt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Das hätten die Leser bekommen, wenn sie in der Lage gewesen wären, einen Faxabruf zu starten. (Screenshot: Golem.de)
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Das können wir nicht garantieren. (Screenshot: Golem.de)
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Das mussten wir schon feststellen, als wir einen Faxserver testweise in der Redaktion installieren wollten. Die eigene Telefonanlage, komplett digitalisiert, machte da nicht mit. Die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, Fritzfax in Kombination mit einer Fritzbox, ließ sich zwar bei einem privaten Telefonzugang über ein Kabelmodem installieren. Die einzige Hürde bestand eigentlich darin, die IP-Adresse der Fritzbox in die Registry einzutragen. AVM weist selbst ausdrücklich darauf hin, dass dieses Programm nicht mehr unterstützt wird.

T.38 wird kaum unterstützt

Doch in der Redaktion war es nicht möglich, über eine Fritzbox 7390, die am Netzwerk hing, ein Fax zu verschicken. Beim Empfänger wurde nur ein Sprachanruf erkannt. Das Protokoll T.38, eigentlich für den Faxversand in IP-Netzen konzipiert, wurde vom Netzanbieter nicht unterstützt.

Aber selbst über das Kabelmodem trudelten die Faxe alles andere als zuverlässig ein. Der Anteil der abgebrochenen Übertragungen lag am 1. April deutlich über 50 Prozent. Häufig wurden gar keine Daten übertragen, ebenso häufig wurde die Datenübertragung nach einer gewissen Zeit abgebrochen. Selbst bei Onlinediensten wie Cospace, die von den Lesern mehrfach genutzt wurden, war dies der Fall. Das Faxprogramm listet keine detaillierten Gründe für den Abbruch auf. Typische Fehlermeldungen sind: "3314/Verbindungsabbau während der Übertragung (Abbruch von Gegenstelle)", "3315/Verbindungsabbau während der Übertragung (Ausführungsfehler)" oder "3315/Keine Daten zum Versenden vorhanden".

Niemand nutzt Faxabruf-Funktion

Sicherlich wollten einige Leser testen, ob an der angegebenen Nummer überhaupt ein Faxgerät hängt und riefen daher von ihrem Telefon an, teilweise sogar von ihrem Handy. Um solche Tests zu ermöglichen, hatten wir die Option "Faxempfang auch bei Diensterkennung 'Sprache'" eigens aktiviert. Allerdings dürfte das nur bei wenigen Anrufen der Fall gewesen sein.

Eine große Enttäuschung war für uns die geringe Nutzung des Faxabrufangebotes. Schließlich hatten wir nur deswegen überhaupt Fritzfax installiert, denn damit lässt sich auch ein Faxabrufserver einrichten. Für den reinen Faxempfang hätte es auch gereicht, die Golem.de-Faxnummer anzugeben, deren Eingang an eine Mailadresse weitergeleitet wird.

Der erste erfolgreiche Faxabruf erfolgte um 21:13 Uhr. Das lag auch daran, dass die zahlreichen digitalen Faxdienste in der Regel keine Abruffunktion anbieten. Auch wir mussten erst einmal im Handbuch nachschlagen, wie sich diese Funktion am von uns genutzten Sagem-Fax installieren lässt. Einige Leser berichteten ebenfalls, damit ihre Schwierigkeiten gehabt zu haben. Den Error 0401, den wir uns für die Faxabrufe ausgedacht hatten, bekam daher nur ein einziger Leser zu sehen.

Viele Antwortschreiben gingen nicht raus

Schwierig war zudem in vielen Fällen, das Bestätigungsfax für die Abobestellung zurückzuschicken. Es gab dabei eine ganze Palette von Fehlermeldungen: Von "Abbruch durch Gegenstelle" über "Kein Verbindungsaufbau möglich" zu "Einstellungsfehler" oder "Gegenstelle ist kein Fax-G3-Gerät". Sehr schön auch: "Überlastung der Vermittlungseinrichtung".

Insgesamt registrierten wir am 1. April zwischen 9:38 und 23:23 Uhr 138 Anwahlversuche, von manchen Nummern auch mehrfach. Die Einwahlversuche von etwa 50 Teilnehmern wurden abgebrochen. Immerhin 50 Faxe konnten wir empfangen. Es gelang uns, etwa 35 Antwortschreiben zurückzufaxen. Bei 27 Telefonnummern scheiterten wir dabei. Keine besonders gute Quote für den neuen Dienst.

Bei solch einer unausgereiften Technik wird es mit dem Golem.de-Fax-Abo in absehbarer Zeit wohl nix. Kaum denkbar, dass wir die Probleme bis zum 1. April 2017 in den Griff bekommen.



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Walter Plinge 23. Aug 2016

Nein, dass ist es nicht. Es ist lediglich ein Anscheinsbeweis (also ein Indiz). Siehe...

Prinzeumel 06. Apr 2016

Zum glück kommen wir nicht zu euch sonder eher ihr zu uns. Wobei wenn ihr es nicht so mit...

krossekrabbe 05. Apr 2016

Die NAS-Funktion grenzt wirklich an Betrug. Wenn man sich Daten mit der 100fachen...

Menplant 04. Apr 2016

Mit der Aktion ist Golem.de wohl ein Faxpass unterlaufen *rolleyes*

franzbauer 04. Apr 2016

Hm. Ich habe eine Kopie einer Rechnung schneller gefaxt als dass ich es vom...


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